Die Preisspirale dreht sich weiter. Nach PlayStation und Xbox rückt nun auch Nintendos nächste Konsole ins Visier der Analysten. Noch hat Nintendo keinen Aufschlag angekündigt. In den Marktprognosen taucht die Switch 2 aber bereits als nächster Kandidat auf.
- Prognose statt Ankündigung
- Bundles statt Basispreis
- Frisches vom Feed
- Nintendos öffentliche Zurückhaltung
- Offene Fragen für den Markt
Prognose statt Ankündigung
Auslöser ist eine aktuelle Einschätzung von Niko Partners. Das Marktforschungsunternehmen rechnet in seinen Vorhersagen für 2026 mit einer globalen Preiserhöhung der Switch 2 noch in diesem Jahr. Grundlage sind laut Niko Partners mehrere externe Faktoren, die Nintendo bereits heute betreffen.
Zölle auf Produktionsstandorte in China, Japan und Vietnam gehören dazu. Nintendo habe den Einstiegspreis von 449 Dollar bislang gehalten, obwohl diese Zusatzkosten bereits angefallen seien. Laut Niko Partners sei dieser Spielraum begrenzt.
Hinzu kommen steigende Preise für Arbeitsspeicher und Massenspeicher. Die Analysten verweisen auf die wachsende Nachfrage durch KI Rechenzentren, die den Markt für RAM und Storage spürbar verteuert hat. Diese Entwicklung treffe nicht nur Nintendo, sondern die gesamte Hardwarebranche.
Bundles statt Basispreis
Interessant ist weniger die Frage, ob der Preis steigt, sondern wie Nintendo reagieren könnte. Niko Partners hält es für möglich, dass Nintendo das 449 Dollar Modell komplett aus dem Sortiment nimmt. Stattdessen könnten nur noch Bundles zu einem Preis von 499 Dollar oder mehr angeboten werden.
Diese Strategie würde es Nintendo erlauben, den nominellen Einstiegspreis anzuheben, ohne eine klassische Preiserhöhung kommunizieren zu müssen. Für Käufer:innen bliebe am Ende dennoch ein höherer Kaufpreis.
Vergleiche mit Sony und Microsoft liegen nahe. Beide Unternehmen haben ihre Konsolenpreise in mehreren Regionen angehoben und dies ebenfalls mit externen Kosten begründet. Nintendo wäre damit kein Sonderfall, sondern Teil eines Branchentrends.
Frisches vom Feed
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Nintendos öffentliche Zurückhaltung
Offiziell bleibt Nintendo vage. Konzernchef Shuntaro Furukawa wurde zuletzt auf mögliche Preiserhöhungen angesprochen. Eine konkrete Antwort blieb aus. Er verwies lediglich darauf, dass man sich nicht zu hypothetischen Szenarien äußere.
Gleichzeitig bestätigte Furukawa, dass die gestiegenen Speicherpreise bekannt seien. Aktuell hätten sie keinen unmittelbaren Einfluss auf die Finanzlage des Unternehmens. Nintendo werde die Situation jedoch weiter beobachten.
Diese Formulierung lässt Spielraum. Sie schließt eine spätere Anpassung nicht aus, bestätigt sie aber auch nicht. Genau in dieser Grauzone bewegen sich derzeit die Prognosen von Niko Partners.
Offene Fragen für den Markt
Unklar bleibt, wie preissensibel die Zielgruppe der Nintendo Switch 2 reagieren könnte. Nintendo hat in der Vergangenheit stark von einem vergleichsweise niedrigen Einstiegspreis profitiert. Ein Wechsel zu höheren Bundle Preisen könnte diese Dynamik stören.
Ebenso offen ist, ob eine mögliche Preisanpassung global einheitlich ausfällt oder regional unterschiedlich umgesetzt wird. Dazu äußert sich die Prognose nicht.
Fest steht nur: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich verschoben. Wenn Nintendo den aktuellen Preis hält, wäre das zunehmend eine Ausnahme. Ob das Unternehmen diesen Weg weitergeht, dürfte sich noch in diesem Jahr entscheiden.



Veröffentlicht: 21. Januar 2026 12:11 Uhr