Spry Fox
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Spry Fox verlässt Netflix – und kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Die Cozy-Games-Welt verschiebt sich mal wieder ein Stück, denn Spry Fox geht künftig wieder eigene Wege. Das Studio hinter Spirit Crossing und Cozy Grove trennt sich von Netflix und wird erneut unabhängig, wie Game File berichtet. Für Fans fühlt sich das ein wenig so an, als würde ein vertrauter Entwickler zurück nach Hause kommen – mit genug Freiraum, das nächste Wohlfühlprojekt ohne Plattformfesseln aufzubauen.

Inhaltsverzeichnis
  1. Spirit Crossing bleibt – aber nicht mehr exklusiv
  2. Netflix und die kleine Neuordnung seines Spieleplans
  3. Was das für Spieler*innen bedeutet

Spirit Crossing bleibt – aber nicht mehr exklusiv

Formal bedeutet die Trennung, dass das Studio wieder vollständig den beiden Gründern David Edery und Daniel Cook gehört. Netflix bleibt trotzdem im Boot, zumindest für den Mobile-Part: Spirit Crossing wird weiterhin über das Streamingunternehmen auf Smartphones veröffentlicht. Gleichzeitig öffnet sich aber ein Raum, auf den viele Indie-Fans gehofft haben: Spry Fox darf das Spiel auf PC und Konsolen bringen.

Edery formuliert es fast schon wie eine kleine Erleichterung – dass ein Spiel dieser Art überall dort auftauchen sollte, wo Leute cozy Games spielen wollen. Und ganz ehrlich: Spirit Crossing außerhalb des Netflix-Kosmos zu sehen, fühlt sich überfällig an.

Netflix und die kleine Neuordnung seines Spieleplans

Die Trennung wirkt umso bedeutsamer, wenn man sich anschaut, wie sehr Netflix seine Gaming-Strategie gerade neu sortiert. Co-CEO Gregory Peters sprach zuletzt von einem klareren Fokus: weniger Breite, mehr gezielte Hits, vor allem rund um eigene Marken. Das „weniger ist mehr“ ist bei Netflix mittlerweile mehr als eine Floskel.

Das Unternehmen hat in den letzten Jahren mehrere Studios gekauft, Projekte eröffnet und wieder geschlossen. Darunter war ein großes AAA-Studio mit ehemaligen Leuten aus Overwatch, God of War und Halo – ein ambitioniertes Vorhaben, das letztlich nicht gehalten hat. Auch Boss Fight Entertainment wurde dichtgemacht. Viele dieser Bewegungen liefen unter der Ägide von Mike Verdu, der später ins interne AI-Lab wechselte und dann ganz ging. Alain Tascan übernahm – und die Ausrichtung wirkt seither chirurgischer.

Parallel dazu baut Netflix die Verzahnung mit großen Namen weiter aus: Red Dead Redemption kommt exklusiv mobil über Netflix, nach dem ähnlichen Deal rund um die mobile Version der GTA Trilogy. Und auch mit Don’t Nod entsteht ein neues, großes Narrative-Projekt auf Basis einer „major IP“.

Was das für Spieler*innen bedeutet

Für Spry Fox bedeutet der Schritt Freiheit. Für Netflix bedeutet es, dass der gigantische Maschinenraum aus Spielen ein bisschen schmaler, aber zielgerichteter läuft. Und für uns bedeutet es vor allem, dass Spirit Crossing nicht in einer App-Landschaft hängen bleibt, die viele Cozy-Spieler*innen nie betreten.

Es fühlt sich an wie ein seltener Moment, in dem alle Beteiligten tatsächlich gewinnen.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️