Possessor(s): Dämonischer Pakt trifft Metroidvania‑Flair

Mit Possessor(s) meldet sich Heart Machine, das Studio hinter Hyper Light Drifter, am 11. November 2025 zurück. Der Actiontitel erscheint für PlayStation 5 und PC und verbindet das Kampfgefühl eines Plattform‑Fighters mit Erkundungsfreiheit à la Metroidvania.

Inhaltsverzeichnis
  1. Zwei Seelen, ein Körper
  2. Style schlägt Chaos
  3. Dämonen im Kopf und auf dem Bildschirm
  4. Zwei Herzen schlagen schneller

Protagonistin Luca, eine Schülerin aus Sanzu City, schließt nach einer interdimensionalen Katastrophe einen Pakt mit dem Dämon Rhem. Gemeinsam müssen sie eine von Rissen und Monstern zerfressene Stadt durchqueren – und lernen dabei, dass man manchmal loslassen muss.

Zwei Seelen, ein Körper

Luca erwacht in einer Welt, die von einer geheimnisvollen Energie in Stücke gerissen wurde. Um zu überleben, lässt sie den Dämon Rhem in ihren Körper. Dieser Pakt verleiht ihr übernatürliche Fähigkeiten, stellt aber auch ihr Menschsein infrage.

Während Luca sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen Mutter und ihrer besten Freundin macht, muss sie lernen, mit Rhem zu kooperieren und zugleich ihre Autonomie zu wahren. Die Beziehung der beiden – mal partnerschaftlich, mal toxisch – steht im Zentrum der Geschichte.

Auf einen Blick

  • Release: 11. November 2025 auf PS5 und PC
  • Heldin: Luca, Schülerin aus Sanzu City, fusioniert mit Dämon Rhem
  • Genre: Mischung aus Metroidvania und Plattform‑Fighter
  • Kampf: Improvisierte Waffen (Küchenmesser, Gitarren, Computermaus), Luft‑Kombos und Dash‑Angriffe
  • Themen: Codependency, Verlust, Überleben in einer kaputten Welt

Style schlägt Chaos

Heart Machine kombiniert den flüssigen 2D‑Kampf eines Fighting‑Games mit der nonlinearen Erkundung eines Metroidvania. Spieler können Luca durch die ruinenhafte Metropole navigieren, Wände erklimmen und geheime Pfade entdecken. Rhem verleiht zusätzliche Fähigkeiten: Er kann sich zu einer Klinge formen, Projektile absorbieren oder temporäre Plattformen erschaffen.

Das Kampfsystem setzt auf Improvisation. Neben Schwertern und Pistolen lassen sich Alltagsgegenstände wie Gitarren, Bratpfannen oder sogar eine Computermaus als Waffen einsetzen. Gegner lassen sich mit Luft‑Juggles in der Schwebe halten, ehe ein Finisher das Kapitel beendet.

Das Leveldesign erinnert an Hollow Knight: Abschnitt für Abschnitt wird die Karte erweitert, neue Abkürzungen schalten Backtracking frei. Jeder Stadtteil besitzt seinen eigenen Stil – von neonbeleuchteten Einkaufsstraßen bis zu verlassenen Industrieanlagen.

NPCs geben Quests und liefern Story‑Fetzen. Besonders spannend: Manche Wege sind nur erreichbar, wenn Luca und Rhem im Streit sind; in anderen müssen sie zusammenarbeiten. Dieses emotionale Gameplay soll die Dualität der Figuren spürbar machen.

Dämonen im Kopf und auf dem Bildschirm

Narrativ greift Possessor(s) Themen wie Trauma, Schuldgefühle und Selbstfindung auf. Luca ist keine typische Heldin, sondern ein verletzliches Mädchen, das mit Verlust umgeht. Rhem ist mehr als ein Klischee‑Monster; er stellt Lucas Handlungen infrage und zwingt sie, über ihre Entscheidungen nachzudenken.

Entwickler Heart Machine verspricht mehrere Enden, die abhängig davon sind, wie sehr Luca sich auf Rhem einlässt oder ihn abweist.

Das audiovisuelle Design erinnert an Retro‑Animes und die Ästhetik von Sailor Moon, mischt aber glitchige Effekte und knallige Neonfarben hinzu. Der Soundtrack pendelt zwischen Synth‑Wave und melancholischen Piano‑Melodien – komponiert von Disasterpeace, der schon Hyper Light Drifter vertonte. Diese Mischung soll den Spagat zwischen Action und introspektiver Story unterstreichen.

Zwei Herzen schlagen schneller

Possessor(s) sticht aus der Masse der Metroidvanias heraus, weil es das Verhältnis zwischen Spielfigur und ihr innewohnendem Dämon spielmechanisch verhandelt. Wer auf stylische Pixel‑Ästhetik, anspruchsvolle Kämpfe und psychologisch dichte Geschichten steht, findet hier einen der spannendsten Geheimtipps des Jahres.

Am 11. November heißt es: Waffe schnappen, Dämon umarmen und Sanzu City retten – oder an der eigenen Dualität zerbrechen.


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Ben Touati
Gaming Nerd
Ben Touati schreibt über Games, Filme und die große, weite Welt der Popkultur – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob Aktuelles aus der Gaming-Welt, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von geekigen Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.