Ashes of Creation Frau

Ashes of Creation erreicht 32.000 Spieler auf Steam, doch die Rezensionen fallen dürftig aus

Das neue MMORPG Ashes of Creation ist in den Early Access auf Steam gestartet. Am Sonntag erreichte es dabei den bisherigen Höchststand von 31.882 Spielern, die gleichzeitig online waren. Das ist insgesamt ein starker Wert, allerdings gibt es auch ordentlich Kritik. Spieler stören sich an Warteschlangen, technischen Problemen und generell am Umfang des Spiels, denn einige Dinge fehlen derzeit noch.

Inhaltsverzeichnis
  1. Probleme mit der Webseite, der Warteschlange und der Performance
  2. Die Spieler sollen sich selbst ihren Content schaffen
  3. Ashes of Creation kostet wöchentlich 800.000 Dollar

Insgesamt sorgt das derzeit für eine ausgeglichene Bewertung auf Steam, bei der 52 % der 221 Reviews positiv ausfallen. Wir verraten euch, woran es derzeit fehlt und warum die Bewertungen eher negativ sind.

Probleme mit der Webseite, der Warteschlange und der Performance

Initial bekam Ashes of Creation sogar eine sehr negative Bewertung. Dies lag daran, dass am Release-Tag und auch am 12. Dezember viele technische Probleme vorhanden waren. So funktionierte etwa die Webseite des MMORPGs nicht richtig, sodass die Spieler ihre Accounts nicht mit Steam verknüpfen konnten. Das war aber für Leute, die ihren Zugriff bereits vorab woanders gekauft hatten, zwingend notwendig. Seit dem Early Access kann man nämlich nur noch über Steam spielen, einen externen Client gibt es nicht mehr.

Generell konnten viele aufgrund von Warteschlangen, ständigen Disconnects und auch mehreren Notfallwartungen nicht auf die Spielinhalte zugreifen. Diesem Ärger machten sie sich dann in den Reviews Luft. 

Schon am zweiten Tag hat sich die Lage etwas entspannt. So kletterten die Bewertungen auf 44 Prozent positiv und damit auf den Gesamtstand ausgeglichen. Wenn man sich die Reviews dann genauer durchliest, haben sie auch sehr unterschiedliche Ansätze. Einige haben das Spiel positiv – oder auch negativ – aufgrund ihrer Erfahrungen aus der vorherigen Alpha 2 bewertet. Einige gaben auch eine gute Review ab, obwohl sie noch gar nicht spielen konnten, sondern einfach nur aufgrund der Vorfreude. Das alles zeigt, dass die Bewertungen auch nach einer Woche gar nicht so aussagekräftig sind. 

Fest steht aber: Es fehlt natürlich weiterhin an vielen Ecken und Enden der Content. Zumindest wurde ein bisschen am Einstieg geschraubt, etwa mit neuen Drops, einem schnelleren Level-Prozess und dem PvP-Schutz bis Stufe 10. Gerade die neuen Quests, die eingeführt wurden, bekamen aber schon erstes Loben von einigen Content-Creatorn. Das Problem ist nur: Spätestens mit Level 9 hören die Quests auf und der reine Grind beginnt. Entweder wiederholt man wenige tägliche Aufgaben oder grindet eben Mobs und Dungeons.

Die Spieler sollen sich selbst ihren Content schaffen

Dass es nur so wenige Quests gibt, ist nicht per se dem Early Access zuzuschreiben, sondern auch eine bewusste Designentscheidung. Ashes of Creation möchte zurück zu den Old School-Tugenden, in denen sich die Spieler einen Großteil ihrer Inhalte und Storys selbst geschaffen haben. Ihr folgt keiner vorgeschriebenen Geschichte wie in WoW, sondern erlebt eine lebendige Spielwelt, in der es um politische Ränkeschmiede, Schlachten um Burgen, Betrug und Freundschaft geht. Das ist aber tatsächlich nicht für jeden Spielertyp das Richtige.

Ob der Titel zu euch passt, haben wir hier bereits verraten.

Aktuell bietet das MMORPG dabei etwa 30 % der geplanten Inhalte. Es fehlen noch viele Settlements, die man erobern kann, Dungeons, Weltbosse und genereller Content in der offenen Welt. Die ist an vielen Stellen noch leer.

Ashes of Creation kostet wöchentlich 800.000 Dollar

Insgesamt ist das Projekt zudem ziemlich kostspielig. Wie der Chef Steven Sharif im Reddit verriet, verbraucht das Studio derzeit rund 800.000 Dollar pro Woche. Darunter fallen die Kosten für knapp 250 Mitarbeiter, das Studio und die Büros in San Diego, die Server und Lizenzen für verschiedene Programme. 

Da der Zugang zum Early Access 42 Dollar gekostet hat, dürfte das kaum die Kosten für den Dezember gedeckt haben. Ashes of Creation ist also ein großes Risiko und zeigt auch, wieso so viele Firmen davor zurückschrecken, derzeit ein MMORPG zu entwickeln.


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Esports & Gaming Journalist
Patrick Bieneck ist Fachredakteur für Gaming und Esport mit über 15 Jahren Erfahrung in der Branche. Als langjähriger Kenner der internationalen Szene berichtet er über aktuelle Entwicklungen in Counter-Strike 2, Esport-Turniere und die Gaming-Community. Er liefert tiefgründige Analysen, aktuelle News und spannende Einblicke in die Welt der Videospiele.