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PIF soll nach EA „kaum Geld“ für neue Investments haben

Ein neuer Bericht der New York Times wirft Licht auf die Lage des Public Investment Fund von Saudi-Arabien. Während die Branche noch immer über die gigantische 55-Milliarden-Offerte für Electronic Arts spricht, deuten Quellen des Berichts an, dass genau dieses Investment eine Grenze markiert. Der Fonds soll aktuell kaum noch Spielraum für weitere Projekte haben.

Inhaltsverzeichnis
  1. Zwischen Mega-Projekten und leeren Kassen
  2. Was bedeutet das für den 55-Milliarden-Deal mit EA?
  3. Saudi-Arabiens wachsende Rolle im Gaming – und ihre Grenzen

Zwischen Mega-Projekten und leeren Kassen

Laut Bericht sollen Vertreter des PIF zuletzt Investoren gegenüber betont haben, dass für absehbare Zeit keine neuen Großinvestitionen möglich sind. Hintergrund sei eine Reihe von Prestigeprojekten, die sich als deutlich teurer und komplizierter herausgestellt haben als geplant. Dazu gehört Neom – die futuristische Megacity, die längst den Ruf eines Fass-ohne-Boden-Projekts trägt – genauso wie ein eigenes Kreuzfahrtunternehmen, eine Kaffeehauskette und Investments im E-Mobilitätssektor, die offenbar weit hinter ihren Erwartungen zurückliegen.

Diese Mischung sorge dafür, dass der PIF inzwischen stärker auf klassische, weniger riskante Anlagen wie Aktien und Anleihen ausweichen muss. Ein krasser Kontrast zu den vergangenen Jahren, in denen Gaming, Entertainment und Mega-Infrastruktur fast wahllos durchfinanziert wurden.

Was bedeutet das für den 55-Milliarden-Deal mit EA?

Trotz der angespannten Lage hält der Fonds laut Bericht daran fest, EA langfristig im Wert verdoppeln zu können. Wie genau das gelingen soll, bleibt offen – der Gaming-Sektor ist volatil, die Branche durchläuft nach wie vor eine harte Konsolidierungsphase, und die Investitionslandschaft im Mittleren Osten verändert sich schneller als vielen lieb ist.

Für EA selbst ist der Deal dennoch ein Meilenstein. CEO Andrew Wilson sprach intern von Vertrauen in das Team und die Vision des Publishers. Gleichzeitig äußerten sich Gewerkschaften wie die UVW-CWA kritisch: Denn Teil der Übernahme ist auch, dass EA fast 20 Milliarden US-Dollar an Schulden übernimmt – und solche Lasten schlagen in der Regel früher oder später bei den Beschäftigten durch.

Saudi-Arabiens wachsende Rolle im Gaming – und ihre Grenzen

Bevor der EA-Deal publik wurde, hatte Saudi-Arabien seinen Fuß schon fest in der Gaming-Tür: Die Gründung von Savvy Games Group, der Kauf des Monopoly Go-Studios Scopely, die Übernahme des Entwicklungszweigs von Niantic – und damit auch ein großer Anteil an Pokémon Go – all das zeigte, wie aggressiv der Fonds global in Games investierte. Umso deutlicher wirkt die Wendung, die der NYT-Bericht jetzt beschreibt.

Ob der PIF in Zukunft überhaupt weiter in Gaming investieren kann oder ob diese Phase vorerst beendet ist, hängt stark davon ab, ob die bisherigen Großprojekte irgendwann doch noch Früchte tragen. Momentan sieht vieles danach aus, als würde Saudi-Arabien sein Tempo drosseln müssen – ausgerechnet in dem Moment, in dem es versucht, einen der größten Publisher der Welt zu übernehmen.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️