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Affenkönig aufgerüstet – Black Myth: Wukong Update poliert das Epos

Am 13. Oktober rollte ein mächtiger Patch für Black Myth: Wukong aus, der die Performance auf PC und Konsole messbar verbessert und zahlreiche Bugs beseitigt. Das Soulslike von Game Science wird damit rund ein Jahr nach Release technisch neu frisiert, inklusive moderner Upscaling-Verfahren und spürbar verkürzter Ladezeiten.

Inhaltsverzeichnis
  1. Patch-Notes aus dem Pilgerstab
  2. Frames und Fabelwesen
  3. Wartungsfenster der Unsterblichen

Auf PlayStation 5 verlangt das Update wegen der Dateistruktur allerdings 93,5 Gigabyte freien Speicher. Wer weiter durch Nebelwälder und Tempelhöfe stolziert, erhält im Gegenzug ein deutlich ruhigeres Bild und weniger Stolpersteine auf dem Weg zur nächsten Parade.

Patch-Notes aus dem Pilgerstab

Das Update dient nicht als Kosmetik, sondern als Systempaket. Auf der Agenda stehen neue Upscaling-Profile, eine verbesserte globale Beleuchtung und ein bereinigter Streaming-Fluss für Assets.

Zusätzlich warnen die Entwickler vor potenziellen Mod-Konflikten: Vorhandene Modifikationen sollten vor dem Patchstart deaktiviert oder deinstalliert werden, um Abstürze und Speicherfehler zu vermeiden.

Der Rollout erfolgt in Wellen, weshalb einzelne Regionen zeitversetzt versorgt werden. Sobald die jeweilige Plattform die Daten freigibt, startet der Download automatisch und reiht sich in die Warteschlange ein.

Auf einen Blick

  • Start: Ausrollung ab 13. Oktober 2025, regional gestaffelt.
  • Größe: Auf PS5 aufgrund der Dateistruktur rund 93,5 GB.
  • Technik: Aktuelle AMD-FSR-Methoden, optimierte globale Beleuchtung, schnellere Ladezeiten.
  • Hinweis: Mods vorher entfernen, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.

Frames und Fabelwesen

Die deutlichsten Effekte liegen dort, wo Wukong am intensivsten atmet: in Kamerabewegung, Bildfluss und Gegnerrhythmus. Die Kamera folgt dem Stabkämpfer nun mit weniger Mikrorucklern, wodurch Paradenfenster präziser lesbar werden und Sprungangriffe seltener in Unschärfe kippen.

Überarbeitete Gegnerlogik verhindert Sackgassen, in denen Boss-Muster zu hart loopen oder Adds unglücklich einfädeln. Balance-Anpassungen senken Spitzen, ohne das Gefüge weichzukochen. Ausweichen und Kontern belohnen Timing, Schadensspitzen fressen seltener ganze Lebensbalken in einem Atemzug.

Auch die Welt profitiert von der optimierten Beleuchtung. Nebel über Reisfeldern franst weniger, Partikel in Tempelhöfen überstrahlen nicht großflächig, und Stoffsimulation sowie Fellschimmer wirken konsistenter.

Szenen mit harten Kontrasten behalten Kontur, wenn die Action anzieht: Fackellicht vor Bambus, Blitz auf nassem Stein, Funkenregen im Hof. Das Reisesystem gewinnt Tempo. Schnellreisen und Gebietsladen greifen schneller, was den Spielfluss zwischen Bossversuchen stützt.

Auf Xbox Series X|S und PC wurden Importartefakte geglättet, die zuvor sporadisch Textbausteine oder UI-Fragmente in falscher Sprache aufblitzen ließen.

Wartungsfenster der Unsterblichen

Black Myth: Wukong bleibt ein Vorreiter für große Produktionen aus China und erhält mit dem Oktober-Patch jene technische Pflege, die Langläufer brauchen. Die Ankündigung weiterer Updates deutet an, dass Game Science das Fundament weiter verdichtet, bevor die Reihe mit Black Myth: Zhong Kui fortgesetzt wird.

Ob das neue FSR-Profil die Bildrate unter Last dauerhaft stabilisiert, entscheidet die Praxis, doch die Richtung stimmt: weniger Friktion, mehr Fokus, stärkere Bühne für ein Kampfsystem, das auf Millimeter und Millisekunde baut.

Wer erst jetzt einsteigt, trifft eine Version, die viele kleine Kanten abgeschliffen hat und die großen Stärken klarer ausstellt. Der Stab wirkt wuchtig, die Märchengrimmigkeit sitzt, die Lust am präzisen Risiko trägt. Veteranen finden einen willkommenen Anlass, Lieblingsbegegnungen erneut auszupendeln, ohne Kamerazucken in der entscheidenden Sekunde.

Und falls der Speicher auf PS5 nicht reicht, hilft ein altbewährter Mönchstrick: inventarisieren, sortieren, löschen. Zur Not zuerst den Krimskrams. Nicht den Zauberstab. Und schon gar nicht den Affen.


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Ben Touati
Gaming Nerd
Ben Touati schreibt über Games, Filme und die große, weite Welt der Popkultur – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob Aktuelles aus der Gaming-Welt, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von geekigen Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.