Splitgate
Splitgate via X

Splitgate kehrt zurück, ohne Ballast, nur mit Kernidee

Splitgate hat schon einige Lives durchgespielt, aber der Neustart als Splitgate: Arena Reloaded fühlt sich an wie der Moment, in dem ein Spiel einmal tief durchatmet, alles Überflüssige abstreift und zurück zu dem geht, was es überhaupt erst besonders gemacht hat. Kein großes Tamtam, kein überzogener Hype, sondern der ehrliche Versuch, den eigenen Kern wiederzufinden. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum dieser Relaunch tatsächlich eine Chance hat.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein zweites Release – aber diesmal mit weniger Ego
  2. Ein sauberer Cut: Fraktionen, Fähigkeiten und überflüssige Extras sind raus
  3. Leiser Neustart, aber vielleicht genau deshalb mit mehr Chancen

Ein zweites Release – aber diesmal mit weniger Ego

Der Weg hierher war holprig. Splitgate 2 erschien im Juni, verschwand im Juli wieder im Beta-Nebel und hinterließ vor allem das Gefühl, dass das Team schlicht zu schnell zu viel wollte. Abilitys, Fraktionen, zusätzliche Systeme – es wirkte wie ein Versuch, dem Arena-Shooter-Genre mit Gewalt neue Schichten aufzupressen. Genau das haben die Spieler:innen sofort gespürt und entsprechend reagiert.

Jetzt, einige Monate und mehrere Playtests später, heißt das Projekt Splitgate: Arena Reloaded. Und schon der Name ist ein Statement: weniger „Sequel“, mehr Besinnung. 1047 Games redet offen darüber, wie sehr der erste Launch übers Ziel hinausschoss, und kündigt ein Spiel an, das sich wieder so anfühlen soll wie das, was die Community geliebt hat – Portal-Madness, schnelle Arenen, übersichtliches Loadout, keine unnötige Ablenkung.

Ein sauberer Cut: Fraktionen, Fähigkeiten und überflüssige Extras sind raus

Die neue Version wirft konsequent alles über Bord, was in Splitgate 2 für Reibung sorgte. Abilities, Fraktionen, bestimmte Ausrüstungsteile – weg damit. Stattdessen stehen zum Relaunch zwanzig Maps bereit, die genau das unterstützen sollen, was Splitgate am besten kann: Tempo, Übersicht und kreative Portal-Spielereien.

Dieser Rückbau wirkt nicht wie ein Notnagel, sondern wie eine bewusste Rückbesinnung. Das Team schreibt selbst, dass das Ziel nicht der große Knalleffekt am Day One sei. Sondern ein stabiler, ehrlicher Aufbau über Zeit. Und das passt zu einem Spiel, das aus einer Nische heraus groß geworden ist – nicht aus einer Marketingblase.

Leiser Neustart, aber vielleicht genau deshalb mit mehr Chancen

Das Team sagt selbst: Wir wollen nicht erneut einen Hype lostreten, den wir nicht halten können. Stattdessen läuft alles in einem Tonfall, der nach Demut klingt, aber auch nach Klarheit. Die Community soll das Spiel formen, nicht die Erwartungen eines großen Releases.

Und vielleicht ist das das Beste, was Splitgate passieren konnte. Arena-Shooter sind ein sensibles Biotop – zu viel Veränderung, und sie kippen. Reloaded versucht es mit einem Schritt zurück, um wieder vorwärtszukommen. Und genau dieser Fokus könnte dafür sorgen, dass Splitgate im Dezember nicht nur re-released, sondern tatsächlich wieder atmen kann.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️