Am 10. November 2025 schickt ein kleines Berliner Studio Science‑Fiction‑Fans in die toxischen Tiefen eines Asteroiden: Ambrosia Sky vereint immersive Sim, Cleaner‑Spiel und Gruselgeschichte. Spielende übernehmen die Rolle einer Bestatterin, die auf einem von Pilzen verseuchten Kolonie‑Asteroiden Proben nimmt, Körper säubert und sich durch eine sich ausbreitende Sporenökosphäre kämpfen muss.
- Zwischen Trauerarbeit und kosmischem Horror
- Werkzeuge des Todes
- Ein Asteroid im Wandel
- Reinigen, forschen, staunen
Dank innovativer Volumenzerstörung (Quantized Impact Field) und frei schaltbarer Schwerkraft ist das Game mehr als nur ein weiterer Walking Simulator. Der Titel erscheint als Episode 1 auf Steam und im Epic Games Store; weitere Akte sollen folgen.
Zwischen Trauerarbeit und kosmischem Horror
Die Entwickler beschreiben Ambrosia Sky als Mischung aus Arkane’s Prey, dem Film Annihilation und meditativer Reinigungsarbeit. An Bord des Asteroiden leben nur wenige Überlebende; viele liegen im Kälteschlaf oder sind bereits von aggressiven Myzelien überwuchert.
Als Bestatterin sammelt man ihre Geschichten, konserviert Erinnerungen und bekämpft Pilzkolonien mit einem chemischen Sprüher. Jede Pilzart reagiert anders: Einige spucken Säuresporen, andere wachsen schnell nach und manche vernetzen sich im Dunkeln, wenn man den Strom ausfallen lässt.
Die modulare Gravitation ermöglicht es, Räume aus verschiedenen Perspektiven zu erkunden und Schwerkraft auszuschalten, um durch Schächte und über Decken zu schweben. Dadurch entsteht ein räumliches Puzzle, das den Reiz klassischer Immersive‑Sims mit dem Mikromanagement eines Reinigers verbindet.
Auf einen Blick
- Release: 10. November 2025 auf Steam und Epic Games Store.
- Genre: Immersive Sim mit Exploration, Reinigung und kosmischem Horror.
- Tech: Quantized Impact Field für zerstörbare Pilzmassen; Intel XeSS 2‑Support für hohe Bildrate.
- Episodisch: Akt 1 erscheint im November, Akte 2 und 3 folgen 2026.
Werkzeuge des Todes
Das Herzstück des Gameplays ist der Chemosprüher. Dieses multifunktionale Gerät zerstäubt unterschiedliche Lösungen, etwa aggressive Säuren, lähmende Harze oder sterilisierende Schäume. Spieler müssen passende Mixturen wählen, denn manche Pilze reagieren explosiv auf Feuer, andere erstarren bei Kälte.
Aufgesaugte Sporen werden im Labor analysiert und in wachsenden Datenbanken dokumentiert. Jeder Fund liefert Informationen, die zu neuen Rezepturen, Upgrades oder Storybits führen. Neben dem Sprüher kommen Tauchschneidgeräte, Klingen und Laser zum Einsatz, um Pilzpanzer aufzubrechen und neue Gänge zu schaffen.
Dank der Quantized‑Impact‑Field‑Technologie entstehen realistische Verwundungseffekte, wenn Sporenmasse entfernt wird, und die Sporen breiten sich dynamisch aus. Damit fühlt sich das Entfernen der Pilze befriedigend und glaubwürdig an.
Gleichzeitig gilt es, den letzten Bewohnern des Asteroiden Trost zu spenden. Als Bestatterin führt man Gespräche, nimmt holografische Botschaften auf und dokumentiert Lebensgeschichten. Diese Momente sorgen für emotionale Tiefe und kontrastieren den Ekel der Pilzlandschaften. Inspiration stammt laut Entwickler von Science‑Fiction‑Klassikern wie Sunless Skies und SOMA.
Ein Asteroid im Wandel
Die Spielwelt in Ambrosia Sky ist kein statisches Level, sondern ein lebender Organismus. Fungal Growth Manager, ein interner Prozess, kontrolliert das Wachstum der Pilze. Wird ein Gebiet nicht regelmäßig gereinigt, überwuchern Myzelien Gänge, verschließen Türen oder schaffen gefährliche Sporen‑Gewitter.
Umgekehrt können Säuberungsaktionen Licht und Lebensraum für neue NPCs schaffen. Schwerkraftwechsel beeinflusst das Pilzwachstum: Ohne Gravitation schweben Sporen frei, sammeln sich an Decken oder bilden Fäden in der Luft. Spielende müssen diese Dynamik ausnutzen, um an entlegene Proben zu gelangen oder Rätsel zu lösen.
Die Episodenerzählung öffnet weitere Geheimnisse: Akt 1 fokussiert sich auf das Sammeln von Körpern und die ersten Sporenexperimente. In Akt 2 wird der Ursprung der Pilzplage beleuchtet und verrät, ob die Kolonisten vielleicht selbst verantwortlich waren. Akt 3 soll schließlich das Schicksal des Asteroiden und seiner Bewohner klären.
Die Entwickler versprechen, dass Entscheidungen langfristige Auswirkungen haben – etwa welche Bereiche gereinigt werden oder welchen Überlebenden man hilft.
Reinigen, forschen, staunen
Ambrosia Sky klingt nach einem Geheimtipp für Fans von immersiven Simulationen mit Horror‑Elementen. Die Kombination aus Trauerarbeit, Putzjob und kosmischer Bedrohung ist ungewöhnlich und könnte genauso polarisieren wie begeistern.
Die technische Spielerei mit zerstörbaren Pilzen und Gravitation wirkt innovativ und passt zum aktuellen Trend, Simulationen und Geschichten zu vereinen. Wenn die folgenden Episoden die Versprechen einlösen, könnte Ambrosia Sky zum Kultliebling avancieren. Solange heißt es: Tief durchatmen – und nicht zu tief, denn die Sporen mögen das.
Veröffentlicht: 10. November 2025 14:08 Uhr