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RuneScape wird 25 – und erfindet sich neu

25 Jahre RuneScape sind im Live-Service-Kosmos keine Selbstverständlichkeit. Noch weniger selbstverständlich ist es, dieses Jubiläum nicht mit Nostalgie allein zu feiern, sondern als klaren Neustart zu begreifen. Genau das hat Jagex nun getan. Im Rahmen der diesjährigen „RuneScape Ahead“-Präsentation hat das Studio einen umfangreichen Fahrplan vorgestellt, der weniger nach Anniversary-Feuerwerk klingt – und deutlich mehr nach struktureller Zäsur.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Schnitt mit Signalwirkung
  2. The Road to Restoration – RuneScape von innen heraus reparieren
  3. Ein neuer Blick auf den eigenen Charakter
  4. Havenhythe – die größte Erweiterung der Spielgeschichte
  5. Häuser, Leagues und ein echtes Wiedersehen

Im Zentrum steht ein Versprechen, das die Community schon lange hören wollte: weniger Flickwerk, mehr Fundament. RuneScape soll moderner, konsistenter und transparenter werden, ohne dabei seine Identität zu verlieren.

Ein Schnitt mit Signalwirkung

Dass dieser neue Kurs mehr als nur Worte sind, zeigt eine Entscheidung aus dem vergangenen Jahr, die bis heute nachhallt. Nach einer Community-Abstimmung mit rund 125.000 Stimmen wurde das Treasure-Hunter-Daily-System vollständig aus dem Spiel entfernt. Ein klarer Bruch mit einem Mechanismus, der lange als notwendiges Übel galt, aber nie wirklich geliebt wurde.

Für viele Spielerinnen und Spieler war das der Moment, in dem Jagex erstmals deutlich gemacht hat, wohin die Reise gehen soll. Weg von kurzfristigen Engagement-Tricks, hin zu einem Spiel, das sich wieder wie ein zusammenhängendes Ganzes anfühlt.

The Road to Restoration – RuneScape von innen heraus reparieren

Herzstück des neuen Jahres ist die sogenannte Road to Restoration. Dahinter verbirgt sich kein einzelnes Feature, sondern ein breit angelegter Modernisierungsschub für die Kernsysteme des Spiels. UI, visuelle Konsistenz, Kampfstile, Balance, APIs, Handelssysteme – all die Dinge, die man im Alltag nutzt, aber selten feiert, rücken endlich in den Fokus.

Gerade für ein Spiel wie RuneScape, das über Jahrzehnte gewachsen ist, fühlt sich dieser Ansatz überfällig an. Statt immer neue Inhalte auf ein wackliges Fundament zu stapeln, soll Gielinor wieder klarer, verständlicher und einheitlicher werden.

Ein neuer Blick auf den eigenen Charakter

Auch visuell bewegt sich etwas. Im Frühjahr erhält der Spieleravatar ein umfassendes Update – neue Modelle, Animationen, Frisuren und Kleidung inklusive. Es ist eines dieser Themen, das jahrelang als Wunschliste existierte und nun endlich Realität wird. Weitere Anpassungen sollen direkt auf Basis von Community-Feedback folgen, was gut zum übergeordneten Kurs passt.

Havenhythe – die größte Erweiterung der Spielgeschichte

Inhaltlich wird das Jubiläumsjahr mit der bislang größten Gebietserweiterung der RuneScape-Geschichte gekrönt. Havenhythe erscheint gestaffelt über das Jahr verteilt und bringt neue Quests, frühe Bosse und eine Anhebung des Hunter-Skillcaps auf 110. Die düster-vampirische Ausrichtung setzt dabei bewusst auf Atmosphäre und Erzählung statt reiner Zahleneskalation.

Häuser, Leagues und ein echtes Wiedersehen

Auch bekannte Systeme werden weitergedacht. Player Owned Houses sollen sich endlich wie ein Zuhause anfühlen, mit mehr Kontrolle, Individualität und einem Construction-Skill, der bis 120 erweitert wird. Im Herbst kehrt zudem der zeitlich begrenzte Modus Leagues zurück – schneller, extremer und stärker auf Community-Feedback zugeschnitten als zuvor.

Abgerundet wird das Jubiläumsjahr durch die Rückkehr von RuneFest. Anfang Oktober trifft sich die Community in Birmingham zur bislang größten physischen Feier der Spielgeschichte. Zwei Tage, zwei Bühnen, Entwickler-Sessions und das Gefühl, dass RuneScape nicht nur alt geworden ist – sondern wieder hungrig.

Nach 25 Jahren wirkt RuneScape damit erstaunlich wenig wie ein Spiel, das von seiner Vergangenheit lebt. Eher wie eines, das beschlossen hat, sich noch einmal ernsthaft neu zu erfinden.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️