Nach Berichten über dauerhaft aktivierte Zensur in der Switch-Fassung von Dispatch hat Nintendo Stellung genommen. Auf der Nintendo Switch ist die Option zur visuellen Zensur standardmäßig aktiviert und kann im Gegensatz zu anderen Plattformen nicht deaktiviert werden. Nacktheit und obszöne Gesten werden dort permanent durch schwarze Balken verdeckt.
- Nintendo sieht Verantwortung beim Entwickler
- Unterschiede zu anderen Plattformen
- Mögliche Rolle regionaler Altersfreigaben
- Keine Klarheit über künftige Änderungen
- FAQ
Entwickler AdHoc Studio hatte zuvor erklärt, dass verschiedene Plattformen unterschiedliche Inhaltsrichtlinien haben und man gemeinsam mit Nintendo Anpassungen vorgenommen habe, um eine Veröffentlichung auf der Switch zu ermöglichen.
Nintendo sieht Verantwortung beim Entwickler
Nintendo betont nun, selbst keine Inhalte von Spielen zu verändern. Stattdessen müssten alle Titel unabhängige Altersfreigaben erhalten und die Plattformrichtlinien erfüllen. Wenn ein Spiel diese Vorgaben nicht einhalte, werde der jeweilige Partner informiert.
Wie ein Problem anschließend gelöst werde, liege jedoch beim Entwickler. Nintendo selbst nehme keine direkten Eingriffe am Spielinhalt vor und äußere sich nicht zu konkreten Einzelfällen oder Bewertungskriterien.
Damit deutet alles darauf hin, dass die permanente Aktivierung der Zensuroption eine Entscheidung des Studios war, um die Anforderungen für die Veröffentlichung auf der Switch zu erfüllen.
Unterschiede zu anderen Plattformen
Auf PC und anderen Konsolen lässt sich die Zensur in Dispatch ein- und ausschalten. Die betreffende Option verdeckt Brüste und Genitalien, blendet anzügliche Gesten aus und schaltet entsprechende Geräusche stumm.
Auf der Switch fehlt diese Wahlmöglichkeit. Die schwarze Balken-Zensur ist dort fest aktiviert, was in der Community für Verwirrung sorgt, da es auf der Plattform auch Spiele mit sichtbarer Nacktheit gibt.
Mögliche Rolle regionaler Altersfreigaben
Als mögliche Erklärung wird ein einheitlicher Build für alle Regionen diskutiert. In Japan gelten teils strengere Vorgaben der dortigen Altersfreigabe. Um keine separate Japan-Version entwickeln zu müssen, könnte sich das Studio für eine global zensierte Switch-Fassung entschieden haben.
Ein ähnliches Vorgehen gab es bereits bei anderen Titeln, bei denen einzelne Regionen eine angepasste Fassung erhielten, während andere Märkte unzensiert blieben.
Keine Klarheit über künftige Änderungen
Ob die Zensur per Update optional gemacht werden kann, ist derzeit offen. Nintendo hat lediglich klargestellt, dass die Anpassung nicht vom Unternehmen selbst vorgenommen wurde.
Solange keine getrennten Versionen nach Regionen erscheinen oder der Entwickler die Einstellungen überarbeitet, bleibt die Switch-Version von Dispatch dauerhaft zensiert.
FAQ
Weil die visuelle Zensuroption dort dauerhaft aktiviert ist.
Auf der Switch aktuell nicht, auf anderen Plattformen schon.
Nein, laut Nintendo liegt die Umsetzung beim Entwickler.
Nacktheit, obszöne Gesten und entsprechende Geräusche.
Wegen unterschiedlicher Inhalts- und Altersfreigaberichtlinien.
Möglicherweise, da dort strengere Vorgaben gelten könnten.
Ja, weshalb die Entscheidung im Einzelfall diskutiert wird.
Veröffentlicht: 30. Januar 2026 19:13 Uhr