Haunted Chocolatier
via hauntedchocolatier.net

Haunted Chocolatier lebt: ConcernedApe räumt mit Gerüchten auf

Vier Jahre Funkstille fühlen sich im Gaming-Internet schnell wie ein Abschied an. Gerade wenn es um Haunted Chocolatier geht, das für viele Fans längst mehr Projektionsfläche als konkretes Spiel ist. Jetzt hat sich Entwickler Eric Barone endlich wieder gemeldet – und ziemlich unmissverständlich klargemacht, dass Haunted Chocolatier nicht nur existiert, sondern aktiv weiterentwickelt wird.

Inhaltsverzeichnis
  1. Fortschritt statt Funkstille
  2. Kein Ersatz für Stardew Valley, kein Opfer davon
  3. Geduld als Teil des Deals

Seit der Ankündigung im Herbst 2021 schwebt Haunted Chocolatier irgendwo zwischen Hoffnung, Geduld und leiser Nervosität. Als spiritueller Nachfolger von Stardew Valley weckt das Spiel ähnliche Erwartungen: Pixeloptik, ruhiger Spielfluss, Dorfleben, Beziehungen, aber diesmal mit Geistern, Kämpfen und einer Schokoladenmanufaktur als Mittelpunkt. Dass Barone sich zuletzt kaum öffentlich dazu geäußert hat, hat das Gerüchtekarussell ordentlich beschleunigt.

Fortschritt statt Funkstille

In einem neuen Blogpost richtet sich Barone direkt an die Community und erklärt, dass er in den letzten Monaten deutlich mehr Fortschritte gemacht habe, als es von außen wirke. Die fehlenden Updates seien kein Zeichen von Stillstand, sondern eher Ausdruck seiner Arbeitsweise. Er entwickelt lieber, als ständig darüber zu reden.

Dabei räumt er gleich mit mehreren hartnäckigen Annahmen auf. Eine davon: Haunted Chocolatier komme erst im nächsten Jahrzehnt. Diese Zahl geistert schon länger durch Reddit-Threads und Kommentarspalten, basierend auf einem älteren Interview. Barone stellt klar, dass seine Aussage damals aus dem Kontext gerissen wurde. Er habe lediglich gesagt, dass er hoffe, das Spiel innerhalb von fünf Jahren fertigzustellen – nicht, dass es garantiert so lange dauert. Ein festes Datum will er bewusst nicht nennen. Das Spiel erscheint, wenn es fertig ist. Punkt.

Kein Ersatz für Stardew Valley, kein Opfer davon

Noch absurder findet Barone ein anderes Gerücht: Haunted Chocolatier sei gestrichen worden und werde stattdessen in zukünftige Stardew-Valley-Updates integriert. Das ergebe weder kreativ noch technisch Sinn, erklärt er. Beide Spiele seien eigenständige Projekte, liefen auf unterschiedlichen Engines und hätten völlig unterschiedliche Strukturen. Haunted Chocolatier ist kein DLC, kein Experiment, kein Nebenschauplatz.

Dass Stardew Valley weiterhin Updates bekommt, sei ebenfalls kein Zeichen von Ermüdung oder Ablenkung. Barone betont, dass er inzwischen mit einem Team arbeitet, das ihn bei der Pflege des Spiels unterstützt – ein Modell, das schon seit Jahren funktioniert. Neue Ideen für Stardew Valley bedeuten nicht automatisch weniger Fokus auf Haunted Chocolatier.

Geduld als Teil des Deals

Der letzte größere öffentliche Einblick vor diesem Blogpost drehte sich noch um das Stardew-Valley-Update 1.7 im Herbst. Schon damals hatte Barone eingeräumt, dass parallele Arbeit an beiden Spielen Zeit kostet – aber weniger, als viele vermuten. Der Kern von Haunted Chocolatier entsteht weiterhin mit derselben Sorgfalt, die Stardew Valley zu dem gemacht hat, was es heute ist.

Am Ende bleibt vor allem eine klare Botschaft: Haunted Chocolatier ist real, es wächst, und es braucht Zeit. Keine Ausrede, kein PR-Manöver, sondern genau das, was Fans von ConcernedApe eigentlich kennen. Wer dieses Spiel will, bekommt es nicht schnell, sondern richtig.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️