Assassin’s‑Creed‑Veteran Marc‑Alexis Côté verlässt Ubisoft: Was bedeutet das?

Nach zwei Jahrzehnten bei Ubisoft verabschiedet sich Serien‑Urgestein Marc‑Alexis Côté von den Assassinen. Der Creative Director, der das Franchise maßgeblich prägte, lehnte einen Posten bei der neuen Tochterfirma Vantage Studios ab.

Inhaltsverzeichnis
  1. Karriere eines Meisters
  2. Vantage Studios und Tencent
  3. Schatten und Chancen
  4. Umbruch mit Risiko

Sein Ausstieg kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ubisoft mit Tencent kooperiert und mehrere Marken neu strukturieren muss. Wir analysieren den Abgang und seine Folgen.

Karriere eines Meisters

Côté begann bei Ubisoft an PS Portable‑Portierungen und stieg schnell in die Riege der wichtigsten Designer auf. Seit Assassin’s Creed III war er in leitender Rolle tätig und trug zum Erfolg von Assassin’s Creed Valhalla bei.

Als Kopf der Assassin’s Creed‑Reihe entwickelte er Ideen wie den Animus‑Rahmen und das Konzept der offenen Welt weiter. Seine Entscheidung, nach 20 Jahren zu gehen, zeigt, wie intensiv die Anforderungen der Branche sind.

  • Côté arbeitete fast 20 Jahre bei Ubisoft und prägte zahlreiche Serienableger.
  • Er lehnte einen Führungsjob bei Vantage Studios ab, die künftig Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six betreuen sollen.
  • Vantage Studios ist eine Joint Venture zwischen Ubisoft und Tencent – ein strategischer Schritt für den chinesischen Markt.
  • Sein Abgang könnte das kreative Kernteam der Reihe schwächen und für Verzögerungen sorgen.
  • Ubisoft sucht laut Berichten bereits nach neuen kreativen Köpfen für kommende Ableger.

Vantage Studios und Tencent

Die Gründung von Vantage Studios ist Teil von Ubisofts Strategie, seine Top‑Marken global zu vermarkten. Tencent beteiligt sich finanziell, übernimmt aber auch Teile der Vermarktung im asiatischen Raum. Côté soll die Leitung übernehmen, lehnte jedoch ab, wie GamePressure berichtet.

Stattdessen widmet er sich neuen Projekten außerhalb des Unternehmens. Für die Assassin’s‑Creed‑Reihe bedeutet dies eine Neuorientierung; Vantage wird nun von anderen Veteranen geführt. Es bleibt abzuwarten, wie die Zusammenarbeit mit Tencent die Inhalte beeinflusst.

Schatten und Chancen

Fans fragen sich, wie es weitergeht. Assassin’s Creed Shadows, das in Japan spielt, ist bereits erschienen. Weitere Spiele für den Dienst „Infinity“ sind auch geplant. Ein Abgang wie dieser kann frischen Wind bringen, aber auch Unsicherheit. Branchenkenner vermuten, dass Ubisoft die Marke stärker in Richtung Service‑Game entwickelt; ähnlich wie Destiny oder Fortnite.

Tencent könnte Mobile‑Ableger vorantreiben und Mikrotransaktionen intensivieren. Gleichzeitig gibt es Hoffnung: Neue Kreative könnten der Reihe neue Impulse geben und wieder an die Qualität der frühen Teile anknüpfen.

Umbruch mit Risiko

Der Weggang von Marc‑Alexis Côté markiert das Ende einer Ära. Sein Gespür für historische Settings und Open‑World‑Mechaniken wird fehlen. Vantage Studios muss nun beweisen, dass es die Reihe in eine erfolgreiche Zukunft führen kann – ohne seine Seele zu verlieren.

Für Ubisoft‑Fans heißt das: Geduld und Skepsis. Aber vielleicht auch die Chance auf dringend benötigte Innovationen.


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Ben Touati
Gaming Nerd
Ben Touati schreibt über Games, Filme und die große, weite Welt der Popkultur – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob Aktuelles aus der Gaming-Welt, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von geekigen Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.