Das MMORPG Final Fantasy 14 erschien im Jahr 2011, erntete damals aber viel Kritik. Es bot kaum Quests, war extrem langweilig aufgebaut, es fehlten viele Komfort-Features und einfach Nebenaufgaben abseits der Hauptgeschichte. Das Spiel war damals sogar so unfertig, dass man es komplett offline genommen hat, um zwei Jahre später eine „A Realm Reborn“-Version neu zu veröffentlichen.
Seitdem sind mehr als 10 Jahre vergangen und das Spiel hat sich prächtig entwickelt. Es erschienen neue Erweiterungen und es gibt hunderte Stunden von Story-Inhalten, dutzende Dungeons und Raids und auch am PvP wurde geschraubt.
Doch zuletzt häufte sich wieder Kritik. Dawntrail enttäuschte beim Thema Storytelling, doch auch generell wird sich an dem sehr formelhaften Aufbau gestört. Doch nun hat Naoki Yoshida, der Chef des Spiels, in einem Interview mit einer koreanischen Webseite eine interessante Aussage getroffen. Demnach könnte ein zukünftiges Update viel frischen Wind, ja fast schon ein zweites „A Realm Reborn“ erschaffen.
“Wir überdenken das Spiel von Grund auf”
In dem Interview mit Inven wird Yoshida gefragt, welches Feedback er aus seiner Korea-Reise mitnimmt und was er den Fans in der Region sagen möchte. Dabei verriet er, dass bald ein Fanfest kommt, bei dem es eine große Ankündigung geben wird. Darin soll es um den Grundaufbau von Final Fantasy XIV gehen.
Wir planen ein Fanfest und haben einige große Ankündigungen in petto. Wir überdenken das Spiel von Grund auf, um es mit neuen Zielen weiterzuentwickeln und sogar ein zweites Reborn zu schaffen.
Dass das so groß ausfällt wie beim ersten Mal, darf wohl bezweifelt werden. Allerdings verrät Yoshida bereits, in welche Richtung die Änderungen dieses Mal gehen könnten.
MMORPGs sollten nicht mehr so viel Zeit kosten
Er glaubt zum Beispiel nicht, dass MMORPGs zu viel Zeit pro Tag einnehmen sollten. Das wäre nicht mehr zeitgemäß. Auch der Aufwand, zu Veteranen in einem Spiel aufzuschließen, sei derzeit viel zu groß. Er wolle nicht akzeptieren, dass man hunderte Stunden benötigt, um zu seinen Freunden aufzuschließen, die das Spiel schon einige Jahre zocken.
Stattdessen würde es dem Genre guttun, wenn man bei jedem Login etwas erlebt, was besonders viel Spaß macht und sich eben nicht nach Arbeit anfühlt. Konkret nannte er aufwendige Grind-Inhalte, etwa für Erfolge oder die Allagan Tomestones zur Verbesserung der Ausrüstung.
Man kann also davon ausgehen, dass mit dem zweiten “Reborn” eine große Überarbeitung des Einstiegs und der täglichen Aufgaben gemeint sind. Wie so etwas in Zukunft aussehen könnte, beschrieb Yoshida ebenfalls:
Beim Einloggen könnte dich das Spiel fragen: „Hast du nur zwei Stunden Zeit zum Spielen?“, „Möchtest du heute stärker werden?“ oder „Möchtest du lieber die Geschichte genießen?“ Sobald die Spieler ihre Auswahl getroffen haben, wird ein bestimmter Spielstil vorgeschlagen.
Fans von Old-School-MMORPGs dürfte diese Richtung hingegen nicht gefallen. Die kritisieren schon länger, dass sich moderne Titel immer mehr auf Casual- und Solospieler fokussieren und zu wenig auf aufwendige Gruppeninhalte, die eben früher das Genre ausgemacht haben.
Veröffentlicht: 17. November 2025 14:52 Uhr