Das Ende der Final Fantasy VII Remake-Trilogie ist noch nicht in Sicht, auch wenn sich das Team laut eigener Aussage langsam dem Ziel nähert. Der finale Teil befindet sich weiterhin in Entwicklung, neue Infos werden erhofft, ein Release dürfte aber eher später als früher kommen. Und trotzdem stellt sich schon jetzt die Frage: Was passiert danach – vor allem mit den Köpfen hinter dem Projekt?
- Zehn Jahre FFVII – und dann genug
- Raum für neue Kreative
- Was das für Final Fantasy bedeutet
Genau darüber hat Naoki Hamaguchi kürzlich gesprochen. In einem Interview mit GamerBraves ging es nicht nur um den aktuellen Stand der Trilogie, sondern auch um die Zukunft nach Cloud, Midgar und dem langen Schatten von Sephiroth. Eine Frage stand dabei besonders im Raum: Könnte Hamaguchi als Nächstes ein Final Fantasy VI Remake übernehmen?
Zehn Jahre FFVII – und dann genug
Die Antwort fiel überraschend klar aus. Hamaguchi machte deutlich, dass er selbst nicht der Richtige sei, um direkt das nächste große Remake zu stemmen. Fast ein Jahrzehnt habe er inzwischen in das FFVII-Projekt investiert – von den ersten Konzepten bis zu dem Punkt, an dem das Ende der Reise langsam greifbar wird. Diese Zeit habe ihn geprägt, aber auch komplett ausgefüllt.
Aus dieser Perspektive heraus stelle sich für ihn eine ganz andere Frage: Sollte wirklich dieselbe Person nach so langer Bindung an ein einzelnes Projekt direkt die nächste ikonische Neuauflage leiten? Für Hamaguchi lautet die Antwort nein. Stattdessen wünscht er sich frische kreative Stimmen, die neue Impulse setzen und eigene Ideen einbringen.
Raum für neue Kreative
Besonders spannend ist dabei seine Haltung zur eigenen Rolle. Hamaguchi schließt nicht aus, weiterhin an Remakes oder neuen Projekten beteiligt zu sein – aber eher unterstützend. Er spricht davon, neue Kreative „anzufeuern“, statt selbst wieder an der Spitze zu stehen. Nach Jahren maximaler Verantwortung klingt das weniger nach Rückzug als nach bewusstem Platzmachen.
Gerade im Kontext von Square Enix ist das eine interessante Aussage. Der Publisher steht seit Jahren zwischen Nostalgie, Remakes und dem Wunsch nach neuen kreativen Richtungen. Dass ein Regisseur von Hamaguchis Rang offen dafür plädiert, Verantwortung weiterzugeben, ist ein starkes Signal nach innen wie nach außen.
Was das für Final Fantasy bedeutet
Für Fans eines möglichen FFVI-Remakes heißt das vor allem eines: Erwartungshaltung anpassen. Dass Hamaguchi es nicht leiten will, bedeutet nicht, dass es nie kommt – aber eben, dass es vermutlich in anderen Händen liegen würde. Und vielleicht ist genau das der Punkt.
Wenn die FFVII-Remake-Trilogie eines gezeigt hat, dann wie intensiv und prägend ein solches Mammutprojekt sein kann. Dass ihr Regisseur nach zehn Jahren sagt „Jetzt dürfen andere ran“, wirkt weniger wie eine Absage – und mehr wie ein sauberer Schnitt, um Platz für die nächste Generation zu schaffen.
Veröffentlicht: 15. Januar 2026 12:36 Uhr