Slay the Spire 2 ist seit dem 5. März im Early Access auf Steam verfügbar – und hat innerhalb weniger Stunden den Roguelike-Rekord für gleichzeitige Spieler pulverisiert. Über 179.000 Deckbuilder-Fans kletterten gleichzeitig durch den neuen Spire.
- 179.000 gleichzeitige Kletterer
- Godot statt Unity: Mega Crits leiser Mittelfinger
- Koop-Modus, neue Mechaniken und der lange Weg zu 1.0
- Ein echter Hit
Mega Crit liefert erstmals Vier-Spieler-Koop, fünf spielbare Charaktere und eine komplett neu geschriebene Engine auf Godot-Basis. Das Original definierte ein Genre. Der Nachfolger will es besitzen.
Auf einen Blick
- Plattform: PC (Steam, Early Access seit 5. März 2026)
- Concurrent-Player-Peak: über 179.000 (neuer Roguelike-Rekord auf Steam)
- Neuerungen: 4-Spieler-Koop, 5 Charaktere, neue Enchantment- und Quest-Mechaniken
- Engine: Godot (Wechsel von Unity nach der Gebühren-Kontroverse 2023)
- Geplanter 1.0-Release: voraussichtlich 2027/2028
179.000 gleichzeitige Kletterer
Es gibt Early-Access-Launches, die leise starten und langsam wachsen. Und es gibt Slay the Spire 2. Mega Crits Deckbuilder-Sequel schlug am 5. März mit einer Wucht auf Steam ein, die selbst optimistische Prognosen alt aussehen ließ. Über 179.000 gleichzeitige Spieler – ein neuer Rekord für das Roguelike-Genre.
Zum Vergleich: Das Original erreichte seinen Allzeit-Peak von rund 67.000 erst Jahre nach dem Early-Access-Start. Der Nachfolger brauchte dafür weniger als einen Tag.
Godot statt Unity: Mega Crits leiser Mittelfinger
Dass der Spire-Nachfolger auf Godot statt Unity läuft, ist mehr als eine technische Fußnote. Nach der desaströsen Gebührenänderung durch Unity im September 2023 war Mega Crit eines der ersten Studios, das öffentlich den Wechsel ankündigte.
Die Migration dauerte Monate, verschob den Release von 2025 auf 2026 – und erwies sich als lohnend. Die Open-Source-Engine läuft stabil, nativ auf Linux und ist ab Tag eins Steam-Deck-ready. Gleichzeitig eröffnet Godot eine deutlich breitere Modding-Basis, was für ein Spiel mit derart aktiver Community Gold wert ist.
Koop-Modus, neue Mechaniken und der lange Weg zu 1.0
Inhaltlich baut Slay the Spire 2 mutig auf der bekannten Formel auf, ohne sie zu kopieren. Drei bekannte Slayer – Ironclad, Defect und The Silent – kehren zurück, flankiert von zwei komplett neuen Charakteren mit eigenen Kartenpools.
Neu sind die Enchantment-Mechanik, die Karten-Upgrades mit leichten Nachteilen verknüpft, und das Quest-System, das Runs zusätzliche Zielebenen gibt. Der größte Umbruch ist der Koop-Modus: Bis zu vier Spieler können gemeinsam den Spire erklimmen, inklusive spezieller Team-Karten und synchroner Kämpfe.
Mega Crit plant, die Early-Access-Phase ein bis zwei Jahre laufen zu lassen – inklusive Community-Feedback, Balancing und neuen Inhalten. Mikrotransaktionen wird es nicht geben, wie das Studio auf den Steam-Diskussionsforen bestätigte.
Ein vollständiger 1.0-Release mit Konsolenversionen für PS5, Xbox und Switch 2 ist frühestens 2027 realistisch.
Ein echter Hit
Slay the Spire 2 hat an einem Tag mehr Spieler gleichzeitig angezogen als manche Vollpreis-Titel in ihrer gesamten Lebensdauer. Für ein Kartenspiel im Early Access ist das bemerkenswert. Für ein Kartenspiel auf einer Engine, die vor drei Jahren noch niemand im AAA-nahen Bereich ernst nahm, ist es fast schon poetisch.
Godot dürfte sich gerade ein kleines Enchantment verdient haben – ganz ohne Nachteil.
Veröffentlicht: 6. März 2026 09:02 Uhr