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Marathon Plagiatsfall: Fern Hook sagt, die Sache ist geklärt

Es war einer dieser Fälle, bei denen die Community sofort wusste: Das wird Wellen schlagen. Im Frühjahr hatte die Künstlerin Fern Hook, online als ANTIREAL bekannt, öffentlich gemacht, dass Poster-Designs aus ihrem Portfolio von 2017 fast eins zu eins in einer frühen Marathon-Testversion von Bungie auftauchten. Jetzt meldet sie sich erneut – und diesmal klingt es nach einem Schlussstrich.

Inhaltsverzeichnis
  1. Eine knappe, aber klare Meldung: “Zur Zufriedenheit gelöst”
  2. Rückblick: Die Vorwürfe, die Reaktionen – und ein Studio, das bremsen musste
  3. Ein Muster, das Bungie inzwischen kennt
  4. Und währenddessen: Marathon bleibt in der Warteschleife

Eine knappe, aber klare Meldung: “Zur Zufriedenheit gelöst”

Auf Social Media schrieb Hook, dass das Problem „mit Bungie und Sony Interactive Entertainment zu meiner Zufriedenheit gelöst“ worden sei. Keine Details, keine Summen, keine formellen Statements – aber der Tonfall verrät, dass das Kapitel für sie abgeschlossen ist. Für eine Künstlerin, die in Interviews immer wieder betonte, wie oft sie Ähnliches erlebt habe, ist das kommentarlos ein kleines Statement für sich.

Rückblick: Die Vorwürfe, die Reaktionen – und ein Studio, das bremsen musste

Im Mai hatte Hook mehrere Screenshots aus der Marathon-Alpha mit ihren eigenen Designs verglichen. Die Parallelen waren so offensichtlich, dass der Vorwurf „inspiriert“ nie wirklich im Raum stand. Bungie reagierte ungewöhnlich schnell, sprach von einem „ehemaligen Bungie-Artist“ als Quelle des Materials und kündigte interne Überprüfungen an. In einem Livestream verzichtete das Studio sogar bewusst darauf, neues Marathon-Material zu zeigen – ein stilles Eingeständnis, wie ernst der Vorfall genommen werden musste.

Art Director Joe Cross formulierte es damals ungewohnt deutlich: Für diesen Fehler gebe es „keine Entschuldigung“, und man arbeite daran, solche Vorgänge künftig auszuschließen.

Ein Muster, das Bungie inzwischen kennt

Für Bungie war das nicht der erste Vorfall dieser Art. Fan-Art in Trailern, Designs auf Merch-Produkten, selbst ein NERF-Modell – immer wieder tauchten Fälle auf, in denen externe Artists ihre Motive ohne Genehmigung im Bungie-Kosmos fanden. Offiziell wurden diese Fälle jeweils privat gelöst, aber das Muster ist längst sichtbar. Vielleicht ist genau deshalb die schnelle Reaktion im Fall Hook weniger überraschend als notwendig.

Und währenddessen: Marathon bleibt in der Warteschleife

Der Vorfall fiel in eine ohnehin schwierige Phase für Marathon. Das Extraction-Shooter-Projekt wurde bereits nach hinten verschoben und soll laut Sony erst irgendwann im Geschäftsjahr 2026 erscheinen. Offizielle Gründe nennt niemand – aber dass Bungie sich mitten in einem internen Umbruch befindet, spürt die Branche schon länger.

Für Fern Hook ist die Sache jedenfalls abgehakt. Für Bungie bleibt sie ein weiteres Kapitel in einem laufenden Lernprozess, wie man Fan-Kultur, Studioarbeit und künstlerische Integrität miteinander vereinbart – ohne jedes Mal zu spät zu merken, woher die Inspiration wirklich kam.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️