ASUS
via press.asus.com

ASUS kündigt Preisanpassungen ab Januar an

Wirklich überraschend ist es nicht. Wer in den letzten Monaten auch nur halbwegs verfolgt hat, was mit Hardwarepreisen passiert, dürfte diese Ankündigung eher mit einem müden Nicken als mit einem Schock aufnehmen. ASUS hat bestätigt, dass ab dem 5. Januar Preisanpassungen für ausgewählte Produkte greifen sollen – als Reaktion auf steigende Kosten entlang der gesamten Lieferkette.

Inhaltsverzeichnis
  1. Warum ASUS die Preise anzieht
  2. Welche Produkte könnten betroffen sein
  3. Timing kurz vor der CES ist kein Zufall

Konkret geht es dabei weniger um kurzfristige Schwankungen als um strukturelle Veränderungen im Markt. Vor allem Speicherpreise spielen eine zentrale Rolle.

Warum ASUS die Preise anzieht

In einem offiziellen Schreiben an Partner und Kund:innen verweist ASUS auf die anhaltend hohe Nachfrage im PC- und IT-Sektor, getrieben durch den Boom rund um KI-Anwendungen. Gleichzeitig geraten klassische Komponenten wie DRAM, NAND und SSDs immer stärker unter Druck. Produktionskapazitäten werden neu verteilt, moderne Fertigungsprozesse sind teuer, und die Nachfrage nach Rechenleistung frisst Ressourcen, die früher in Consumer-Hardware geflossen sind.

ASUS betont, dass man diese Mehrkosten über einen längeren Zeitraum abgefedert habe. Nun sei jedoch ein Punkt erreicht, an dem Preisanpassungen notwendig seien, um Lieferfähigkeit, Qualität und Service langfristig sicherzustellen. Betroffen sind nicht pauschal alle Produkte, sondern bestimmte Konfigurationen und Produktkombinationen.

Welche Produkte könnten betroffen sein

Offiziell nennt ASUS noch keine konkreten Modelle. Der Blick auf die Begründung lässt aber erahnen, wo es wehtun könnte. Systeme mit viel Arbeitsspeicher und schnellem Massenspeicher stehen besonders im Fokus – also Komplettsysteme, Notebooks und Gaming-Hardware mit höherer Ausstattung.

In diesem Zusammenhang fällt auch der frisch erschienene ROG Xbox Ally (X), der genau in diese Kategorie fällt. Ob und wie stark sich der Preis hier bewegt, bleibt abzuwarten. Klar ist nur: Wer ohnehin mit einem Kauf geliebäugelt hat, dürfte die nächsten Tage sehr genau hinschauen.

Timing kurz vor der CES ist kein Zufall

Interessant ist auch der Zeitpunkt. Der 5. Januar liegt direkt vor der CES, auf der ASUS traditionell neue Hardware und Plattformen zeigt. Die Preisanpassung wirkt damit fast wie ein stiller Disclaimer im Voraus – ein Hinweis darauf, dass auch die nächste Generation an Technik nicht mehr zu Preisen früherer Jahre zu haben sein wird.

Ob das nur ASUS betrifft oder ein weiteres Signal für den gesamten Markt ist, dürfte sich bald zeigen. Die Richtung jedenfalls ist klar: RAM ist teuer, KI verändert Prioritäten, und Gaming-Hardware bleibt davon nicht verschont.


The Escapist wird von unseren Lesern unterstützt. Wenn jemand über Links auf unserer Website Geld einsetzt, dann erhalten wir möglicherweise eine kleine Affiliate-Provision. Erfahren Sie mehr in unseren Affiliate-Richtlinien.
Author
Image of Linda Güster
Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️