Amanda the Adventurer 2: Retro‑Horror mit neuen Tricks

Nach dem Überraschungserfolg des ersten Teils kehrt der skurrile Horror‑Cartoon zurück und will gleichzeitig erwachsener werden. Amanda the Adventurer 2 erscheint heute, am 16. Oktober 2025, für PlayStation 5, Xbox Series, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch und bleibt mit seinem Preis von rund zehn Dollar im Taschengeld‑Segment.

Inhaltsverzeichnis
  1. Wenn VHS‑Kassetten Albträume servieren
  2. Rätsel zwischen Regalen
  3. Warum der zweite Besuch lohnt
  4. VHS‑Kassetten, Kabelsalat und ein Augenzwinkern

Entwickelt von DreadXP und MANGLEDmaw Games, verbindet das Sequel erneut interaktive Zeichentrickepisoden mit realen Umgebungen. Neu im Gepäck sind ein geheimnisvoller Bibliothekslevel und das Feature „GET UP!“, das die sonst so passiven Zuschauerinnen und Zuschauer buchstäblich aus dem Sessel reißt.

Der erste Teil fühlte sich wie eine kaputte Kindersendung an; die Fortsetzung setzt auf mehr Tiefe, ohne den Charme zu verlieren.

Auf einen Blick

  • Das Spiel erscheint am 16. Oktober 2025 auf allen aktuellen Konsolen; eine Switch‑2‑Version ist ebenfalls geplant.
  • DreadXP und MANGLEDmaw Games versprechen neuen Horror zum Budgetpreis von 9,99 US‑Dollar.
  • Die Kensdale Public Library dient als neues Hub; VHS‑Kassetten können dort erstmals interaktiv gesteuert werden.
  • Mit dem „GET UP!“‑Feature wird das Dialogsystem erweitert, sodass Charaktere aufstehen und sich bewegen müssen.

Wenn VHS‑Kassetten Albträume servieren

Der erste Teil lebte davon, dass Amanda die vierte Wand durchbrach und ihre Zuschauerinnen im wahrsten Sinne des Wortes in der Hand hatte. Im zweiten Teil bleibt diese Meta‑Ebene erhalten, doch die Kulisse verändert sich.

Riley Park, unsere Vertraute aus dem Vorgänger, findet sich mit einem maskierten Begleiter in einer düsteren Bibliothek wieder, deren endlose Regalreihen mehr verbergen, als auf den ersten Blick erkennbar ist.

Alte VHS‑Kassetten warten darauf, abgespielt zu werden, doch dieses Mal müssen die Spielenden nicht nur die richtigen Worte tippen, sondern aktiv eingreifen. Das „GET UP!“‑System zwingt dazu, Figuren aus dem Sitzen zu befreien, Schränke zu öffnen oder geheime Schalter zu betätigen.

Dadurch fühlt sich die Erfahrung weniger wie ein Point‑and‑Click, sondern mehr wie ein hybrider Escape‑Room an. Jede Kassette beginnt harmlos: Amanda lacht, die Kulissen sind bunt, und die Musik dudelt. Doch die Stimmung kippt schnell, und hinter jedem Lächeln lauern versteckte Hinweise oder fiese Jumpscares.

Rätsel zwischen Regalen

Die Bibliothek dient als verbindendes Element zwischen den Episoden. Hinter den spießigen Regalen verbergen sich Geheimgänge, Rätsel und Dokumente, die die Hintergrundgeschichte vertiefen. Spielerinnen und Spieler müssen aufmerksam sein, denn manche Anweisungen der Cartoon‑Figur dienen dazu, sie in die Irre zu führen.

Wenn Amanda grinsend sagt, jemand solle sich setzen, könnte genau das Gegenteil zum Fortschritt führen. Das macht den Humor des Spiels aus: Es spielt mit den Erwartungen und bricht sie immer wieder. Neue Nebenfiguren, die in den Kassetten auftauchen, geben Hinweise auf die Herkunft des maskierten Fremden und die wahren Motive der Bibliothekarin.

Der psychologische Horror nimmt zu, je tiefer man in den Kaninchenbau hinabsteigt. Und dennoch bleibt Platz für witzige Momente, denn DreadXP weiß, wie man Schock und Lachen mischt, ohne respektlos zu wirken.

Warum der zweite Besuch lohnt

Der virale Erfolg des ersten Teils zeigte, dass es eine große Zielgruppe für Indie‑Horror mit Retro‑Ästhetik gibt. Ein Sequel war daher kaum zu vermeiden. Mit dem zweiten Teil wollen die Entwickler mehr Umfang bieten: längere Kassetten, verzweigte Handlungsstränge und ein größeres Rätsel um Amandas Herkunft.

Gleichzeitig wird das Projekt weiterhin Meta‑Kommentare zur Medienkonsumkultur enthalten. Es geht darum, wie Menschen fernsehen, wie sehr Nostalgie verklärt und wie leicht wir uns von lieblichen Cartoon‑Figuren täuschen lassen.

Dass der Titel auf allen gängigen Plattformen erscheint, inklusive der neuen Switch‑Generation, zeigt, wie ernst DreadXP seine Marke nimmt. Fans von Five Nights at Freddy’s und Doki Doki Literature Club werden mit Amanda the Adventurer 2 eine neue Mischung aus Horror, Rätselspaß und ironischem Humor finden.

VHS‑Kassetten, Kabelsalat und ein Augenzwinkern

Am Ende bleibt die Mischung aus charmanter Zeichentrickfigur und subtiler Gänsehaut der größte Reiz. Das kleine Preisschild senkt die Hemmschwelle, ein Blick in die Kensdale Public Library zu werfen. Und dank des neuen „GET UP!“‑Features dürfte es in Streams und Memes reichlich Überraschungen geben.

Wenn Riley und die Spielenden am 16. Oktober die Bibliothek betreten, heißt es wieder: Licht aus, Fernseher an. Und sollte während einer Szene ein grinsender Hase durchs Bild hoppeln, nur um mit ernster Stimme den Abspann zu verlesen, dann wissen wir: Auch eine Kinderkassette kann schwarzhumorige Witze machen.


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Author
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Ben Touati
Gaming Nerd
Ben Touati schreibt über Games, Filme und die große, weite Welt der Popkultur – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob Aktuelles aus der Gaming-Welt, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von geekigen Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.