Nintendo erwägt Medienberichten zufolge eine Preiserhöhung der Switch 2 noch im laufenden Jahr. Grund sind explodierende Kosten für Arbeitsspeicher und Flash-Storage. Die Komponenten-Krise trifft nicht nur Nintendo, auch Valves Steam Machine musste bereits verschoben werden. Käufer sollten schnell zuschlagen, bevor der Aufpreis kommt.
- 700 Prozent teurer, zwei Monate zu spät
- Valve verschiebt, Nintendo zögert
- Juni bis Juli als kritisches Fenster
- Fans reagieren nervös
- Kaufen. bevor der Preis entscheidet
Auf einen Blick
- Nintendo erwägt Switch 2 Preiserhöhung bis Ende 2026 oder Anfang 2027
- RAM-Preise stiegen innerhalb eines Jahres von 200 auf bis zu 1.400 Dollar (DDR5, 64GB)
- Valve verschob Steam Machine bereits wegen Speicher-Engpässen ins erste Halbjahr 2026
- Switch 2 kostet in den USA aktuell 450 Dollar, in Europa rund 400–450 Euro
- Nintendo hat Produktions-Verträge vermutlich bis Ende 2026 gesichert – danach droht Preisanpassung
700 Prozent teurer, zwei Monate zu spät
Die Switch 2 ist gerade zwei Monate alt, da bahnt sich schon die nächste Hiobsbotschaft an. Laut aktuellen Berichten zieht Nintendo intern eine Preiserhöhung in Betracht. Der Grund: drastisch gestiegene Kosten für RAM und Flash-Speicher.
Was nach klassischer Produktions-Logik klingt, ist in Wahrheit eine Branchenkrise, und Nintendo ist nur eines von vielen Opfern.
Der Hintergrund ist eine globale Verknappung von Arbeitsspeicher. Während 64 GB DDR5-RAM Anfang 2025 noch für rund 200 Dollar zu haben waren, liegen die Preise im Februar 2026 bei 900 bis 1.400 Dollar. Ein Anstieg von bis zu 700 Prozent.
Schuld sind Produktionsengpässe bei den großen Chip-Herstellern, hohe Nachfrage im KI-Sektor und geopolitische Spannungen, die Lieferketten durcheinanderbringen.
Valve verschiebt, Nintendo zögert
Nintendo steht nicht allein da. Valve hat die Auslieferung der Steam Machine – ursprünglich für Ende 2025 angekündigt – bereits ins erste Halbjahr 2026 verschoben. Offiziell heißt es, man wolle Preise „neu evaluieren”.
Übersetzt: Die Produktionskosten sind außer Kontrolle geraten, und Valve will nicht mit Verlust verkaufen oder zu teuer in den Markt gehen.
Bei Nintendo ist die Lage etwas anders. Das Unternehmen hat nach bisherigem Kenntnisstand Produktionsverträge abgeschlossen, die Komponenten-Preise bis Ende 2026 absichern. Solange diese Verträge laufen, bleibt der Switch 2-Preis stabil.
Doch sobald die Verträge auslaufen, voraussichtlich im vierten Quartal 2026 oder Anfang 2027, könnte Nintendo gezwungen sein, die Preise anzuheben.
Juni bis Juli als kritisches Fenster
Branchenbeobachter schätzen, dass Nintendo spätestens im Sommer 2026 eine Entscheidung treffen muss. Bis dahin wird klar sein, ob sich die RAM-Preise stabilisieren oder weiter steigen. Sollte Letzteres eintreten, ist eine Preiserhöhung praktisch unvermeidbar.
Insider spekulieren, dass Juni oder Juli 2026 das kritische Fenster sein könnten, bevor ein Aufschlag von 50 bis 100 Dollar im Raum steht.
Das wäre ein ungewöhnlicher Schritt für Nintendo. Das Unternehmen hält traditionell über die gesamte Lebensdauer einer Konsole am Launch-Preis fest – abgesehen von zeitlich begrenzten Rabatten oder Sonderaktionen.
Eine permanente Preiserhöhung würde diesem Prinzip widersprechen und könnte die Verkaufsdynamik empfindlich stören. Zumal Nintendos First-Party-Lineup für 2026 eher dünn wirkt: Abgesehen von Mario Tennis Fever und den üblichen Portierungen fehlen bislang große Exklusiv-Titel.
Fans reagieren nervös
In den Kommentarspalten und Foren herrscht Nervosität. Viele Käufer bereuen, auf eine Limited Edition oder ein Bundle gewartet zu haben. Wer jetzt zuschlägt, sichert sich den aktuellen Preis. Wer wartet, riskiert einen Aufpreis – oder muss mit Lieferengpässen kämpfen, falls Nintendo die Produktion drosselt, um Kosten zu senken.
Erschwerend kommt hinzu, dass auch Sony und Microsoft unter Druck stehen. Die PlayStation 5 Pro kostete bereits bei Launch deutlich mehr als erwartet. Die nächste Xbox-Generation, die für 2027 erwartet wird, könnte ebenfalls teurer ausfallen.
Die gesamte Konsolen-Branche kämpft mit steigenden Produktionskosten – und es ist fraglich, wie viel davon die Hersteller selbst absorbieren können, ohne ihre Margen zu opfern.
Kaufen. bevor der Preis entscheidet
Nintendos Switch 2 könnte schon bald teurer werden – es sei denn, die RAM-Krise löst sich in Luft auf. Was sie nicht tun wird. Wer eine Switch 2 will, sollte nicht auf Wunder warten. Oder auf die Switch 3. Die kommt dann aber erst in den dreißiger Jahren.
Veröffentlicht: 17. Februar 2026 10:49 Uhr