Man merkt relativ schnell, wenn ein Hersteller nicht einfach nur neue Produkte zeigen will, sondern eine Haltung. Genau so fühlte sich der Auftritt von ASUS Republic of Gamers auf der Consumer Electronics Show an. „Dare to Innovate“ war weniger Produktparade, mehr Selbstvergewisserung – passend zum 20-jährigen Bestehen einer Marke, die Gaming schon lange nicht mehr nur als Leistungsfrage versteht.
- Zephyrus: Mobile Power ohne Kompromiss-Feeling
- Zwei Screens, viele Rollen: Zephyrus Duo
- ROG x Kojima Productions: Technik als Ausdruck
- Desktop-Gaming als Inszenierung
- Monitore, Audio und alles dazwischen
- ROGs eigentliches Thema
ROG spricht von Performance, Design und Kultur, meint damit aber vor allem Identität. Gaming als etwas, das man lebt, nicht nur benchmarkt. Und genau durch diese Brille lassen sich auch die vielen Ankündigungen lesen.
Zephyrus: Mobile Power ohne Kompromiss-Feeling
Die neuen Zephyrus-Modelle G14 und G16 zielen klar auf Leute, die unterwegs nicht zwischen Arbeit, Kreativität und Gaming unterscheiden wollen. Viel Rechenleistung, lokal nutzbare AI-Funktionen, starke GPUs – aber verpackt in ein Gehäuse, das nicht nach klassischem „Gaming Laptop“ schreit. Dünn, hochwertig, bewusst zurückhaltend.
Spannend ist weniger die reine Hardware, sondern der Anspruch dahinter: Geräte zu bauen, die leistungsfähig sind, ohne den Nutzer an einen Ort oder eine Rolle zu ketten. Laptop als Werkzeug, nicht als Setup-Fessel.
Zwei Screens, viele Rollen: Zephyrus Duo
Der Zephyrus Duo bleibt ein Statement für Multitasker. Zwei Displays, viel Fläche, viele Möglichkeiten. Ob Streaming, Editing oder Gaming mit Zusatzinfos – das Gerät richtet sich klar an Leute, die ihr System aktiv bespielen wollen. Nicht minimalistisch, sondern maximal flexibel. Und genau darin liegt sein Reiz.
ROG x Kojima Productions: Technik als Ausdruck
Die Zusammenarbeit mit Kojima Productions ist vielleicht der deutlichste Hinweis darauf, wie ROG sich selbst sieht. Hier geht es nicht um Logos auf Hardware, sondern um Co-Creation.
Der Flow Z13-KJP ist weniger Laptop als wandelbares Werkzeug. Tablet, Konsole, Kreativmaschine – je nachdem, wie man ihn nutzt. Dazu ein Design, das klar künstlerisch gedacht ist und nicht versucht, jedem zu gefallen. Genau das macht es interessant.
Desktop-Gaming als Inszenierung
Mit dem ROG G1000 zeigt ASUS, wie sehr sich auch klassische Desktops verändert haben. Leistung ist selbstverständlich, entscheidend ist die Präsentation. Holografische Elemente, ausgeklügelte Kühlkonzepte, sichtbare Technik als Teil der Ästhetik. Der PC als Objekt, nicht nur als Kiste unter dem Tisch.
Monitore, Audio und alles dazwischen
OLED-Monitore mit Fokus auf Farbe, Reaktionszeit und Haltbarkeit, AR-Brillen als neue Spielfläche, Audio-Lösungen für lange Sessions – auch hier zieht sich ein roter Faden durch. Es geht nicht darum, alles neu zu erfinden, sondern bestehende Kategorien konsequent weiterzudenken und enger mit dem restlichen Ökosystem zu verzahnen.
ROGs eigentliches Thema
Was von diesem CES-Auftritt hängen bleibt, ist weniger eine einzelne Grafikkarte oder ein neues Panel. Es ist das Bild einer Marke, die Gaming nicht mehr isoliert betrachtet. ROG positioniert sich als Schnittstelle zwischen Technik, Kreativität und Lifestyle – und nimmt dabei bewusst in Kauf, nicht für alle zu bauen.
„For Those Who Dare“ ist kein leerer Claim. Es ist eine Einladung an Menschen, die Gaming nicht nur spielen, sondern gestalten wollen.
Veröffentlicht: 15. Januar 2026 12:37 Uhr