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Doom-Studio id Software gründet Wall-to-Wall-Gewerkschaft

Bei id Software, dem Studio hinter Doom, hat sich die Belegschaft gewerkschaftlich organisiert. Die Beschäftigten stimmten für eine Vertretung durch die Communications Workers of America (CWA), Microsoft hat die neue Gewerkschaft offiziell anerkannt. Damit reiht sich id Software in eine wachsende Zahl von Studios ein, deren Mitarbeitende sich in den vergangenen Jahren unter dem Microsoft-Dach zusammengeschlossen haben.

Inhaltsverzeichnis
  1. Teil einer größeren Bewegung bei Microsoft
  2. „Unilaterale Entscheidungen von oben“
  3. Signalwirkung für die Branche

Die neue Gewerkschaft umfasst rund 165 Beschäftigte und wird Teil von CWA Local 6215 im texanischen Richardson. Es handelt sich um eine sogenannte Wall-to-Wall-Union, also eine Organisation, die alle Berufsgruppen im Studio einschließt – von Entwicklung über Produktion bis hin zu unterstützenden Rollen.

Teil einer größeren Bewegung bei Microsoft

Die Gewerkschaft bei id Software ist kein Einzelfall. Inzwischen sind fast 4.000 Mitarbeitende bei Microsoft-Tochterunternehmen gewerkschaftlich organisiert. Allein im vergangenen Jahr entstanden mehrere neue Zusammenschlüsse, darunter bei ZeniMax, Raven Software und Blizzard Entertainment.

Besonders bemerkenswert ist, dass viele dieser Initiativen in einer Phase massiver Umbrüche entstanden sind. Bei Blizzard etwa formierten sich mehrere Gewerkschaften kurz nach größeren Entlassungswellen. Auch die Diablo-Teams schlossen sich im Sommer zu einer studioweiten Union zusammen.

CWA Local 6215-Präsident Ron Swaggerty sprach in der offiziellen Mitteilung davon, dass Texas zunehmend zu einem wichtigen Standort für kollektive Organisation in der Games- und Techbranche werde. Man freue sich darauf, mit Microsoft über einen Tarifvertrag zu verhandeln, der der Qualifikation und der kreativen Arbeit der Beschäftigten gerecht werde.

„Unilaterale Entscheidungen von oben“

Aus dem Studio selbst kommt deutliche Unterstützung für den Schritt. id-Software-Produzent Andrew Willis, Mitglied des Organisationsteams, beschreibt die Gewerkschaft als längst überfällig. Gerade in einer Branche, in der strategische Richtungswechsel, Umstrukturierungen und Entlassungen häufig ohne Mitsprache der Teams erfolgen, sei Zusammenhalt entscheidend.

Seine Aussage macht deutlich, worum es vielen Beschäftigten aktuell geht: mehr Schutz vor einseitigen Entscheidungen des Managements und eine stärkere Stimme bei grundlegenden Veränderungen der Arbeitsbedingungen.

Signalwirkung für die Branche

Dass Microsoft die Gewerkschaft anerkennt, passt zu der Linie, die der Konzern in den vergangenen Jahren öffentlich vertreten hat. Dennoch bleibt die Entwicklung bemerkenswert. id Software ist eines der bekanntesten Studios im Xbox-Portfolio, mit einer langen Geschichte und hoher symbolischer Bedeutung für Shooter-Genres insgesamt.

Die Gründung der Gewerkschaft dürfte daher über das Studio hinaus Wirkung entfalten. Sie zeigt, dass kollektive Organisation längst nicht mehr nur Randthema ist, sondern auch in etablierten, prestigeträchtigen Teams angekommen ist.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️