Past Fate ist ein neues Indie-MMORPG, das auf dem Papier gar nicht so schlecht klang. Es wurde 2020 vom finnischen Studio Icy North Games angekündigt und seitdem von einem sehr kleinen Team fertiggestellt. Es versprach Sandbox-Inhalte, gepaart mit einem Action-Kampfsystem und viel Freiheit:
- Ihr erstellt euch einen menschlichen Charakter und könnt im Anschluss euren Spielstil über die Waffen, die Ausrüstung und über Attributspunkte bestimmen.
- Die Stimmung ist eher düster und erinnert ein wenig an New World. Euch erwarten Untote, Orks und Skelette als Feinde.
- Das Kampfsystem setzt auf aktive Ausweichrollen, Blocken und wenige Fähigkeiten.
- Für PvE-Fans soll es ab Level 10 Dungeons für 5 Spieler und im Endgame Raids für 25 Spieler geben. Außerdem könnt ihr gegen Bosse in der offenen Welt kämpfen.
- Für PvP-Spieler gibt es wahlweise einen PvP-Server, in dem in der Spielwelt selbst miteinander gekämpft werden kann, oder ihr nehmt an Burgenschlachten teil.
- Zudem waren ursprüngliche Schiffe und Schiffskämpfe geplant.
Der Titel befand sich über mehrere Jahre in einer Alpha und ist nun am 7. Januar offiziell im Early Access auf Steam erschienen. Dort kostet es aktuell im Angebot 15,99 Euro. Trotzdem soll das MMORPG noch recht unfertig sein, wie die Entwickler im Vorfeld der Veröffentlichung erklärten.
Nur 28 % positive Bewertungen nach zwei Tagen
Doch aktuell kommt das Spiel auf Steam gar nicht gut an. Die 48 Bewertungen fallen zu 72 % negativ aus. Die Leute kritisieren schon Probleme beim ersten Spawn in der Spielwelt, es soll einen Bug geben, der den gesamten Spielfortschritt beim Logout entfernen kann, und generell ist es einfach ziemlich unfertig.
Auf dem PvP-Server kann man zudem schon direkt außerhalb der ersten Stadt gegankt werden, und auf dem PvE-Server sei die Situation zwar besser, aber mit 142 Spielern im Peak – und bereits nur noch 52 am Tag 2 – ist die Aufteilung auf zwei Server eher ein Hindernis, weil die ohnehin kleine Zielgruppe noch aufgesplittet wird.
Der Steam-Nutzer Khaled schreibt in seiner Review: „Ich spiele MMOs seit 2005 und dies ist das schlechteste MMO, das ich in meinen 20 Jahren als MMO-Spieler gespielt habe. In diesem Spiel funktioniert einfach nichts.“
Vereinzelt gibt es auch positive Aussagen, doch im Kern sind sich alle einig. Dieses Spiel ist viel zu unfertig und damit zu früh erschienen. Schaut man sich den Fortschritt der letzten zwei Jahre an, so fällt dieser minimal aus. Schade eigentlich, weil es theoretisch eine Lücke hätte füllen können, die New World hinterlassen hat.
MMORPGs haben es gerade nicht leicht
Insgesamt hat es das Genre zuletzt nicht leicht gehabt. Einige Spiele wie das Herr der Ringe-MMO von Amazon oder Project Blackbird von Microsoft wurden eingestellt. Zudem schwächelten einige Platzhirsche im vergangenen Jahr. Auch 2026 sehen die neuen Releases nicht so vielversprechend aus. Die größte Hoffnung liegt wohl auf Chrono Odyssey.Aber zumindest bei The Elder Scrolls Online hat sich zuletzt etwas Spannendes getan. Denn die Entwickler überarbeiten ihren Patchrhythmus und bringen zudem neue Features wie Solo-Dungeons und Schwierigkeitsgrade für die Open World im Jahr 2026.
Veröffentlicht: 9. Januar 2026 19:39 Uhr