Mewgenics
via Emund McMillen via YouTube

Mewgenics zeigt herrlich seltsamen Trailer

Manchmal sieht man einen Trailer und weiß sofort: Ja, genau so muss sich dieses Spiel anfühlen. Der neue Features-Trailer zu Mewgenics ist genau so ein Moment. Pixelig gefilmt, bewusst altmodisch inszeniert und mit echten Menschen in Katzenkostümen, die irgendwo zwischen Performancekunst und Fiebertraum hängen bleiben. Es ist weird, es ist unangenehm charmant – und es passt perfekt.

Nach dieser absurd langen Entwicklungszeit fühlt sich der Gedanke fast surreal an, dass Mewgenics nur noch ein paar Wochen entfernt ist. Ein Spiel, das jahrelang eher wie ein Mythos behandelt wurde, steht plötzlich tatsächlich kurz vor dem Release.

Turn-based Isaac, aber mit sehr eigenen Ideen

Edmund McMillen beschreibt Mewgenics seit Jahren als sein persönlich bestes Spiel. Und je mehr man davon sieht, desto klarer wird auch, warum. Im Kern ist es rundenbasiert, stark systemgetrieben und erinnert in seiner DNA unübersehbar an The Binding of Isaac. Aber das greift eigentlich zu kurz.

Mewgenics kombiniert taktische Kämpfe mit einem fast schon grotesk detaillierten Zucht- und Vererbungssystem, das eher an Crusader Kings erinnert als an klassische Roguelikes. Katzen haben Traits, Gene, Macken und Nachkommen, die diese Eigenschaften weitertragen. Das Ganze ist gleichzeitig lustig, verstörend und mechanisch extrem tief. Genau diese Mischung macht McMillens Spiele seit jeher aus – nur fühlt sich hier alles noch ambitionierter an.

GOTY-Potenzial für Indie-Fans

Wenn man über Indie-Games spricht, die dieses Jahr realistisch im Game-of-the-Year-Gespräch landen könnten, fällt Mewgenics zwangsläufig früh. Neben Slay the Spire 2 hat es vermutlich die besten Karten. Wobei Letzteres aktuell noch im Early Access steckt, was eine echte Nominierung eher unwahrscheinlich macht. Slay the Spire brauchte damals über ein Jahr, um den Early-Access-Status hinter sich zu lassen, und ein schneller Full Release wäre eine Überraschung.

Mewgenics dagegen fühlt sich bereit an. Fertig gedacht. Riskant. Eigenwillig. Genau die Art Spiel, die polarisiert, aber sich gleichzeitig tief ins Gedächtnis brennt.

Ich habe mehrere hunderte Stunden in Isaac versenkt. Wenn Mewgenics auch nur annähernd dieses Level an Langzeit-Magnetismus erreicht, dann wird es ein sehr, sehr gutes Jahr für Fans von schrägen, kompromisslosen Indie-Games.


The Escapist wird von unseren Lesern unterstützt. Wenn jemand über Links auf unserer Website Geld einsetzt, dann erhalten wir möglicherweise eine kleine Affiliate-Provision. Erfahren Sie mehr in unseren Affiliate-Richtlinien.
Author
Image of Linda Güster
Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️