Splinter Cell Remake
Ubisoft

Splinter Cell Remake: Ein vertrautes Gesicht kehrt zurück

Manchmal fühlt sich die Spielebranche an wie ein Kreisverkehr, in dem die richtigen Leute irgendwann wieder genau dort landen, wo sie hingehören. Genau das passiert jetzt beim Splinter-Cell-Remake: David Grivel, der das Projekt 2022 verlassen hatte, steht wieder an der Spitze – und beschreibt seine Rückkehr als „sehr, SEHR glücklich“.

Inhaltsverzeichnis
  1. Eine Rückkehr, die fast schon Schicksal wirkt
  2. Splinter Cell bekommt wieder klare Handschrift
  3. Was das für das Remake bedeutet

Eine Rückkehr, die fast schon Schicksal wirkt

Grivel war über ein Jahrzehnt bei Ubisoft, mit Stationen bei Assassin’s Creed, Far Cry und natürlich Splinter Cell: Blacklist. Als er 2022 ging, klang das beinahe wie ein Abschied auf Zeit: Er sprach davon, dass die Branche klein sei und man sich sicher wieder begegnen werde. Inzwischen weiß man: Er hatte recht.

Der Weg zurück war alles andere als gradlinig. Stattdessen wurde Grivel erst Teil von Ridgeline Games, um als Senior Design Director an Battlefield 6 zu arbeiten. Dann kam die Studio-Schließung, der Abgang von Marcus Lehto, und später erneut eine kurze Ubisoft-Phase, bevor Worlds Untold unter NetEase ebenfalls geschlossen wurde. Ein paar Jahre, die zeigen, wie turbulent diese Industrie manchmal sein kann – und wie wertvoll es ist, ein Projekt zu haben, das einen wirklich bedeutet.

Splinter Cell bekommt wieder klare Handschrift

Jetzt übernimmt Grivel erneut die Leitung des Remakes und nennt Ubisoft Toronto „ein sehr besonderes Team und Projekt“. Und das passt zu dem, was Ubisoft seit der Ankündigung 2021 immer wieder betont hat: Das Remake soll sich modern anfühlen, ohne seinen Kern zu verlieren. Neue Technologie, neue Animationen, neue Ansätze – aber dennoch dieses Gefühl von damals, wenn man zum ersten Mal in einen dunklen Korridor geschlichen ist.

Dass jemand zurückkehrt, der Splinter Cell schon früher mitgeprägt hat, dürfte Fans genau die Art von Kontinuität geben, die bei Remakes oft gefehlt hat. Ubisoft hat bereits 2022 Konzeptzeichnungen gezeigt, aber seitdem wurde es still um die Entwicklung. Grivels Rückkehr wirkt wie ein Neustart mit vertrauter Richtung.

Was das für das Remake bedeutet

Splinter Cell hat eine Fanbase, die nicht nur nostalgisch, sondern detailverliebt ist. Sie erkennen jede Änderung im Rhythmus, im Schatten, in der Art, wie Sam Fisher atmet. Und ein Remake, das etwas Neues wagt, aber dem Original treu bleibt, braucht jemanden, der genau diese Balance versteht. Grivel ist dafür die wohl naheliegendste Person.

Ob das nun mehr Tempo in die Entwicklung bringt oder vor allem eine klare kreative Linie zurückholt, bleibt abzuwarten. Aber allein die Tatsache, dass der frühere Director nach all den Umwegen freiwillig wieder dort anknüpft, wo er aufgehört hat, gibt dem Projekt auf Anhieb eine andere Energie.

Splinter Cell hat damit etwas, das viele Remakes erst spät finden: ein vertrautes Gesicht, das weiß, wie sich diese Welt anfühlen muss.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️