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Destiny via YouTube

Sony verbucht 204 Millionen US-Dollar Verlust

Sony hat in seinem aktuellen Quartalsbericht offengelegt, dass die Games-&-Network-Sparte zwar weiter wächst, der Gewinn aber deutlich unter Druck geraten ist. Der Hauptgrund: ein sogenannter „Impairment Loss“ – also eine Abschreibung – im Zusammenhang mit Destiny 2 und Entwickler Bungie.

Inhaltsverzeichnis
  1. Schwache Zahlen trotz starker Verkäufe
  2. Bungie bleibt ein Problemkind
  3. Ghost of Yotei glänzt, Hardware läuft stabil

Schwache Zahlen trotz starker Verkäufe

Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Juli bis September) sank Sonys operativer Gewinn im Bereich Games & Network Services um 13 Prozent auf rund 120 Milliarden Yen, also etwa 778 Millionen US-Dollar. Davon entfielen allein 31,5 Milliarden Yen (204 Millionen US-Dollar) auf Wertverluste bei Bungie, insbesondere auf „immaterielle Vermögenswerte“ rund um Destiny 2.

Zusätzlich korrigierte Sony rund 18 Milliarden Yen (116 Millionen US-Dollar) an zuvor aktivierten Entwicklungskosten – ein weiterer Faktor, der das Ergebnis drückte.

Ohne diese Sonderposten hätte Sony laut eigenen Angaben sogar ein Plus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt, vor allem dank gestiegener Software- und Netzwerkumsätze. „Software- und Netzwerkservices entwickeln sich stabil wachsend“, heißt es im Bericht, „und wir erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt.“

Bungie bleibt ein Problemkind

Bungie, 2022 für rund 3,6 Milliarden US-Dollar übernommen, steht seit Monaten unter Druck. Nach internen Umstrukturierungen und einer schwachen Destiny 2-Performance geriet das Studio wiederholt in die Schlagzeilen. Die jüngsten Zahlen zeigen nun, wie teuer die schwierige Integration tatsächlich geworden ist.

Sony nannte zwar keine Details, doch Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen den Buchwert von Bungie teils erheblich anpassen musste. Gleichzeitig betonte man, dass diese Verluste keine langfristige Trendwende im Gaming-Geschäft bedeuten.

Ghost of Yotei glänzt, Hardware läuft stabil

Parallel dazu meldete Sony starke Zahlen bei Neuveröffentlichungen: Ghost of Yotei verkaufte sich seit seinem Release am 2. Oktober 3,3 Millionen Mal und trug damit zu einem Umsatz von insgesamt 1,1 Billionen Yen (rund 7,1 Milliarden US-Dollar) im Gaming-Segment bei – ein Anstieg von 4 Prozent.

Für das Gesamtjahr hebt Sony seine Prognose leicht an: Der Umsatz im Games-&-Network-Bereich soll um weitere 3 Prozent steigen, getrieben von stabilen Hardwareverkäufen und günstigen Wechselkursen. Die operative Gewinnprognose bleibt dagegen unverändert.

Auch auf Konzernebene zieht Sony die Jahreserwartung nach oben – auf 12 Billionen Yen Umsatz, umgerechnet rund 77,7 Milliarden US-Dollar.

Trotz der Bungie-Belastung zeigt sich: Sony bleibt im Gaming-Markt auf Kurs – nur mit ein paar teuren Stolpersteinen im Gepäck.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️