Bad Robot
Sony Interactive

PlayStation holt sich Bad Robot

Manchmal liest sich eine Ankündigung wie der Auftakt zu etwas, das in ein paar Jahren rückblickend völlig logisch wirkt. Sony Interactive Entertainment arbeitet künftig mit Bad Robot Games zusammen, um einen neuen Vier-Spieler-Co-op-Shooter auf PS5 und PC zu veröffentlichen – und niemand Geringeres als Mike Booth übernimmt die kreative Führung. Der Mann, der einst Left 4 Dead erschaffen und damit das Genre definiert hat, baut bei Bad Robot seit 2020 an neuen Welten, und dieses Projekt dürfte das bisher spannendste werden.

Ein neues Universum statt Lizenzarbeit

Bad Robot CEO Anna Sweet macht schnell klar, dass hier keine Spin-off-Fantasien bedient werden. Keine Filmkopplung, kein Franchise, das man sicherheitshalber mitnimmt. Es geht um eine brandneue IP – und um die Chance, ein eigenes Universum aufzuziehen, das von Anfang an für kooperative Abenteuer gebaut ist. Sie spricht von unvergesslichen Momenten mit Freunden, und genau dafür ist Booth bekannt: Spiele, die man nachts um drei noch nicht ausmachen kann, weil jede Runde ein eigenes Chaos-Märchen schreibt.

Sony wiederum sieht in der Zusammenarbeit eine kreative Passung. In den Worten von Christian Svensson klingen nicht nur Marketingfloskeln, sondern echtes Vertrauen in Bad Robots crossmediales Selbstverständnis, das irgendwo zwischen Filmepik und verspieltem Game-Design liegt. Und genau das macht die Kombination so interessant: ein Studio, das aus Hollywoods Dramaturgie kommt, geleitet von einem Designer, der Co-op-Dynamik im Blut hat.

Was wir wissen – und was erst noch kommt

Konkrete Details gibt es noch nicht, aber Sonys Formulierung „zu einem späteren Zeitpunkt“ klingt nach einem Projekt, das bewusst Zeit bekommt, um richtig zu atmen. Bad Robot Games, gegründet als Games-Ableger von JJ Abrams’ Produktionsfirma, hatte immer den Anspruch, Welten zu erschaffen, die mehr können als bloß funktionieren. Cloverfield, Star Trek, Mission Impossible – dieses Haus weiß, wie man Spannung baut. Booth weiß, wie man sie spielbar macht.

Zusammen wirkt das wie der Auftakt zu etwas, das den Co-op-Shooter wieder lauter macht. Und vielleicht auch persönlicher.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️