Splash Damage
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Splash Damage startet betriebsweite Entlassungskonsultationen

Beim britischen Studio Splash Damage hängt aktuell vieles in der Luft. Das Team hinter Brink, Dirty Bomb und Gears Tactics hat bekanntgegeben, dass ein unternehmensweites Redundancy-Verfahren eingeleitet wurde. Das ist ein Schritt, der laut Studio alle Rollen betrifft und damit die gesamte Belegschaft einschließt.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Verfahren, das es nur gibt, wenn es ernst wird
  2. Ein Verkauf – und direkt danach der harte Einschnitt
  3. Ein Studio mit Geschichte – und mit Fragezeichen in der Pipeline
  4. Und jetzt?

Ein Verfahren, das es nur gibt, wenn es ernst wird

In Großbritannien müssen Unternehmen ein offizielles Konsultationsverfahren anstoßen, sobald mehr als 20 Personen potenziell entlassen werden – und ab 100 Betroffenen greifen noch strengere Fristen. Bei rund 150 Mitarbeitenden, wie es LinkedIn aktuell für Splash Damage ausweist, zeigt das Ausmaß bereits, wie groß die Unsicherheit im Studio gerade ist.

Dieses Verfahren bedeutet noch nicht, dass alle Stellen gestrichen werden. Es heißt aber, dass das Studio prüfen muss, ob Entlassungen vermeidbar sind, und wie man ihre Auswirkungen abfedern kann. In der Mitteilung spricht Splash Damage von einer „notwendigen“ Maßnahme, um in einem schwierigen Markt „agil und anpassungsfähig“ zu bleiben.

Ein Verkauf – und direkt danach der harte Einschnitt

Die Nachricht fällt in eine Phase, in der sich das Studio ohnehin neu sortiert. Erst vor wenigen Wochen wurde Splash Damage von Tencent an eine Gruppe bislang nicht identifizierter privater Investoren verkauft. Tencent selbst hatte das Studio 2020 über die Leyou-Übernahme ins Portfolio bekommen – es ist also das zweite Mal in kurzer Zeit, dass sich die Eigentümerstruktur dreht.

Dass die Entlassungskonsultation so unmittelbar nach dem Verkauf startet, sorgt in der Branche für zusätzliche Nervosität. Es ist unklar, wie viel Einfluss die neuen Besitzer nehmen oder welche Projekte sie priorisieren möchten.

Ein Studio mit Geschichte – und mit Fragezeichen in der Pipeline

Splash Damage hat von Anfang an stark von Multiplayer-DNA gelebt, von Wolfenstein: Enemy Territory und Quake Wars bis zu Brink und Dirty Bomb. Später kamen Support-Aufträge hinzu, etwa Multiplayer-Komponenten für Batman: Arkham Origins oder Spiele aus der Gears-Reihe, bevor das Studio mit Gears Tactics wieder selbst ein Lead-Projekt übernahm.

In den letzten Jahren verlagerte sich der Fokus erneut: Co-Development statt eigener Großprojekte. Star Wars: Hunters war eines dieser Vorhaben – inzwischen eingestellt. Transformers: Reactivate wurde gecancelt. Project Astrid, das Open-World-Survival-Projekt, ist offiziell noch in Entwicklung, aber sein Status nach dem heutigen Schritt ist unklar.

Und jetzt?

Mit dem Konsultationsverfahren beginnt eine Phase, die für Mitarbeitende unglaublich belastend ist – und für Fans wie Branche gleichermaßen viele offene Fragen hinterlässt. Wie viele Stellen am Ende tatsächlich wegfallen, welche Projekte gestrichen oder weitergeführt werden und wie sich die neuen Investoren positionieren, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️