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Sony geht angeblich gegen Concord-Fanserver vor

Die Geschichte von Concord – einst als großer Live-Service-Shooter gestartet, wenige Wochen später schon wieder verschwunden – bekommt gerade ein neues Kapitel. Und diesmal kommt es aus der Community: Ein kleines Team hat den Shooter nach seinem abrupten Ende wieder ans Laufen bekommen. Für einen Moment sah es so aus, als könnte Concord zumindest im Kleinen weiterleben. Doch jetzt tauchen offenbar die ersten juristischen Schatten auf.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Spiel, das offiziell tot war – und plötzlich wieder lief
  2. Dann kam der Takedown – und die Stimmung kippte sofort
  3. Concord bleibt eines der bittersten Live-Service-Fiaskos von Sony

Ein Spiel, das offiziell tot war – und plötzlich wieder lief

Die Entwickler der inoffiziellen Concord-Delta-Community haben in den letzten Monaten genau das getan, was Fans von abgeschalteten Games seit Jahren immer wieder versuchen: reverse engineeren, Server emulieren, hartnäckig debuggen. Und irgendwann klickte es.

„Wir haben es geschafft, eine Concord-Runde zu spielen“, schrieb Entwickler Red im Discord – inklusive eines kurzen Videos, in dem der Shooter erstmals seit dem Shutdown vom eigenen Ersatzserver lief. Ein bisschen wackelig, ein bisschen buggy, aber spielbar. Genau das, was Fans nach dem Desaster rund um Concords extrem kurzen Lebenszyklus immer gehofft hatten.

Dann kam der Takedown – und die Stimmung kippte sofort

Noch bevor private Tests starten konnten, verschwanden die Videos schon wieder. Der Grund: DMCA-Takedowns auf YouTube. Zuständig war MarkScan, eine Firma, die für digitale Rechteverwaltung im Auftrag großer Publisher arbeitet – darunter auch Sony. Ob Sony die Takedowns direkt veranlasst hat, ist nicht bestätigt, aber das Timing und der Absender lassen wenig Interpretationsraum.

Im Discord reagierte das Fan-Team sofort und pausierte sämtliche neuen Einladungen: „Wegen beunruhigender rechtlicher Schritte werden wir Einladungen vorerst stoppen.“

Aktuell scheinen nur Videos betroffen zu sein, nicht die Server selbst. Aber die Unsicherheit sitzt tief.

Concord bleibt eines der bittersten Live-Service-Fiaskos von Sony

Dass Concord überhaupt so viel Aufmerksamkeit bekommt, liegt an seiner chaotischen Historie. Acht Jahre Entwicklung, Release am 23. August, Shutdown am 6. September – selbst für Live-Service-Verhältnisse war das ein Rekord an Kurzlebigkeit.

Sony sprach damals davon, dass vieles „resoniert“ habe, aber der Launch als Ganzes nicht „so gelandet ist, wie geplant“. Danach folgte die Schließung von Firewalk Studios, der völlige Stopp der Marke und ein Gefühl von „Was genau sollte das?“.

Und jetzt sind es ausgerechnet Fans, die Concord wieder ans Laufen bekommen – während rechtliche Schritte drohen, bevor dieses Revival überhaupt richtig starten konnte.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️