Steam Frame
Valve

Valve kündigt Steam Frame an: VR-Headset für die Steam-Bibliothek

Valve hat ein neues Kapitel für seine Hardware-Linie aufgeschlagen und offiziell das Steam Frame vorgestellt. Es ist ein Standalone-VR-Headset, das nicht mehr wie das Valve Index an den PC gefesselt ist, sondern sich eher wie ein tragbarer Zugang zur gesamten Steam-Welt versteht. Parallel dazu enthüllte das Unternehmen eine neue Steam Machine für Wohnzimmer-Setups und eine überarbeitete Version des Steam Controllers. Alle Geräte sollen zu Beginn des kommenden Jahres ausgeliefert werden, preisliche Details folgen später.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Headset, das mehr sein will als ein VR-Gadget
  2. Ein neues Gefühl von Flexibilität
  3. Warum Valve VR neu denkt

Ein Headset, das mehr sein will als ein VR-Gadget

Schon in der Ankündigung wird klar, wohin die Reise geht. Valve positioniert das Steam Frame nicht nur als VR-Gerät, sondern als flexiblen Zugangspunkt zu allem, was die Steam-Bibliothek hergibt. Die Idee erinnert an die Philosophie hinter dem Steam Deck, nur diesmal im VR-Formfaktor. Du setzt das Headset auf und entscheidest erst dann, ob du heute in ein VR-Abenteuer eintauchst oder einfach ein reguläres PC-Spiel streamst.

Technisch setzt Valve auf ein Snapdragon-8-Gen-3-Modell in einer x86-basierten Ausführung, 256GB oder 1TB Speicher mit microSD-Erweiterung, Wi-Fi 7 und einen Streaming-Fokus, der mit dualen 5GHz/6GHz-Verbindungen auf niedrige Latenz abzielt. Besonders spannend wirkt das foveated Streaming: Das Bild wird dort in höchster Auflösung gerendert, wo du tatsächlich hinschaust – unterstützt durch Eye-Tracking und externe Kameras zur Orientierung.

Ein neues Gefühl von Flexibilität

Mit rund 440 Gramm inklusive Akku und Audio-Modulen wirkt das Steam Frame deutlich portabler als die zuvor eher wuchtige Index. Valve betont aber, dass die Standalone-Leistung nicht auf Steam-Deck-Niveau liegt – Entwickler sollen eher auf niedrigere TDP-Werte zielen. Trotzdem zeigt sich das Team überrascht, welche Spiele bereits nativ laufen und welche über Streaming sauber funktionieren.

Zum Lieferumfang gehören neue Motion-Controller im klassischen „Wand“-Stil, aber das Headset unterstützt auch den neuen Steam Controller, falls man VR-Perspektive und klassisches Gamepad kombinieren möchte.

Warum Valve VR neu denkt

Das Steam Frame wird als Gerät verstanden, das den Zugang zur eigenen Bibliothek vereinfacht – ohne den mentalen Schritt „heute VR oder heute nicht?“.

Dass diese Neuausrichtung auch ein neues Publikum adressiert, ist kein Zufall. Steam Frame soll weniger einschüchtern, weniger Nische, weniger Setup-Marathon sein. Ein Gerät, das du einfach startest – und loslegst.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️