Naughty Dog
via playstation.com

Naughty Dog greift für Demo zu Überstunden

Bei Naughty Dog wird wieder länger gearbeitet. Laut einem Bericht von Bloomberg hat das Studio in den vergangenen Wochen verpflichtende Überstunden angeordnet, um eine interne Demo des kommenden Spiels Intergalactic: The Heretic Prophet fertigzustellen. Betroffene Mitarbeitende sprechen von einer klar vorgegebenen Mehrarbeit und strengeren Büroauflagen.

Inhaltsverzeichnis
  1. Acht Zusatzstunden pro Woche, fünf Tage im Büro
  2. Ein befristeter Schritt mit offenem Beigeschmack
  3. Alte Vorwürfe holen das Studio ein
  4. Ein strukturelles Problem, kein Einzelfall

Die Maßnahme kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Studio eigentlich versucht hatte, sich von früheren Crunch-Debatten zu lösen.

Acht Zusatzstunden pro Woche, fünf Tage im Büro

Nach Angaben von Personen aus dem Umfeld des Studios mussten Entwickler:innen über mehrere Wochen hinweg mindestens acht zusätzliche Arbeitsstunden pro Woche leisten. Die Gesamtarbeitszeit durfte dabei zwar offiziell nicht über 60 Stunden steigen, wurde aber intern genau erfasst. Parallel dazu wurde die Präsenzpflicht auf fünf Tage pro Woche erhöht, statt der zuvor geltenden drei.

Auslöser war offenbar eine anstehende interne Präsentation. Die Demo von Intergalactic: The Heretic Prophet sollte dem Mutterkonzern Sony Interactive Entertainment vorgelegt werden, nachdem zuvor mehrere interne Deadlines verpasst worden waren.

Ein befristeter Schritt mit offenem Beigeschmack

Laut dem Bericht endete die verpflichtende Überstundenphase Mitte Dezember. Seitdem gilt wieder die frühere Regelung mit drei Bürotagen pro Woche, zumindest vorerst. Dennoch bleibt ein ungutes Gefühl. Intergalactic: The Heretic Prophet soll erst deutlich später erscheinen, was die Sorge nährt, dass dies nicht die letzte intensive Phase gewesen sein könnte.

Für viele wirkt der Schritt wie ein Rückfall in alte Muster, auch wenn er zeitlich begrenzt war.

Alte Vorwürfe holen das Studio ein

Naughty Dog steht seit Jahren im Spannungsfeld zwischen Prestigeprojekten und Arbeitsbedingungen. Bereits während der Entwicklung von The Last of Us Part II gab es massive Kritik an langen Arbeitszeiten, Wochenendarbeit und anhaltendem Druck.

Dass nun erneut von verpflichtendem Crunch die Rede ist, sorgt entsprechend für Aufmerksamkeit. Selbst wenn das Studio betont, dass es sich um eine Ausnahme gehandelt habe, ist die Vergangenheit nicht vergessen.

Ein strukturelles Problem, kein Einzelfall

Der Bericht reiht sich ein in eine breitere Diskussion über Arbeitskultur in großen Studios. Hochbudgetierte Produktionen, interne Reviews, Publisher-Erwartungen. All das trifft am Ende die Teams, die liefern müssen, oft unter engen Zeitvorgaben.

Ob Naughty Dog langfristig aus früheren Erfahrungen gelernt hat, lässt sich an einer einzelnen Phase kaum festmachen. Klar ist nur: Sobald Termine wackeln, rücken alte Reflexe schnell wieder in den Vordergrund.

Intergalactic: The Heretic Prophet ist noch weit vom Release entfernt. Wie viele solcher Phasen bis dahin noch folgen, bleibt offen.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️