ePSXe
ePSXeTeam via X

ePSXe bekommt erstes großes Update seit fast zehn Jahren

Manche Namen verschwinden nie ganz. ePSXe gehört definitiv dazu. Wer irgendwann einmal PlayStation-1-Spiele auf dem PC emuliert hat, ist an diesem Emulator kaum vorbeigekommen. Und genau deshalb fühlt sich diese Meldung ein bisschen surreal an: Kurz vor Weihnachten hat ePSXe sein erstes größeres Update seit fast einem Jahrzehnt erhalten.

Inhaltsverzeichnis
  1. CHD-Support als stilles Hauptfeature
  2. Kleine Fixes, spürbare Effekte
  3. Kein Neustart, aber ein Statement

Version 2.0.18 klingt auf dem Papier unspektakulär, ist für die Emulationsszene aber ein echtes Lebenszeichen. Nicht, weil hier alles neu erfunden wird, sondern weil der Emulator an einer entscheidenden Stelle mit der Zeit geht.

CHD-Support als stilles Hauptfeature

Der wichtigste Punkt des Updates ist die native Unterstützung von CHD-Dateien. Statt ausschließlich mit klassischen ISO-Images zu arbeiten, kann ePSXe nun auch das komprimierte, verlustfreie CHD-Format direkt laden. Für viele Nutzer ist das längst Standard, gerade bei größeren Sammlungen. Weniger Speicherplatz, saubere Struktur, keine Qualitätseinbußen – dass ePSXe hier so lange hinterherhing, war eigentlich kaum noch zeitgemäß.

Mit Version 2.0.18 schließt der Emulator diese Lücke endlich. CHD-Dateien lassen sich nun genauso öffnen wie ISOs, ohne Umwege, ohne Konvertierung, ohne Bastellösungen.

Kleine Fixes, spürbare Effekte

Abseits des CHD-Supports bleibt das Update bewusst bodenständig. Es gibt keine neue Oberfläche, keine großen Designänderungen, keine Feature-Explosion. Stattdessen wurden viele der altbekannten Ecken abgeschliffen, die über Jahre liegen geblieben sind.

Die DPI-Unterstützung sorgt dafür, dass ePSXe auf modernen Monitoren nicht mehr wirkt wie ein Relikt aus einer anderen Auflösungsepoche. Audioseitig wurde an Hall und Lautstärkeregelung geschraubt, was vor allem bei Spielen wie Ghost in the Shell, Dino Crisis oder Wipeout spürbar sein soll. Dazu kommen gezielte Kompatibilitätsverbesserungen für eine ganze Reihe von Titeln, darunter Need for Speed III und IV, Valkyrie Profile oder Metal Gear Solid: Special Missions.

Auch kleinere, aber nervige Bugs – etwa Abstürze durch fehlerhafte Overclock-Einstellungen – wurden behoben. Nichts davon ist spektakulär, aber genau das macht das Update so angenehm unaufgeregt.

Kein Neustart, aber ein Statement

Natürlich ist ePSXe damit nicht plötzlich wieder der modernste PS1-Emulator auf dem Markt. Andere Projekte sind technisch weiter, offener, aktiver. Und trotzdem fühlt sich dieses Update wichtig an. Es zeigt, dass das Projekt nicht vollständig eingefroren ist – und dass selbst alte Emulations-Urgesteine noch gepflegt werden können.

Für viele ist ePSXe ein Stück Emulator-Geschichte. Version 2.0.18 macht daraus kein Comeback, aber ein würdiges Lebenszeichen. Und manchmal reicht genau das.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️