Wir hatten das Thema bereits aufgemacht: In unserem Artikel zu den ANANTA-Charakteren ohne Gacha haben wir die zentrale Ansage zusammengefasst. Jetzt liefert Producer Ash im Gespräch mit Dengeki/Denfaminicogamer die Begründung, die das Modell tragfähig macht. Kurz gesagt: Es geht nicht um Pull-Raten, sondern um Biografien. Spielende sollen jede Figur frei anwählen und deren Leben erleben, ohne Lootbox-Hürden. Das ist die Leitidee, an der sich Design und Monetarisierung ausrichten.
- Freiheit statt Ziehen: Warum es kein Charakter-Gacha gibt
- Progression über den Beruf: Leveln im Alltag
- Mehr Figuren, mehr Berufe, mehr Stadt
- Wie verdient das Spiel Geld?
- Solo erleben, gemeinsam bestehen
- Was uns das über ANANTA verrät
- Und unser Fazit nach dem Interview
- Frisches vom Feed
- Häufig gestellte Fragen zu ANANTA
Freiheit statt Ziehen: Warum es kein Charakter-Gacha gibt
Ash formuliert es schlicht: Wer ANANTA spielt, soll nicht eine Figur „erwürfeln“, sondern Lebenswege ausprobieren. Die Vision ist ein Stadtabenteuer, in dem du zwischen Existenzen wechselst und daraus Geschichten baust. Diese Freiheit bei der Charakterwahl sei unvereinbar mit einem Gacha-Gate. Also fallen Zufallsrollen weg – der Zugang zu Figuren erfolgt auf anderem Wege. Das Ziel: Schwellen abbauen, Neugier belohnen, nicht das Portemonnaie.
Progression über den Beruf: Leveln im Alltag
Die TGS-Demo zeigte drei Figuren, zwischen denen man live wechseln konnte. Spannend ist, wie Erfahrung zustande kommt. Ein Cop steigt über Polizeiarbeit auf, ein Kurier über Lieferjobs. Leveln entsteht aus dem, was die Figur beruflich macht – ergänzt durch Kämpfe gegen das Chaos, Fahrskills und alltägliche Stadtroutinen. Ja, es gibt auch Arbeitslose. Selbst dann wächst die Figur über Aktivitäten in der Welt. Das ist näher an Rollenspiel als an Routine-Grind, weil Aufgabe und Identität übereinander liegen.
Die Botschaft: Progression ist nicht nur Zahlenfutter, sondern Teil des Rollenspiels. Wer in Uniform unterwegs ist, lebt Polizeiarbeit. Wer Pakete fährt, lebt Logistik. Das System ist flexibel genug, dass du dir notfalls einen Job suchst, wenn dir die Biografie nicht taugt.
Mehr Figuren, mehr Berufe, mehr Stadt
Die Auswahl soll wachsen. Ash spricht davon, die Riege entlang realer städtischer Berufe zu erweitern. Das ist mehr als Fanservice. Es ist eine inhaltliche Pipeline: Neue Professionen öffnen neue Spielschleifen und Perspektiven auf die Stadt. Damit bleibt die Welt nicht nur größer, sondern vielfältiger. Feintuning soll über Community-Feedback laufen.
Wie verdient das Spiel Geld?
Free to Play ohne Charakter-Gacha heißt nicht ohne Shop. Die Einnahmen kommen vor allem über Skins. Häuser renovieren, Autos kaufen. Wichtig: Vieles davon soll regulär mit Ingame-Währung bezahlbar sein. Sonderfälle wie Event-Kostüme laufen dann als Premium. Wer also Wert auf eine bestimmte Optik legt, bekommt Optionen – wer nur spielen will, bekommt Spiel. Es ist das klassische Kosmetik-Modell, aber auf eine Welt angewandt, in der Person, Wohnung und Fuhrpark Teil der Identität sind.
Solo erleben, gemeinsam bestehen
Neben dem Solo-Strang der Lebensgeschichten denkt das Team an einen Koop-Modus, in dem du mit Freund:innen Aufträge in der offenen Stadt angehst. Das passt zur Prämisse: Alltag trifft Ausnahmezustand. Erst lebst du dein Leben, dann fährst du im Team raus, um die Stadt wieder einzurenken. Wenn das Matchmaking leistet, was das Versprechen andeutet, kann hier eine stabile Langzeitkurve entstehen.
Was uns das über ANANTA verrät
Die meisten Großproduktionen mit Gacha bauen Bindung über Sammeldruck auf. ANANTA versucht es über Perspektivenwechsel. Die Stadt wird zum Bühnenbild für Biografien, nicht zum bloßen Hub für tägliche Checklisten. Entscheidend wird, wie konsequent das Team die Lebenslogik in Systeme gießt.
Das Studio lässt immerhin zwischen den Zeilen erkennen, dass es um eine breite Präsenz geht: offizielle Seite, Mehrplattform-Ansage, NetEase im Impressum. Man zielt sichtbar auf Reichweite. Und Reichweite ist die eigentliche Währung eines Kosmetik-Modells.
Und unser Fazit nach dem Interview
Unser erster Bericht stand im Zeichen der Nachricht: kein Gacha. Nach dem Interview steht die Haltung dahinter. ANANTA will, dass du Figuren nicht sammelst, sondern verstehst. Das ist ein Versprechen an die Community und eine Wette gegen kurzfristige Kassen. Gewinnen wird das Spiel, wenn es Biografien liefert, die man nicht nur freischaltet, sondern weitererzählt.
Frisches vom Feed
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Häufig gestellte Fragen zu ANANTA
Was kostet ANANTA?
Der Titel ist Free to Play. Einnahmen sollen primär über kosmetische Skins kommen.
Gibt es wirklich kein Charakter-Gacha?
Ja. Figuren sollen frei wählbar sein, um deren Lebenswege erlebbar zu machen.
Wie levelt man die Charaktere?
Über berufsbezogene Aufgaben, Kämpfe und Aktivitäten im Stadtleben – je nach Figur unterschiedlich.
Bekommt ANANTA einen Koop-Modus?
Ein Mehrspielermodus mit gemeinsamen Aufträgen ist in Planung.
Auf welchen Plattformen erscheint ANANTA?
Die offizielle Seite listet PC und Konsolen sowie Mobile im Ökosystem; NetEase zeichnet verantwortlich.
Veröffentlicht: 1. Oktober 2025 07:42 Uhr