Epic Games
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Teenager gesteht Morddrohungen gegen Epic Games

Ein 17-jähriger aus South Dakota hat sich schuldig bekannt, Morddrohungen an den Fortnite-Entwickler Epic Games verschickt zu haben. Laut Gerichtsunterlagen richteten sich die Nachrichten zwischen Oktober und November 2024 an einen von Epic genutzten Online-Meldeservice. Am 29. September 2025 nahm Richterin Daneta Wollman das Geständnis an.

Inhaltsverzeichnis
  1. Drohungen und mögliche Strafe
  2. Zunehmende Belästigung in der Spielebranche
  3. Ein Signal an die Community

Drohungen und mögliche Strafe

In seiner Erklärung vom 16. September gab Jayden Griffin zu, Nachrichten verschickt zu haben, in denen er damit drohte, Mitarbeiter von Epic Games zu töten. Weitere Details zu den Nachrichten sind nicht öffentlich bekannt. Die Anklage lautet auf „threatening interstate communications“ – die Höchststrafe liegt bei fünf Jahren Gefängnis, einer Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar und drei Jahren überwachten Freigangs. Ein Termin für die Urteilsverkündung steht noch aus.

Zunehmende Belästigung in der Spielebranche

Der Fall reiht sich in eine beunruhigende Entwicklung ein: Immer häufiger berichten Entwicklerstudios von Drohungen und Belästigungen. Bereits 2022 hatte Respawn Entertainment öffentlich betont, dass es in der Apex Legends-Community eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Drohungen gebe. Eine GDC-Umfrage von 2023 zeigte, dass 91 Prozent der befragten Entwickler Belästigung und toxisches Verhalten als Problem sehen – 42 Prozent bezeichneten es als sehr ernst, 40 Prozent berichteten von eigenen Erfahrungen.

Auch große Studios mussten reagieren. Unity Technologies schloss 2023 zeitweise ein Büro nach einer glaubwürdigen Drohung. Square Enix wiederum erweiterte 2025 seine Richtlinien, um juristisch härter gegen Spieler vorzugehen, deren Verhalten als sozial inakzeptabel oder schädlich gilt. Besonders schwere Fälle will das Unternehmen strafrechtlich verfolgen.

Ein Signal an die Community

Der aktuelle Fall um Epic Games zeigt, dass die Justiz härter gegen Drohungen in der Gaming-Branche vorgeht. Für Entwickler ist er eine weitere Erinnerung daran, wie sehr der Ton gegenüber Studios in den vergangenen Jahren eskaliert ist – und dass Grenzen im Umgang miteinander längst überschritten werden.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️