Valve hat ein neues Kapitel für seine Hardware-Linie aufgeschlagen und offiziell das Steam Frame vorgestellt. Es ist ein Standalone-VR-Headset, das nicht mehr wie das Valve Index an den PC gefesselt ist, sondern sich eher wie ein tragbarer Zugang zur gesamten Steam-Welt versteht. Parallel dazu enthüllte das Unternehmen eine neue Steam Machine für Wohnzimmer-Setups und eine überarbeitete Version des Steam Controllers. Alle Geräte sollen zu Beginn des kommenden Jahres ausgeliefert werden, preisliche Details folgen später.
- Ein Headset, das mehr sein will als ein VR-Gadget
- Ein neues Gefühl von Flexibilität
- Warum Valve VR neu denkt
Ein Headset, das mehr sein will als ein VR-Gadget
Schon in der Ankündigung wird klar, wohin die Reise geht. Valve positioniert das Steam Frame nicht nur als VR-Gerät, sondern als flexiblen Zugangspunkt zu allem, was die Steam-Bibliothek hergibt. Die Idee erinnert an die Philosophie hinter dem Steam Deck, nur diesmal im VR-Formfaktor. Du setzt das Headset auf und entscheidest erst dann, ob du heute in ein VR-Abenteuer eintauchst oder einfach ein reguläres PC-Spiel streamst.
Technisch setzt Valve auf ein Snapdragon-8-Gen-3-Modell in einer x86-basierten Ausführung, 256GB oder 1TB Speicher mit microSD-Erweiterung, Wi-Fi 7 und einen Streaming-Fokus, der mit dualen 5GHz/6GHz-Verbindungen auf niedrige Latenz abzielt. Besonders spannend wirkt das foveated Streaming: Das Bild wird dort in höchster Auflösung gerendert, wo du tatsächlich hinschaust – unterstützt durch Eye-Tracking und externe Kameras zur Orientierung.
Ein neues Gefühl von Flexibilität
Mit rund 440 Gramm inklusive Akku und Audio-Modulen wirkt das Steam Frame deutlich portabler als die zuvor eher wuchtige Index. Valve betont aber, dass die Standalone-Leistung nicht auf Steam-Deck-Niveau liegt – Entwickler sollen eher auf niedrigere TDP-Werte zielen. Trotzdem zeigt sich das Team überrascht, welche Spiele bereits nativ laufen und welche über Streaming sauber funktionieren.
Zum Lieferumfang gehören neue Motion-Controller im klassischen „Wand“-Stil, aber das Headset unterstützt auch den neuen Steam Controller, falls man VR-Perspektive und klassisches Gamepad kombinieren möchte.
Warum Valve VR neu denkt
Das Steam Frame wird als Gerät verstanden, das den Zugang zur eigenen Bibliothek vereinfacht – ohne den mentalen Schritt „heute VR oder heute nicht?“.
Dass diese Neuausrichtung auch ein neues Publikum adressiert, ist kein Zufall. Steam Frame soll weniger einschüchtern, weniger Nische, weniger Setup-Marathon sein. Ein Gerät, das du einfach startest – und loslegst.
Veröffentlicht: 24. November 2025 02:44 Uhr