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World of Warcraft: Midnight bleibt PC-zentriert

World of Warcraft bekommt mit der neuen Erweiterung Midnight massive Gameplay-Änderungen – aber nicht, weil Blizzard einen Konsolenport plant. In einem Interview mit dem Podcast Unshackled Fury stellte Game Director Ion Hazzikostas klar, dass die anstehenden Vereinfachungen bei Klassen, UI und Add-ons nichts mit Xbox oder PlayStation zu tun haben, sondern mit einem klaren Ziel: mehr Zugänglichkeit.

Inhaltsverzeichnis
  1. Fokus auf PC, nicht auf Portierung
  2. Gerüchte und Zukunftsspekulationen
  3. Neue Hinweise aus Datamines

Fokus auf PC, nicht auf Portierung

„Wenn wir wirklich an einer Konsolenversion arbeiten würden, würden wir das sagen“, erklärte Hazzikostas. „Wir hätten keinen Grund, das zu verheimlichen.“ Stattdessen konzentriere sich das Team weiter voll auf die PC-Version. Die Überarbeitungen von Skill-Rotationen, Bossmechaniken und Interface-Elementen seien Teil einer langfristigen Strategie, um WoW einsteigerfreundlicher zu machen – ohne dabei die Tiefe zu verlieren, die Veteranen lieben.

In Midnight wird Blizzard zahlreiche Systeme vereinfachen, die bislang auf Add-ons angewiesen waren. Viele Features, die bisher über Mods wie WeakAuras oder Deadly Boss Mods liefen, sollen künftig direkt im Spiel integriert sein. Für Hazzikostas ist das eine logische Weiterentwicklung: „Wenn wir sehen, dass Add-ons grundlegende Bedürfnisse erfüllen, dann sollten wir diese Funktionen selbst besser anbieten.“

Gerüchte und Zukunftsspekulationen

Die Diskussion über eine mögliche Konsolenversion von WoW hält sich seit Jahren – besonders seit Microsoft 2023 Activision Blizzard übernommen hat. Zuletzt sorgte ein Bericht über die nächste Xbox-Generation für Spekulationen, da die Konsole künftig wie ein PC funktionieren und Windows-Apps wie Battle.net direkt starten können soll. Auch ein gelöschter Post von Ex-Blizzard-Präsident Mike Ybarra, in dem er süffisant „Casual WoW incoming“ schrieb, heizte die Gerüchte weiter an.

Offiziell bleibt World of Warcraft aber ein PC-MMO. Hazzikostas betonte, dass die Änderungen in Midnight zwar theoretisch den Weg für eine Portierung ebnen könnten, diese aber kein aktuelles Ziel sei.

Neue Hinweise aus Datamines

Abseits der Konsolendebatte sorgt Midnight auch inhaltlich für Gesprächsstoff. Datamines deuten darauf hin, dass Blizzard an einer neuen Premiumwährung für das kommende Housing-System arbeitet. Außerdem könnte der legendäre Gilded Brutosaur – das teuerste Reittier der WoW-Geschichte – in den Shop zurückkehren.

Für Blizzard bedeutet Midnight also mehr als nur ein neues Kapitel – es ist der Versuch, das Fundament von WoW zu modernisieren, ohne den Kern zu verlieren. Und während sich andere MMOs längst auf Konsole breitmachen, bleibt Azeroth vorerst genau da, wo es angefangen hat: auf dem PC.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️