Sony wollte den Januar-Katalog von PlayStation Plus Extra und Premium offenbar kontrolliert ankündigen. Daraus wurde nichts. Der französische Leaker Billbil-kun veröffentlichte die komplette Liste bereits am 13. Januar – erneut mit einer Präzision, die seinen Ruf als verlässliche Quelle untermauert. Für Abonnenten ist das eine gute Nachricht, für Sony ein weiterer Kontrollverlust.
- Horror und Yakuza – Sonys Januar-Mix
- Schweigen als Strategie, Jubel als Begleitmusik
- Wenn ein Leak mehr verrät als Sony lieb ist
- Überraschung war gestern
Inzwischen hat Sony die Liste offiziell bestätigt. Die am 20. Januar 2026 freigeschalteten Titel entsprechen dabei vollständig den vorab geleakten Angaben.
Bestätigt ist damit, dass unter anderem Resident Evil Village, Like a Dragon: Infinite Wealth, Expeditions: A MudRunner Game, A Quiet Place: The Road Ahead, The Exit 8 und Art of Rally in den Extra-Katalog aufgenommen wurden.
Ebenfalls offiziell bestätigt ist der Premium-Zusatz: Premium-Abonnenten erhalten Zugriff auf den PS1-Klassiker Ridge Racer. Die Auswahl wirkte schlüssig und hat sich als korrekt erwiesen.
Auf einen Blick
- Leaker-Quelle: Der in der PS-Community bekannte Insider Billbil-kun veröffentlichte die Liste am 13. Januar.
- Angekündigte Extra-Titel: Resident Evil Village, Like a Dragon: Infinite Wealth, Expeditions: A MudRunner Game, A Quiet Place: The Road Ahead, The Exit 8, Art of Rally.
- Premium-Bonus: Das PS1-Klassiker Ridge Racer ist Teil des bestätigten Premium-Katalogs.
- Offizielle Bestätigung: Sony hat den Januar-Katalog inzwischen offiziell freigegeben.
Horror und Yakuza – Sonys Januar-Mix
Die durchgesickerte Liste lässt PlayStation-Herzen höher schlagen. Resident Evil Village bringt seinen düsteren Horror aus osteuropäischen Dörfern und vampirischen Burgen in den Extra-Katalog. Der Titel war 2021 ein Hit und dürfte 2026 erneut für Schreckmomente sorgen.
Like a Dragon: Infinite Wealth, der jüngste Teil der Yakuza-Reihe, kombiniert rundenbasierten Straßenkampf mit hawaiianischem Lebensgefühl – für viele ein Kontrast, der erfrischend wirkt. Hinzu kommt das Offroad-Abenteuer Expeditions: A MudRunner Game, das Spielern physikalisch anspruchsvolle Schlammpisten liefert.
Mit A Quiet Place: The Road Ahead findet auch ein Survival-Spiel basierend auf dem gleichnamigen Horrorfilm den Weg in die Bibliothek. Der atmosphärische Titel setzt auf Geräuschvermeidung und lautlose Erkundung. The Exit 8 entführt Spieler in surreal anmutende Bahnhöfe mit Tunnelschleifen, die an Kult-Games wie P.T. erinnern.
Art of Rally bietet hingegen entspannte Low-Poly-Rennen und dürfte besonders für Nostalgiker interessant sein. Der Premium-Zugang zu Ridge Racer ist ein Statement an Liebhaber klassischer Arcade-Racer.
Schweigen als Strategie, Jubel als Begleitmusik
Sony reagiert auf Leaks traditionell mit Schweigen, um die Marketingkontrolle zu behalten. Mit der offiziellen Bestätigung am 20. Januar wurde dieser Zustand beendet – inhaltlich jedoch ohne Abweichung vom Leak. Billbil-kun hat in der Vergangenheit bereits mehrfach den PS-Plus-Katalog korrekt vorhergesagt; die Community wartet inzwischen eher auf seine Posts als auf offizielle Blogs.
Ein Grund: Offizielle Ankündigungen erscheinen oft erst ein bis zwei Tage vor Veröffentlichung, während Leaks einen zeitlichen Vorsprung liefern.
Für die Nutzer bedeuten die Enthüllungen vor allem Planungssicherheit. Wer im Januar neue Spiele kaufen möchte, überlegt zweimal, wenn eine Aufnahme in den PS-Plus-Katalog ansteht. Die nun erfolgte Bestätigung unterstreicht diesen Effekt. Die Diskrepanz zwischen Kundeninteresse und Unternehmenskommunikation wird im Januar einmal mehr sichtbar.
Wenn ein Leak mehr verrät als Sony lieb ist
Ein weiterer Aspekt: Die Enthüllungen zeigen, wie schwer es ist, interne Informationen unter Verschluss zu halten. Großverlage und Studios arbeiten mit hunderten Beteiligten weltweit; ein einzelnes verfrühtes Datenbank-Update kann ausreichen, um komplette Inhalte vorab preiszugeben.
Für Sony bedeutet das, Abläufe zu hinterfragen und die eigene Kommunikationsstrategie zu überprüfen. Gleichzeitig wächst der Druck, mit starken Angeboten zu überzeugen, denn präzise Leaks lassen wenig Raum für Korrekturen oder Überraschungen.
Für Billbil-kun ist der Januar-Leak ein weiterer Punkt auf seiner Erfolgsbilanz. Seine Trefferquote bei PS Plus und anderen Abo-Diensten hat ihm beinahe Kultstatus verschafft. Kritiker merken an, dass Überraschungsmomente verloren gehen.
Die Frage, ob Leaks der Branche schaden oder ihr nützen, bleibt offen. Fest steht nur: Heute hat sich jedoch erneut gezeigt, wer schneller war.
Überraschung war gestern
Der geleakte PS-Plus-Katalog liest sich wie ein sorgfältig kuratierter Wunschzettel und ist inzwischen Realität. Billbil-kun dürfte derweil gelassen bleiben. Seine Liste stand, bevor Sony sie bestätigte. Seine Tastatur war wieder schneller als Sonys Blog – und das ist inzwischen fast schon Tradition.
Veröffentlicht: 20. Januar 2026 16:53 Uhr