Activision
Call of Duty: Black Ops 7 via Steam

Activision reagiert auf KI-Verdacht rund um Black Ops 7

Kaum war Black Ops 7 draußen, landeten die ersten Calling Cards schon im Fokus der Community – nicht wegen Balance oder Meta, sondern wegen des Looks. Auf Reddit und Social Media häuften sich Posts, die vermuten, dass einzelne Artworks generative KI sein könnten. Manche Fans fühlten sich dabei sofort an den Ghibli-AI-Trend erinnert, der Anfang des Jahres einmal quer durchs Netz lief. Die Diskussion wurde so laut, dass Activision reagieren musste.

Eine Antwort, die vieles sagt – und nichts bestätigt

Auf Nachfrage verschiedener Medien gab Activision ein Statement ab. Kein hartes Dementi, kein klares Ja – eher ein elegantes Ausweichen. Man nutze „eine Vielzahl digitaler Tools, inklusive AI-Tools“, um die Teams zu unterstützen, heißt es. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass der kreative Prozess weiterhin von echten Menschen geführt werde.

Spannend ist der Blick auf Steam: Dort müssen Entwickler seit einiger Zeit offenlegen, ob generative KI im Spiel steckt. Bei Black Ops 7 steht schwarz auf weiß, dass das Team genAI zur Entwicklung einiger Ingame-Assets verwendet. Dieser Hinweis ist seit Mitte August öffentlich einsehbar.

Dabei passt das nicht ganz zu einem Kommentar, den Associate Creative Director Miles Leslie im Sommer bei IGN gegeben hat. Damals sagte er klar: „Wir haben generative AI-Tools, aber nichts davon landet im Spiel.“ Die Tools seien Hilfe beim Prozess, nicht Ersatz für Artists – ein Statement, das jetzt, im Licht der Calling-Card-Debatte, deutlich komplexer wirkt.

Was der Konflikt über die Branche erzählt

Der Verdacht rund um die Calling Cards zeigt einmal mehr, wie sensibel das Thema KI in der Games-Community bleibt. Vor allem Titel mit riesigen Playerbases wie Call of Duty geraten hier schnell in die Defensive, sobald Fans Muster erkennen, die „zu glatt“ wirken oder den typischen KI-Stempel tragen.

Auch Microsoft, seit dem Activision-Blizzard-Kauf ohnehin stark im KI-Kosmos unterwegs, hält sich mit klaren Vorgaben zurück. Xbox-Chef Phil Spencer sagte erst kürzlich, er wolle solche Entscheidungen den Teams überlassen – Zwang sei kein Erfolgsweg. Das macht die Situation aber nicht weniger aufgeladen: Studios experimentieren weiter, Communities bleiben wachsam, und Transparenz ist noch immer eher ein Work in Progress.

Für Black Ops 7 heißt das vor allem: Die Diskussion läuft weiter. Die Calling Cards bleiben online – und die Frage, wie viel KI im Detail wirklich drinsteckt, bleibt vorerst offen.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️