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Texas verklagt Roblox: Grooming und fehlende Sicherheit

Roblox steht wieder im Zentrum einer Diskussion, die sich schon viel zu lange anstaut: die Frage, wie sicher die Plattform wirklich für Kinder und Jugendliche ist. Diese Woche hat der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton Klage eingereicht – mit schweren Vorwürfen, die einmal mehr zeigen, wie stark der Druck auf das Unternehmen inzwischen gestiegen ist.

Inhaltsverzeichnis
  1. Die Vorwürfe sind drastisch
  2. Roblox verweist auf neue Maßnahmen – Texas winkt ab
  3. Eine Klage mit Vorgeschichte

Die Vorwürfe sind drastisch

Paxton behauptet, Roblox habe „wissentlich die sexuelle Ausbeutung von Teen- und Preteen-Kindern“ ermöglicht. Außerdem sollen sie nicht ausreichend vor den Gefahren gewarnt haben, die laut Klage schon seit Jahren auf der Plattform existieren. In seiner öffentlichen Erklärung nennt er Roblox sogar ein „perfektes Umfeld“ für Groomer, Pornoringe und Betrüger. Das sind harte Worte, die nochmal deutlicher werden, wenn man den Fall eines texanischen Mädchens liest, das über Roblox und Discord in eine reale Missbrauchssituation gezogen wurde.

Gleichzeitig wirft er Roblox vor, trotz der wachsenden Kritik keine wirksamen Mechanismen eingeführt zu haben, um Kinder davor zu schützen, überhaupt Accounts anzulegen oder gefährliche Räume zu betreten.

Roblox verweist auf neue Maßnahmen – Texas winkt ab

Roblox betont, dass die Klage auf „Fehldarstellungen und dramatisierten Behauptungen“ basiere. Außerdem verweiste die Firma auf die seit Monaten kommunizierten Verbesserungen im Bereich Kindersicherheit. Dazu gehört vor allem die Einstellung von Dr. Elizabeth Milovidov als Head of Parental Advocacy sowie neue Tools, mit denen Eltern Kontakte, Lieblingsspiele und Spielzugriff ihrer Kinder einschränken können.

Doch Paxton hält das für zu spät – und zu oberflächlich. Er wirft dem Unternehmen vor, erst dann Maßnahmen einzuleiten, wenn öffentlicher Druck entsteht, und gleichzeitig grundlegende Risiken unbearbeitet zu lassen.

Eine Klage mit Vorgeschichte

Die texanische Klage steht nicht für sich allein. Schon im April wurde Roblox gemeinsam mit Discord von einem Mädchen in Florida verklagt, das während ihrer Minderjährigkeit über beide Plattformen ausgebeutet worden sein soll. Im August folgte eine Klage aus Louisiana wegen ähnlicher Vorwürfe. Ein Wired-Bericht deutete an, dass weitere US-Kanzleien bereits an einer ganzen Welle neuer Verfahren arbeiten.

Roblox steckt also in einem Sturm, der kaum abflacht – und Texas sorgt jetzt dafür, dass dieser Sturm noch lauter wird.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️