Das geplante Lord of the Rings-MMO von Amazon Games scheint Geschichte zu sein. Eine ehemalige Entwicklerin hat laut Rock Paper Shotgun auf LinkedIn bestätigt, dass das Team hinter dem Projekt aufgelöst wurde. Damit deutet alles darauf hin, dass das ambitionierte Online-Spiel eingestellt wurde, noch bevor es richtig Gestalt annehmen konnte.
- Hinweise auf das Aus durch Ex-Mitarbeiterin
- Amazons zweiter gescheiterter Versuch
- Fokuswechsel bei Amazon Games
Hinweise auf das Aus durch Ex-Mitarbeiterin
Ashleigh Amrine, ehemalige Senior Gameplay Engineer bei Amazon Games, schrieb nach den jüngsten Massenentlassungen: „I was part of the layoffs at Amazon Games, alongside my incredibly talented peers on New World and our fledgling Lord of the Rings game (y’all would have loved it).“
Ihre Aussage legt nahe, dass das Lord of the Rings-Projekt bereits im Zuge der Umstrukturierungen gestoppt wurde. Insgesamt wurden rund 14.000 Stellen bei Amazon gestrichen – besonders betroffen: Entwicklerteams rund um MMOs.
Amazons zweiter gescheiterter Versuch
Das Spiel war 2023 offiziell angekündigt worden und sollte von Amazon Games Orange County entwickelt werden. Das ist dasselbe Studio hinter New World. Geplant war eine Kooperation mit der Embracer Group, die die Rechte an Der Herr der Ringe hält. Das MMO sollte sowohl Geschichten aus The Hobbit als auch The Lord of the Rings behandeln.
Es wäre bereits Amazons zweiter Anlauf für ein Online-Spiel im Mittelerde-Universum gewesen. Schon 2021 hatte das Unternehmen ein ähnliches Projekt gestrichen, nachdem Tencent den damaligen Partner Leyou übernommen hatte.
Fokuswechsel bei Amazon Games
Wie Bloomberg berichtet, erklärte Amazons Vizepräsident Steve Boom in einer internen E-Mail, dass sich die jüngsten Einschnitte „speziell auf den MMO-Bereich“ konzentrierten. Parallel dazu kündigte das Studio an, keine neuen Inhalte mehr für New World zu entwickeln – die Erweiterung Nighthaven, erschienen am 13. Oktober, soll das letzte große Update gewesen sein. Die Server sollen laut Amazon mindestens bis 2026 online bleiben.
Veröffentlicht: 5. November 2025 22:53 Uhr