Es fühlt sich fast surreal an, wie schnell sich das Momentum für Call of Duty gedreht hat. Während Black Ops 6 im vergangenen Jahr noch als solider Jahresanker galt, stolpert Black Ops 7 jetzt in einen Markt, der dichter, teurer und verbrauchter wirkt als je zuvor – und die Zahlen sprechen eine klare Sprache.
- Deutlich weniger Spieler auf Steam – und ein spürbarer Temperatursturz im Franchise
- Auch auf Twitch bleibt der große Funken aus
- Reviews solide, aber klar unter dem Vorgänger
Deutlich weniger Spieler auf Steam – und ein spürbarer Temperatursturz im Franchise
Am Launch-Wochenende erreichte Black Ops 7 auf Steam einen Peak von etwas über 100.000 gleichzeitigen Spieler:innen. Das ist nicht nur eine Delle, sondern ein massiver Rückgang, wenn man die über 315.000 Peaks von Black Ops 6 danebenlegt. Steam ist nur ein Teil der COD-Zielgruppe, klar – aber die Entwicklung ist zu deutlich, um sie wegzuwischen.
Ein Teil liegt wahrscheinlich an Game Pass Ultimate, der inzwischen 30 US-Dollar im Monat kostet. Black Ops 6 war noch bei 20 US-Dollar drin, was damals ein viel niedrigerer Einstieg war. Aber auch abseits dessen fällt auf, wie wenig Zugkraft der neue Titel zum Start erzeugt.
Google Trends zeigt dasselbe Bild: Das Franchise verliert rund ein Drittel an Suchinteresse im Vergleich zum letzten Jahr.
Auch auf Twitch bleibt der große Funken aus
Normalerweise lässt sich am COD-Launch-Wochenende in Streams gut ablesen, wie viel Hype wirklich im Spielerfeld steckt. Diesmal wirkt das Stimmungsbarometer gedämpft. Black Ops 7 kam auf knapp 160.000 Live-Zuschauer:innen, während Black Ops 6 fast 400.000 erreichte.
Es ist kein plötzlicher Absturz, eher ein schleichendes Verrutschen der Aufmerksamkeit – besonders jetzt, wo Battlefield 6 einen ordentlichen Start hingelegt hat und Arc Raiders Woche für Woche neue Peaks hinlegt.
Reviews solide, aber klar unter dem Vorgänger
Mit einem OpenCritic-Score von 76 nach den ersten Reviews landet Black Ops 7 zwar noch über dem stark kritisierten Modern Warfare III, bleibt aber deutlich hinter Black Ops 6 zurück, das sich bei 83 Punkten eingependelt hat. Der Tenor: kein Desaster, aber eben auch kein Titel, der die Serie neu auflädt.
Und genau da liegt der Knackpunkt – in einem Herbst, der von Konkurrenzspielen dominiert wird, denen es gelingt, echte Strahlkraft zu entwickeln, wirkt Black Ops 7 wie ein COD, das überall ein bisschen mitläuft, aber nirgendwo wirklich führt.
Veröffentlicht: 24. November 2025 03:14 Uhr