via Bungie

Bungie legt Marathon-Release auf März fest

Bungie hat sich festgelegt. Der Extraction-Shooter Marathon soll im März erscheinen, ein genaues Datum nennt das Studio noch nicht. Preislich liegt der Titel bei 40 US-Dollar. Das Releasefenster passt zu dem Zeitraum, den Sonys Finanzplanung bereits zuvor angedeutet hatte, und markiert gleichzeitig den nächsten großen Prüfstein für Bungies Zukunft unter dem PlayStation-Dach.

Inhaltsverzeichnis
  1. Was sich seit der Alpha spürbar verändert hat
  2. Eine Welt nach dem Scheitern
  3. Sony, Erwartungsdruck und wirtschaftlicher Kontext
  4. Ein Neustart unter Beobachtung

Marathon war ursprünglich früher geplant, wurde jedoch verschoben, nachdem die Closed Alpha gemischtes Feedback ausgelöst hatte. Seitdem arbeitet das Team sichtbar daran, die größten Kritikpunkte auszuräumen.

Was sich seit der Alpha spürbar verändert hat

In einem neuen Entwickler-Video zeigt Bungie, wie stark Marathon seit dem Alpha-Test überarbeitet wurde. Besonders oft gewünscht waren Proximity Chat und eine Solo-Queue, beides ist nun Teil des Spiels. Spieler:innen können sich im Match direkt verständigen oder bewusst allein gegen andere Solo-Spielende antreten, ohne gegen eingespielte Squads antreten zu müssen.

Auch am Grundgefühl wurde geschraubt. Laut Senior Design Lead Lars Bakken habe sich die Welt zuvor zu harmlos angefühlt. Genau das wollte das Team ändern. Mehr visuelle Dichte, stärkere Atmosphäre und klarere narrative Einbettung sollen dafür sorgen, dass sich jeder Einsatz riskanter anfühlt und Entscheidungen mehr Gewicht bekommen.

Eine Welt nach dem Scheitern

Inhaltlich bleibt Marathon seiner düsteren Grundidee treu. Die Geschichte dreht sich um den gescheiterten Versuch der Menschheit, den Stern Tau Ceti zu kolonisieren. Nach einer Katastrophe zerfällt das Projekt, während Konzerne versuchen, ihre Investitionen zu retten. Game Director Joseph Ziegler beschreibt das Szenario als Ausgangspunkt für Machtkämpfe, wirtschaftlichen Druck und moralisch graue Entscheidungen.

Bungie will diese Themen stärker im Spiel selbst verankern. Die Rolle der Spieler:innen in dieser Welt soll klarer werden, nicht nur als Kämpfer, sondern als Teil eines Systems, das bereits vor dem eigenen Eintreffen zerbrochen ist.

Sony, Erwartungsdruck und wirtschaftlicher Kontext

Für den Mutterkonzern Sony Interactive Entertainment steht bei Marathon mehr auf dem Spiel als nur ein einzelner Release. In vergangenen Investoren-Calls wurde mehrfach betont, dass das Spiel fest in der Planung bleibt und weiterhin als Teil der laufenden Finanzprognosen gilt.

Der Druck ist dabei nicht neu. Zuletzt musste Sony einen hohen Wertverlust verbuchen, der unter anderem mit der schwächeren Performance von Destiny 2 begründet wurde. Marathon wird damit unweigerlich auch als Gradmesser gesehen, ob Bungies Live-Service-Ansatz außerhalb seines etablierten Universums funktionieren kann.

Ein Neustart unter Beobachtung

Bungie selbst gibt sich betont selbstkritisch. Probleme aus der Alpha seien erkannt worden, Korrekturen in Arbeit, weitere Anpassungen nicht ausgeschlossen. Marathon soll nicht einfach veröffentlicht, sondern langfristig getragen werden.

Der März wird damit zu einem wichtigen Moment. Für Bungie, für Sonys Live-Service-Strategie und für ein Spiel, das nach seinem holprigen Start beweisen muss, dass es mehr ist als ein riskantes Experiment.


The Escapist wird von unseren Lesern unterstützt. Wenn jemand über Links auf unserer Website Geld einsetzt, dann erhalten wir möglicherweise eine kleine Affiliate-Provision. Erfahren Sie mehr in unseren Affiliate-Richtlinien.
Verwandte Inhalte
Inhaltsverzeichnis
  1. Was sich seit der Alpha spürbar verändert hat
  2. Eine Welt nach dem Scheitern
  3. Sony, Erwartungsdruck und wirtschaftlicher Kontext
  4. Ein Neustart unter Beobachtung
Verwandte Inhalte
Inhaltsverzeichnis
  1. Was sich seit der Alpha spürbar verändert hat
  2. Eine Welt nach dem Scheitern
  3. Sony, Erwartungsdruck und wirtschaftlicher Kontext
  4. Ein Neustart unter Beobachtung
Verwandte Inhalte
Inhaltsverzeichnis
  1. Was sich seit der Alpha spürbar verändert hat
  2. Eine Welt nach dem Scheitern
  3. Sony, Erwartungsdruck und wirtschaftlicher Kontext
  4. Ein Neustart unter Beobachtung
Author
Image of Linda Güster
Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️