Ashes of Creation Frau

Das MMORPG Ashes of Creation startet am 11. Dezember im Early Access auf Steam – Für wen lohnt es sich?

Ashes of Creation ist ein neues Sandbox-MMORPG, das sich nach eigener Aussage an alten Old School-Titeln orientieren möchte und einen großen Fokus auf Grind und Zusammenspiel mit anderen legt. Ihr habt die Wahl aus acht verschiedenen Klassen und könnt dann eine offene Spielwelt erkunden, die vor allem ein zentrales Thema hat: die Settlements.

Settlements sind Siedlungen, die von Stufe 1 bis 5 ausgebaut werden können. Das geht, indem ihr in der dazugehörigen Zone questet und sammelt, Aufgaben am Townboard erledigt oder Crafting dort betreibt. Hier könnt ihr auch Housing betreiben. Von diesen Settlements soll es etliche in der Spielwelt geben und Gilden sollen dabei um die Kontrolle kämpfen. Settlements können dabei erobert oder zerstört werden. Als Besitzer eines Settlements verdient ihr euch Steuern von den Bürgern. Oben drüber stehen zudem drei riesige Burgen, die wiederum die Settlements unter ihrer Kontrolle haben und von diesen Steuern eintreiben.

Insgesamt sollen die Spieler spannende Abenteuer erleben und ihre Geschichten selber schreiben können. Dazu gehören dann auch typische Elemente wie Sammeln und Crafting, das Bekämpfen von Weltbossen und PvP in allen Bereichen der Spielwelt. 

Seit Oktober 2024 befindet sich Ashes of Creation dabei in einer Alpha-Phase, in die man sich einkaufen kann. Diese wird auch weiterlaufen, wenn das Spiel am 11. Dezember in den Early Access auf Steam startet, denn offiziell verlässt das MMORPG nicht die Alpha. Allerdings wird der Zugang günstiger und generell soll der Einstieg leichter werden.

Ein unfertiges Spiel, aber mit viel Potential

Ashes of Creation befindet sich in einer „echten Alpha“, wie immer wieder betont wird. Das bedeutet, dass noch viele Inhalte fehlen, viele Systeme nicht richtig funktionieren und auch die Performance noch nicht optimal ist. Trotzdem musste man bisher für einen Zugang zwischen 100 und 150 Dollar zahlen. 

Mit dem Early Access wird der Preis auf 49,99 Dollar reduziert. Zudem wird der viel kritisierte Einstieg in das Spiel überarbeitet. Hier werden unter anderem neue Quests, neue Drops, mehr Erfahrungspunkte und ein längerer Schutz vor PvP eingeführt. Denn in Ashes of Creation könnt ihr euch in der Spielwelt für das PvP markieren und dann andere Spieler ganken. Sollten diese selbst kein PvP aktiviert haben, bekommt ihr negatives Karma als Strafe, doch trotzdem kam es immer wieder zu Ganks im Low-Level-Bereich. Das wird künftig aber erst möglich sein, wenn der Spieler mindestens Level 10 erreicht hat. Vorher herrscht Noobschutz.

Insgesamt hat das neue MMORPG viel Potential. Das Hybrid-Kampfsystem aus Action und Tab-Targeting, das Abbauen von Materialien und das Erkunden der Spielwelt machen Spaß. Allerdings fehlt es noch massiv an Endgame-Inhalten, die Welt wirkt stellenweise leer und aktuell gibt es noch kein Zweitklassensystem, was jedoch im Vorfeld versprochen wurde. 

Im Gegenzug wurden vor Kurzem die Schifffahrt und die Schiffskämpfe eingeführt und mit dem Early Access kommen auch die Harbinger als eine PvE-Fraktion mit dynamischen Welt-Events ins Spiel. Es passiert gerade also richtig viel.

Für wen lohnt sich Ashes of Creation?

Das Spiel richtet sich an Sandbox-Fans, die keine Angst vor PvP haben. Denn in das werdet ihr durch Karawanen-Events, Kämpfe um Settlements oder einfach aus Langeweile immer mal wieder verwickelt. Zudem müsst ihr längeren Grind mögen und mit anderen Spielern zusammenarbeiten wollen. Denn Solospieler kommen auf Dauer nicht weit. Zu guter Letzt müsst ihr Bug- und Wiperesistent sein, denn im Laufe des Early Access könnte es immer mal wieder passieren, dass ihr euren gesamten Fortschritt verliert. Spätestens mit dem Release sollen dann alle wieder von vorn anfangen müssen. Ob euch das knapp 50 Euro wert ist, müsst ihr selbst entscheiden.


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Esports & Gaming Journalist
Patrick Bieneck ist Fachredakteur für Gaming und Esport mit über 15 Jahren Erfahrung in der Branche. Als langjähriger Kenner der internationalen Szene berichtet er über aktuelle Entwicklungen in Counter-Strike 2, Esport-Turniere und die Gaming-Community. Er liefert tiefgründige Analysen, aktuelle News und spannende Einblicke in die Welt der Videospiele.