Mario Tennis Fever
NintendoAmerica via YouTube

Mario Tennis Fever fühlt sich wie ein echtes Comeback an

Nintendo hat endlich alle wichtigen Details zum ersten großen Switch-2-Release des Jahres offengelegt – und Mario Tennis Fever macht dabei einen erstaunlich selbstbewussten Eindruck. Nach Jahren des „eigentlich ganz nett, aber …“ sieht es diesmal so aus, als hätte Nintendo wirklich verstanden, warum viele Fans mit dem letzten Teil gefremdelt haben.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Kader, der sich endlich vollständig anfühlt
  2. Fever Rackets und ein System, das wirklich Spaß macht
  3. Singleplayer, der diesen Namen verdient
  4. Ein besserer Startschuss für Switch 2

Denn ja: Mario Tennis Aces hatte seine Momente. Das Grundgefühl auf dem Court war stark, vielleicht sogar das beste der Reihe. Aber drumherum fehlte einfach zu viel. Kaum Inhalte, ein absurd kurzer Singleplayer, fast keine Anpassungsmöglichkeiten. Selbst nach mehreren Updates blieb dieses Gefühl, dass da mehr hätte sein müssen.

Genau hier setzt Fever an – und zwar ziemlich konsequent.

Ein Kader, der sich endlich vollständig anfühlt

38 spielbare Charaktere zum Start sprechen eine klare Sprache. Statt einer halbfertigen Auswahl geht Nintendo diesmal in die Breite und holt auch Figuren auf den Platz, die sonst eher im Hintergrund stehen. Nabbit ist dabei, Goomba darf ran, sogar Chomp Chain bekommt seinen Moment. Das Ganze erinnert stark an den Ansatz von Mario Kart World: weniger „Best of“, mehr echtes Pilzkönigreich.

Kleine Enttäuschung am Rande – die inzwischen ikonische Cow hat es nicht ins Line-up geschafft. Man kann nicht alles haben.

Fever Rackets und ein System, das wirklich Spaß macht

Die größte spielerische Neuerung sind die Fever Rackets. Vor jedem Match wählt man eines von 30 Modellen, jedes mit eigener Fähigkeit. Füllt sich die Fever-Leiste, lassen sich spielentscheidende Effekte auslösen – Gegner schrumpfen, Eisflächen tauchen auf, das Match kippt.

Das Ganze fühlt sich weniger chaotisch an, als es klingt. Im Gegenteil: Die Mechanik erinnert angenehm an die Gamebreaker-Momente aus EA Sports Street, kombiniert mit der Freiheit, die Super Mario Wonder durch sein Badge-System geschaffen hat. Wer trotzdem lieber „klassisch schwitzen“ will, kann Fever Rackets komplett deaktivieren. Ein wichtiges Detail – und ein überraschend erwachsenes Design-Statement.

Singleplayer, der diesen Namen verdient

Der wohl größte Fortschritt liegt abseits des Online-Courts. Mario Tennis Fever bringt deutlich mehr Solo-Inhalte mit. Turniere, Trainings-Minispiele, ein Trial Tower – und endlich wieder einen richtigen Adventure Mode.

Die Story ist herrlich absurd: Mario, Luigi, Peach, Wario und Waluigi werden in Babys verwandelt und müssen ihre Tennisfähigkeiten neu erlernen. Statt linearer Abfolge deutet alles auf eine frei erkundbare Map hin, mit NPCs, Nebenaufgaben und echtem Spielfluss. Allein das ist ein Quantensprung gegenüber dem Mini-Modus aus Aces.

Ein besserer Startschuss für Switch 2

Mario Tennis Fever wirkt wie ein Spiel, das seine eigene Vergangenheit kennt – und bewusst korrigiert. Mehr Inhalt, mehr Persönlichkeit, mehr Gründe, wirklich Zeit damit zu verbringen. Nicht als Lückenfüller, sondern als vollwertiger Release.

Für die Nintendo Switch 2 ist das ein starker Auftakt. Kein Experiment, kein Kompromiss, sondern ein klarer Anspruch: So fühlt sich ein Mario-Sportspiel an, wenn man es ernst meint.

Mario Tennis Fever erscheint am 12. Februar 2026 für Switch 2.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️