Paradox
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Paradox setzt Cities: Skylines II mit neuem Studio fort

Es ist ein Abschied, der sich schon länger angekündigt hat, aber jetzt offiziell ist: Colossal Order und Paradox Interactive trennen sich – einvernehmlich, wie beide betonen. Die Städtebau-Reihe bleibt bei Paradox, und Cities: Skylines II wandert ab 2026 zu Iceflake Studios, den Entwickler:innen hinter Surviving the Aftermath.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Ende mit Ansage nach einem schwierigen Release
  2. Paradox übergibt – und sucht Stabilität für die Zukunft
  3. Paradox kennt solche Wechsel – und weiß, wie kompliziert sie sind

Ein Ende mit Ansage nach einem schwierigen Release

Wer Cities: Skylines II zum Launch erlebt hat, weiß, wie unruhig das vergangene Jahr für das Franchise war. Stotternde Performance, fehlende Features, verschobene Konsolenfassungen, dazu ein erster DLC, der so schlecht aufgenommen wurde, dass Paradox sich entschuldigte und Rückerstattungen anbot. Der Versuch, die Reihe weiter hochzuhalten, fühlte sich zunehmend an wie ein Kampf gegen den eigenen Ruf.

„Mehr als eine Million verkaufte Kopien“ standen Ende des Jahres trotzdem im Bericht – aber die Stimmung kippte. Auf Steam blieb Cities: Skylines II lange im Negativbereich hängen, bevor es sich immerhin auf ein „Mixed“ arbeitete. Heute sind 53 Prozent der Rezensionen positiv, was für ein Städtebau-Aushängeschild deutlich zu wenig ist.

Paradox übergibt – und sucht Stabilität für die Zukunft

Dass Paradox jetzt Iceflake Studios übernimmt, wirkt wie ein Reset-Knopf. Ein Studio, das sich mit Aufbau- und Managementspielen auskennt, soll die Serie stabilisieren und wieder dorthin führen, wo sie einmal war. Das wirkt wie eine nüchterne, aber pragmatische Entscheidung: Weniger Experiment, mehr Reparaturarbeit.

Und Colossal Order? CEO Mariina Hallikainen verabschiedet sich mit Dank an Community und Paradox, spricht von „neuen Projekten“ und „langfristiger Vision“. Zwischen den Zeilen klingt Erleichterung mit – und vielleicht auch der Wunsch, wieder mit einem weißen Blatt Papier anzufangen.

Paradox kennt solche Wechsel – und weiß, wie kompliziert sie sind

Interessant ist, dass dies nicht der erste Studio-Wechsel unter Paradox ist. Prison Architect 2 hat 2024 eine ähnliche Reise durchgemacht: Erst Introversion, dann Double Eleven, dann Kokku – und heute wartet der Titel immer noch auf ein Release-Datum. Ein fließender Übergang ist also nicht garantiert.

Cities: Skylines ist allerdings ein viel größeres Asset, und Paradox dürfte alles daran setzen, das Vertrauen der Community zurückzugewinnen. Iceflake übernimmt ab 2026 – und die Frage wird sein, ob sie das Spiel stabil weiterentwickeln oder eine Art sanften Reboot vorbereiten.

Für Fans heißt das vor allem: Das Fundament bleibt, aber der Architekt wechselt.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️