Nintendo hat endlich alle wichtigen Details zum ersten großen Switch-2-Release des Jahres offengelegt – und Mario Tennis Fever macht dabei einen erstaunlich selbstbewussten Eindruck. Nach Jahren des „eigentlich ganz nett, aber …“ sieht es diesmal so aus, als hätte Nintendo wirklich verstanden, warum viele Fans mit dem letzten Teil gefremdelt haben.
- Ein Kader, der sich endlich vollständig anfühlt
- Fever Rackets und ein System, das wirklich Spaß macht
- Singleplayer, der diesen Namen verdient
- Ein besserer Startschuss für Switch 2
Denn ja: Mario Tennis Aces hatte seine Momente. Das Grundgefühl auf dem Court war stark, vielleicht sogar das beste der Reihe. Aber drumherum fehlte einfach zu viel. Kaum Inhalte, ein absurd kurzer Singleplayer, fast keine Anpassungsmöglichkeiten. Selbst nach mehreren Updates blieb dieses Gefühl, dass da mehr hätte sein müssen.
Genau hier setzt Fever an – und zwar ziemlich konsequent.
Ein Kader, der sich endlich vollständig anfühlt
38 spielbare Charaktere zum Start sprechen eine klare Sprache. Statt einer halbfertigen Auswahl geht Nintendo diesmal in die Breite und holt auch Figuren auf den Platz, die sonst eher im Hintergrund stehen. Nabbit ist dabei, Goomba darf ran, sogar Chomp Chain bekommt seinen Moment. Das Ganze erinnert stark an den Ansatz von Mario Kart World: weniger „Best of“, mehr echtes Pilzkönigreich.
Kleine Enttäuschung am Rande – die inzwischen ikonische Cow hat es nicht ins Line-up geschafft. Man kann nicht alles haben.
Fever Rackets und ein System, das wirklich Spaß macht
Die größte spielerische Neuerung sind die Fever Rackets. Vor jedem Match wählt man eines von 30 Modellen, jedes mit eigener Fähigkeit. Füllt sich die Fever-Leiste, lassen sich spielentscheidende Effekte auslösen – Gegner schrumpfen, Eisflächen tauchen auf, das Match kippt.
Das Ganze fühlt sich weniger chaotisch an, als es klingt. Im Gegenteil: Die Mechanik erinnert angenehm an die Gamebreaker-Momente aus EA Sports Street, kombiniert mit der Freiheit, die Super Mario Wonder durch sein Badge-System geschaffen hat. Wer trotzdem lieber „klassisch schwitzen“ will, kann Fever Rackets komplett deaktivieren. Ein wichtiges Detail – und ein überraschend erwachsenes Design-Statement.
Singleplayer, der diesen Namen verdient
Der wohl größte Fortschritt liegt abseits des Online-Courts. Mario Tennis Fever bringt deutlich mehr Solo-Inhalte mit. Turniere, Trainings-Minispiele, ein Trial Tower – und endlich wieder einen richtigen Adventure Mode.
Die Story ist herrlich absurd: Mario, Luigi, Peach, Wario und Waluigi werden in Babys verwandelt und müssen ihre Tennisfähigkeiten neu erlernen. Statt linearer Abfolge deutet alles auf eine frei erkundbare Map hin, mit NPCs, Nebenaufgaben und echtem Spielfluss. Allein das ist ein Quantensprung gegenüber dem Mini-Modus aus Aces.
Ein besserer Startschuss für Switch 2
Mario Tennis Fever wirkt wie ein Spiel, das seine eigene Vergangenheit kennt – und bewusst korrigiert. Mehr Inhalt, mehr Persönlichkeit, mehr Gründe, wirklich Zeit damit zu verbringen. Nicht als Lückenfüller, sondern als vollwertiger Release.
Für die Nintendo Switch 2 ist das ein starker Auftakt. Kein Experiment, kein Kompromiss, sondern ein klarer Anspruch: So fühlt sich ein Mario-Sportspiel an, wenn man es ernst meint.
Mario Tennis Fever erscheint am 12. Februar 2026 für Switch 2.
Veröffentlicht: 15. Januar 2026 12:36 Uhr