Der europäische Markt hat ein klares erstes Urteil gefällt, und es fällt für Call of Duty ungewöhnlich hart aus. Laut neuen GSD-Daten, die The Game Business vorliegen, landet Black Ops 7 zum Launch weit hinter Battlefield 6 – und zwar mit einer Differenz, die so drastisch ausfällt, dass selbst Branchenkenner kurz gestutzt haben.
- Battlefield 6 setzt die Messlatte – und Black Ops 7 bleibt deutlich drunter
- Konkurrenzdruck, Preisstrukturen und Abo-Dynamiken trüben das Gesamtbild
- Activision bleibt gelassen – zumindest nach außen
Battlefield 6 setzt die Messlatte – und Black Ops 7 bleibt deutlich drunter
Black Ops 7 verkauft sich in der ersten Woche in Europa um 63 Prozent schlechter als Battlefield 6. Das allein wäre schon ein starkes Signal, aber der Vergleich mit der eigenen Serie macht das Bild noch klarer: Gegenüber Black Ops 6 bricht der Launch in Europa um „mehr als 50 Prozent“ ein. Für eine Reihe, die seit Jahren den Shooter-Markt dominiert, ist das ein Bruch, den man nicht mehr mit „natürlichen Schwankungen“ erklären kann.
Die Zahlen spiegeln wider, was sich schon zum Launchwochenende angedeutet hat. Auf Steam erreichte Black Ops 7 eine Peak-Concurrency von 100.332, während Black Ops 6 im Vorjahr auf über 315.000 kam. Battlefield 6 hingegen? 747.440 zum Launch – und über einen Monat später immer noch beeindruckende 251.351 gleichzeitige Spieler*innen.
Konkurrenzdruck, Preisstrukturen und Abo-Dynamiken trüben das Gesamtbild
Natürlich muss man die Daten im Kontext sehen. Black Ops 7 liegt zum Release auf Xbox Game Pass – ein Faktor, den GSD bei dieser Erhebung nicht berücksichtigt. Gleichzeitig ist der Game Pass seit Oktober deutlich teurer geworden und kostet im Ultimate-Tier nun 30 US-Dollar. Das dürfte manchen potenziellen Abo-Spieler abgeschreckt haben, zumal Battlefield 6 im selben Zeitraum über EA Play Pro für 23 US-Dollar verfügbar ist.
Trotzdem bleibt der Trend eindeutig: Europa zeigt wenig Begeisterung für den neuen CoD-Teil, während Battlefield 6 mit seiner starken Spielerbindung und seinem späten, aber heftigen Momentum weiter durchstartet. In den USA bestätigt Circana laut IGN zudem, dass Battlefield 6 im Jahresverlauf sowohl auf PC als auch auf Xbox das bestverkaufte Spiel ist.
Activision bleibt gelassen – zumindest nach außen
Nach dem Launchwochenende veröffentlichte Activision einen kurzen Post, der sich an die Community richtete und das übliche „Danke für eure Unterstützung – das ist erst der Anfang“ transportierte. Zwischen den Zeilen steht aber: Das wird ein längerfristiger Aufbau, kein Sprint, und Activision weiß wahrscheinlich sehr genau, wie ungewöhnlich diese Ausgangslage für die Marke ist.
Wie sich Black Ops 7 in den kommenden Wochen stabilisiert, hängt stark davon ab, wie schnell Inhalte nachkommen, wie positiv sich das Game Pass-Modell entwickelt und ob der Shooter dieses Jahr überhaupt noch aus dem Schatten von Battlefield 6 herauskommt. Bis jetzt sieht der Abstand größer aus, als viele es erwartet hätten.
Veröffentlicht: 2. Dezember 2025 02:41 Uhr