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MIO zerlegt das Metroidvania-Schema: Der Orbit wird zum Prüfstand

Der Januar bringt nicht nur neuen Schnee, sondern auch ein Indie-Spiel, das sich gegen gewohnte Regeln stemmt. MIO: Memories in Orbit ist ein handgezeichneter Metroidvania-Titel, der heute, am 20. Januar 2026, für PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC, Nintendo Switch und Switch 2 erscheint.

Inhaltsverzeichnis
  1. Vessel statt Weltkarte: Wenn Progression zur Raumfahrt wird
  2. Upgrade mit Beigeschmack: Fortschritt ist hier nicht harmlos
  3. Pixel, Neon, Einsamkeit: Wenn Atmosphäre das Spiel trägt
  4. Orbit erreicht – und jetzt noch einmal von vorn

Spieler erkunden eine riesige Raumstation namens The Vessel und treffen auf KI-Wesen namens Pearls. Der Titel will das ausgelutschte Genre auf den Kopf stellen – mit flüssigen Bewegungen, harten Kämpfen und einem betont melancholischen Look.

Mit handgezeichneten Animationen und einem melancholischen Soundtrack will das Spiel beweisen, dass Metroidvanias noch frischen Wind vertragen. Seine Veröffentlichung auf Switch 2, PS5, Xbox und PC zeigt, dass die Fans über alle Plattformen hinweg eingeladen sind, den „Pearls“ das Leben zu retten.

Auf einen Blick

  • Was & Wann: Release des Metroidvania MIO: Memories in Orbit am 20. Januar 2026 für PS5, Xbox Series X|S, PC, Switch 1/2.
  • Gameplay-Kern: Spieler erkunden die riesige Raumstation Vessel, sammeln Fähigkeiten und retten künstliche Pearls.
  • Release-Zeiten: Die Veröffentlichung erfolgt weltweit zeitgleich: 11 Uhr EST / 8 Uhr PT / 17 Uhr CET.
  • Handgemalter Stil: Das Spiel nutzt handgezeichnete Animationen und einen nostalgischen Synth-Score.

Vessel statt Weltkarte: Wenn Progression zur Raumfahrt wird

Auf den ersten Blick erinnert die Kulisse an Sci-Fi-Klassiker: The Vessel ist eine vom Chaos befallene Arche, die um einen unklaren Planeten driftet. Entwickler Microbird macht daraus jedoch ein Labyrinth voller Geheimnisse. Über 20 Zonen sind miteinander verschachtelt; Türen öffnen sich nur mit neuen Fähigkeiten, die wir aus den Überresten alter Pearls extrahieren.

Jedes Gebiet ist überzogen mit rostigem Metall, fremdartigen Pflanzen und Gegnern, die zwischen knuddelig und gefährlich schwanken. Dieser Mix erzeugt einen eindringlichen Kontrast aus Schönheit und Verfall.

Die Pearls dienen zugleich als NPCs und Upgrade-Stationen. Sie bitten uns um Hilfe, erzählen kleine Geschichten und belohnen uns mit Fähigkeiten wie Doppelsprung, Sprint oder Hacker-Tools. Damit schaltet man zuvor unerreichbare Bereiche frei – typisch Metroidvania, aber mit charmantem AI-Twist.

Laut Entwickler dauert der erste Spieldurchgang etwa 12 Stunden; die Demo bietet einen zweistündigen Einblick.

Upgrade mit Beigeschmack: Fortschritt ist hier nicht harmlos

Wie kämpft man gegen fehlerhafte Maschinen? „MIO“ setzt auf eine Mischung aus Nahkampfangriffen, Projektilen und Parkour-Einlagen. Die Protagonistin Mio bewegt sich mit Schwung: Sie kann rennen, von Wänden abspringen, Gegner durch Stiche schwächen und per Blaster aus der Ferne ausschalten.

Bosskämpfe erfordern ein präzises Lesen der Angriffe und erinnern an die 16-Bit-Ära, sind aber mit modernen Animationen garniert. Durch das Sammeln von Datenkernen upgradet man Mio permanent. So wandeln sich Standard-Moves in stylische Manöver wie den Energie-Grapple, der die Heldin blitzschnell zu einem Ziel katapultiert.

Es bleibt abzuwarten, ob die Balance zwischen Exploration und Kampf gelingt; die Demo verspricht jedoch einen spaßigen Loop. Die Entwickler betonen, dass die Gegner nach ihrem Tod Ressourcen hinterlassen, die man im Hub ausgeben kann, um das Raumschiff schrittweise zu reparieren.

Pixel, Neon, Einsamkeit: Wenn Atmosphäre das Spiel trägt

Abseits der Mechaniken besticht MIO durch seine Ästhetik. Die Hintergrundbilder sind liebevoll gezeichnet: Metallwände glänzen im Neonlicht, Pflanzenwurzeln wuchern durch Gänge und holografische Anzeigen flackern.

Der Soundtrack mischt Synth-Melodien mit analogen Samples und verstärkt das Gefühl, auf einem verlassenen Raumschiff zu sein. Der Kontrast zwischen der niedlichen Hauptfigur und der bedrückenden Umgebung führt dazu, dass man das Spiel als „süß und gleichzeitig unheimlich“ wahrnimmt.

Microbird verspricht, dass das Spiel auf der Switch 2 dank OLED-Bildschirm besonders strahlen wird. Vorbestellungen sind seit Ende Dezember möglich; die Deluxe-Edition enthält digitale Artworks und einen Kommentar der Entwickler.

Orbit erreicht – und jetzt noch einmal von vorn

MIO: Memories in Orbit könnte zum Überraschungshit des jungen Jahres werden. Es vereint Nostalgie, flüssige Bewegungen und eine bildhübsche, traurige Welt.

Sollten die Entwickler ihre Versprechen einlösen, bleibt nur noch die Frage, ob Spieler nach dem Abspann sofort ein zweites Mal durch die Vessel wandern, oder ob sie vom ständigen Retten künstlicher Kumpanen einen leichten Kurzschluss bekommen.


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Author
Image of Ben Touati
Ben Touati
Gaming Nerd
Ben Touati schreibt über Games, Filme und die große, weite Welt der Popkultur – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob Aktuelles aus der Gaming-Welt, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von geekigen Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.