Neverwinter

Bekannter MMORPG-Entwickler kauft sich für 26 Millionen Euro von seiner Mutterfirma frei

Arc Games ist eine Spielefirma, die eine bewegte Geschichte hat. 2008 wurde sie als Tochter des chinesischen Entwicklers Perfect World gegründet und trug den Namen Perfect World International. 13 Jahre später wurde sie dann von der Investorengruppe Embracer aufgekauft. Zu dem dortigen Komplex gehörten sie bis vor wenigen Tagen, als Embracer den Verkauf bekanntgab. Doch genau dieser Verkauf ist sehr spannend.

Inhaltsverzeichnis
  1. Arc Games kümmert sich um MMORPGs wie Neverwinter, Star Trek Online und Fellowship
  2. Arc Games machte zuletzt vor allem Minus im operativen Geschäft
  3. Ist die Zukunft der drei MMORPGs gesichert?

Denn Arc Games ging nicht an eine neue Firmengruppe, sondern an Project Golden Arc. Das neue Studio wurde einfach von Leuten gegründet, die bisher in der Management-Etage von Arc Games saßen. Man hat sich also gewissermaßen von den Investoren freigekauft, für die stolze Summe von 287 Millionen schwedischen Kronen, also etwa 26 Millionen Euro.

Ob das jedoch ein guter Deal war und ob das den bisherigen Spielen neuen Schwung verpassen wird, das muss sich erst noch zeigen.

Arc Games kümmert sich um MMORPGs wie Neverwinter, Star Trek Online und Fellowship

Doch welche Spiele hängen nun genau in dem Deal drin? Zuerst mal alle Titel von Cryptic Studios. Das ist eine MMORPG-Firma, die Arc Games unterstellt ist, und die drei Spiele im Angebot hat:

  • Das Action-MMORPG Neverwinter 
  • Star Trek Online
  • Das Superhelden-MMO Champions Online

Arc Games betreut zudem als Publisher Torchlight und Torchlight 2, die gesamte Spiele-Reihe Remnant sowie das neue Dungeon-Koop-Spiel Fellowship. Allerdings teilen sie sich künftig die Publishing-Rechte für Remnant und Fellowship mit Embracer. Das dürften die größeren Zugtiere zuletzt gewesen sein. Die MMORPGs und Torchlight gehen jedoch vollständig in ihren Besitz über. 

Arc Games machte zuletzt vor allem Minus im operativen Geschäft

Die Käufer gehen mit den Firmen Arc Games und Cryptic Studios allerdings ein ordentliches Risiko ein. Denn Embracer verriet im Zuge des Deals auch die finanziellen Details der letzten 12 Monate. Vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2025 machten sie gemeinsam einen Umsatz von 390 Millionen SEK, also knapp 35 Millionen Euro. Zieht man jedoch alle Ausgaben und Steuern ab, landen sie bei einem Verlust von rund 9 Millionen Euro. Das klingt jetzt nicht sonderlich hoffnungsvoll.

Allerdings stecken in diesem Zeitraum auch die Marketing- und Publishingkosten für Fellowship, nicht aber der Gewinn für den Verkauf, denn das Spiel wurde am 16. Oktober 2025 veröffentlicht. 

Ist die Zukunft der drei MMORPGs gesichert?

Klar ist, dass sich Neverwinter, Star Trek Online und ganz besonders Champions Online zuletzt nicht gerade auf einer Welle des Hypes bewegten. Zwar hat Neverwinter gerade erst im November eine neue Erweiterung veröffentlicht, doch das Interesse an dem Spiel ist insgesamt rückläufig. Star Trek Online läuft wohl sehr stabil, gewinnt aber auch kaum neue Nutzer. Champions Online hingegen bekam sein letztes großes Update im Jahr 2016 und befindet sich seitdem im Maintenance Mode.

Deshalb hatten auch einige Fans befürchtet, dass die Umstrukturierungen, die Embracer zuletzt durchmachte, zu einer Schließung von Cryptic Studios oder sogar von ganz Arc Games führen könnten. Dieses Szenario scheint – zumindest auf absehbare Zeit – abgewendet worden zu sein. Andernfalls hätte die Investition von 26 Millionen Euro wohl wenig Sinn ergeben.

Es ist aber eine der besseren MMO-Nachrichten dieses Jahr. Zuletzt gab es eine große Hiobsbotschaft rund um Amazon, New World und das neue “Herr der Ringe”-MMORPG.


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