Slay the Spire 2 erscheint am 5. März im Early Access auf Steam – und bringt die größte Neuerung der Reihe mit: einen Koop-Modus für bis zu vier Spielende.
- Diesmal nimmt man Freunde mit
- Alte Bekannte, neue Gesichter
- Delay mit Humor
- Schaut in die Karten
Entwickler Mega Crit hat das Deckbuilder-Roguelike von Grund auf in einer neuen Engine neu geschrieben. Fünf spielbare Charaktere, neue Umgebungen und multiplayer-exklusive Karten stehen bereit.
Auf einen Blick
- Release: 5. März 2026, Steam Early Access (Windows, macOS, Linux)
- Neuer 4-Spieler-Koop-Modus mit exklusiven Karten und Team-Synergien
- Fünf Slayer: Ironclad, Silent und Defect kehren zurück; Necrobinder und Regent sind neu
- Komplette Neuentwicklung in neuer Engine mit erweiterter Mod-Unterstützung
- Early Access geplant für ein bis zwei Jahre
Diesmal nimmt man Freunde mit
Slay the Spire hat 2019 quasi im Alleingang das Deckbuilder-Roguelike-Genre populär gemacht. Balatro, Inscryption, Monster Train – sie alle stehen auf den Schultern eines Spiels, das mit minimaler Grafik und maximaler Tiefe zum Indie-Phänomen wurde.
Der Nachfolger wagt jetzt etwas, das die Community seit Jahren fordert und fürchtet: kooperatives Spielen. Bis zu vier Leute können im dedizierten Koop-Modus gemeinsam den Spire erklimmen.
Mega Crit betont, dass es sich nicht um aufgepfropften Multiplayer handelt. Der Modus bietet eigene Karten, die ausschließlich im Koop verfügbar sind, kooperative Relikte-Auswahl und gemeinsame Lagerfeuer-Knoten.
Jeder Spieler wählt einen eigenen Slayer, und die Kartennavigation wird zur Gruppenentscheidung. Im animierten Trailer wird das Konzept anschaulich: Ein Solo-Spieler scheitert an einem Boss – bis drei weitere Slayer eintreffen und den Kampf wenden.
Es ist ein Statement, kein Gimmick. Mega Crit will zeigen, dass Slay the Spire 2 keine bloße Erweiterung ist, sondern eine grundlegende Neuinterpretation der eigenen Formel.
Die Frage, die in der Community seit der Ankündigung schwelt: Lässt sich ein Spiel, dessen Kern in der einsamen Entscheidungsfindung liegt, überhaupt sinnvoll in Multiplayer übersetzen? Die Antwort muss der Early Access liefern.
Alte Bekannte, neue Gesichter
Das Roster umfasst fünf spielbare Charaktere. Ironclad, der Tank mit seiner direkten Kampfstrategie, und Silent, die taktische Spezialistin für Kartenzug und Schaden über Zeit, kehren erwartungsgemäß zurück.
Der dritte Rückkehrer ist der Defect – ein Fan-Favorit, der mit seiner Orb-Mechanik das Original geprägt hat. Die Bestätigung kam erst im Release-Trailer, nachdem die Community monatelang spekuliert und gebettelt hatte.
Zwei Neuzugänge erweitern die taktische Bandbreite erheblich: Der Necrobinder, ein Lich mit beschworener Knochenhand namens Osty, bringt Beschwörungsmechaniken ins Spiel. Der Regent, ein kosmischer Herrscher vom Thron der Sterne, kommandiert loyale Schergen und nutzt die Macht des Kosmos.
The Watcher, der vierte Charakter aus dem Original, fehlt bislang. Ob eine Rückkehr im Lauf des Early Access geplant ist, ließ Mega Crit offen. Die bestehenden fünf Slayer bieten allerdings bereits deutlich mehr Archetypen-Vielfalt als der Vorgänger zum Start hatte.
Delay mit Humor
Der Nachfolger wurde komplett in einer neuen Engine neu geschrieben. Mega Crit spricht von modernisierten Systemen, verbesserten visuellen Effekten und vor allem erweiterter Mod-Unterstützung – ein Feature, das bei einem Roguelike mit der Langlebigkeit von Slay the Spire entscheidend sein dürfte.
Der Early Access folgt dem gleichen Modell wie beim Original: intensive Community-Einbindung über Discord und Social Media, regelmäßige Balance-Updates und experimentelle Features, die möglicherweise wieder verworfen werden.
Ursprünglich war der Early Access für Ende 2025 geplant. Im September verschob Mega Crit auf März 2026 – aus persönlichen Gründen im Team und weil das Spiel schlicht mehr Feinschliff benötigte.
Der Seitenhieb im Delay-Announcement war typisch Mega Crit: Hollow Knight: Silksong habe nichts mit der Verzögerung zu tun. Im Herbst 2025, als der Silksong-Release mehrere Studios zu Terminverschiebungen zwang, war das sogar halbwegs glaubwürdig.
Die geschätzte Early-Access-Dauer: ein bis zwei Jahre. Beim ersten Slay the Spire hatte Mega Crit ein Jahr angepeilt. Es wurden anderthalb. Die Vollversion soll dann unter anderem ein echtes Ending, zusätzliche Spielmodi, mehr Sprachversionen und deutlich aufwendigere visuelle Effekte bieten. Planung und Roguelikes haben offenbar etwas gemeinsam: Am Ende entscheidet der Zufall.
Schaut in die Karten
Slay the Spire hat ein ganzes Genre losgetreten. Jetzt muss der Nachfolger beweisen, dass er in einem Feld bestehen kann, das er selbst erschaffen hat.
Der Koop-Modus ist mutig, die neue Engine ambitioniert, und der Defect ist endlich zurück. Wenn vier Leute gleichzeitig schlechte Deck-Entscheidungen treffen, verteilt sich die Schuld wenigstens.
Veröffentlicht: 2. März 2026 09:33 Uhr