Manche Spiele fühlen sich schon im Demo-Stadium so an, als hätten sie ihre eigene kleine Community gefunden. ANTHEM#9 ist genau so ein Fall. Jetzt ist auch klar, wann das Ganze offiziell losgeht. Der gem-basierte Roguelite erscheint am 5. Februar für PC über Steam – und bringt zum Launch mehr mit als nur die finale Kampagne.
- Extra Mission ist kein Victory Lap
- Ein Interface, das endlich mithält
- Koeda spricht direkt mit der Community
- Kleine Züge, große Kettenreaktionen
Extra Mission ist kein Victory Lap
Wer die Hauptmissionen von ANTHEM#9 durchgespielt hat, darf sich nicht zurücklehnen. Mit Extra Mission wartet ein Endgame-Modus, der ziemlich unmissverständlich klar macht, dass hier nichts verschenkt wird. Der Einstieg beginnt nach Abschluss der regulären Kampagne, danach schraubt sich die Herausforderung Stufe für Stufe hoch. Gegner werden stärker, Bedingungen enger, Fehler teurer.
Das fühlt sich weniger nach optionalem Bonus an und mehr nach einer Art Abschlussprüfung. Wie weit man kommt, hängt nicht von Glück ab, sondern davon, wie gut man die Systeme wirklich verstanden hat. Kombos lesen, Builds sauber aufziehen, Entscheidungen unter Druck treffen. Genau das, was ANTHEM#9 ohnehin ausmacht, nur ohne Sicherheitsnetz.
Ein Interface, das endlich mithält
Einer der größten Punkte aus der Demo-Phase war das User Interface. Nicht kaputt, aber spürbar im Weg. Genau da hat Shueisha Games nachgelegt. Zum Release bekommt ANTHEM#9 ein überarbeitetes UI, das klarer, ruhiger und deutlich besser lesbar ist.
Das Ziel ist offensichtlich: weniger Ablenkung, mehr Fokus auf das eigentliche Spiel. Gerade bei einem Titel, der so stark von Tempo, Übersicht und schnellen Entscheidungen lebt, macht das einen echten Unterschied. Man merkt, dass hier nicht einfach poliert wurde, sondern wirklich zugehört.
Koeda spricht direkt mit der Community
Noch vor dem Release gibt es außerdem die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Am 30. Januar veranstaltet Shueisha Games einen Entwickler-Talk mit ANTHEM#9-Schöpfer Koeda. Geplant ist eine Mischung aus Einblicken in die Entwicklung und einer offenen Q&A-Runde, live und zweisprachig.
Das passt ziemlich gut zum bisherigen Umgang mit der Community. ANTHEM#9 wirkt nicht wie ein Spiel, das einfach fertig auf den Markt geworfen wird, sondern wie eines, das im Austausch gewachsen ist. Und genau dieser Dialog soll auch nach dem Launch weitergehen.
Kleine Züge, große Kettenreaktionen
Im Kern bleibt ANTHEM#9 das, was es von Anfang an war. Ein Roguelite, der Puzzle-Logik mit taktischem Denken verbindet. Farben matchen, Skills auslösen, Kombos hochziehen und Builds formen, die sich von Run zu Run anders anfühlen. Je höher die Kette, desto größer der Moment, wenn alles klickt.
Der Februar-Release fühlt sich deshalb weniger wie ein Startschuss an, sondern eher wie der nächste logische Schritt. Für ein Spiel, das genau weiß, wie fordernd es sein will – und für wen.
Veröffentlicht: 15. Januar 2026 12:29 Uhr