Batman Arkham SHadow
Camouflaj via X

Batman: Arkham Shadow – Camouflaj von Meta-Layoffs getroffen

Die Einschnitte bei Meta ziehen weiter Kreise – und treffen nun auch Camouflaj, das Studio hinter Batman: Arkham Shadow. Nach den bereits bestätigten Schließungen mehrerer interner Teams hat Meta nun zusätzliche Entlassungen bei Camouflaj bestätigt. Das Studio selbst soll bestehen bleiben, doch das Ausmaß der Kürzungen ist erheblich.

Inhaltsverzeichnis
  1. „Nur noch eine Handvoll Mitarbeitende“
  2. Abschiedsposts statt Roadmaps
  3. Ein Studio mit starker Vergangenheit

Berichte über die Entlassungen tauchten ab dem 12. Januar auf, als klar wurde, dass Meta mehr als 1.000 Stellen in seiner Reality-Labs-Sparte abbaut. Kurz darauf folgte die offizielle Bestätigung: Armature Studio, Sanzaru Games und Twisted Pixel werden geschlossen. Camouflaj gehört zwar nicht zu den Studios, die komplett dichtmachen – aber die Lage dort ist trotzdem angespannt.

„Nur noch eine Handvoll Mitarbeitende“

Gegenüber Aftermath schilderte ein ehemaliger Meta-Mitarbeiter anonym die Situation bei Camouflaj. Demnach seien nur noch „eine Handvoll Mitarbeitende“ im Studio verblieben. Diese arbeiten aktuell an einer neuen User Experience für kommende Hardware. Sämtliche Spieleprojekte seien eingestellt worden, inklusive eines geplanten Batman: Arkham Shadow-Sequels, das sich zuvor bei Sanzaru Games in Entwicklung befunden haben soll. Auch Führungskräfte des Studios seien von den Entlassungen betroffen.

Meta bestätigte die Kürzungen gegenüber Kotaku, betonte jedoch, dass Camouflaj nicht geschlossen werde. Inhaltlich bleibt damit vorerst offen, wofür das Studio künftig überhaupt noch steht – jenseits von UX-Arbeit für neue Geräte.

Abschiedsposts statt Roadmaps

Wie so oft in den vergangenen Monaten kam die menschliche Dimension der Entlassungen zuerst über LinkedIn ans Licht. Eine ehemalige Animatorin schrieb, sie sei Teil der jüngsten Meta-Layoffs gewesen und blicke stolz auf über zwölf Jahre Arbeit mit dem Team zurück. Ein früherer Cinematic Designer von Batman: Arkham Shadow teilte ebenfalls mit, dass er betroffen sei. Sie bedankte sich bei Kolleg:innen für Vertrauen und Mentorship.

Diese Posts zeichnen ein Bild, das sich durch viele Meta-Studios zieht: langjährige Teams, erfolgreiche Projekte, und dann ein abrupter Schnitt – ohne klare Perspektive, wie es weitergeht.

Ein Studio mit starker Vergangenheit

Camouflaj wurde 2011 gegründet und entwickelte mit République und Iron Man VR früh Profil im narrativen VR-Bereich. Das Studio wurde 2022 von Meta übernommen und veröffentlichte 2024 Batman: Arkham Shadow unter dem Oculus-Label. Ein Titel, der überwiegend positive Kritiken erhielt. Gegründet wurde Camouflaj von Ryan Payton, der zuvor als Produzent an Metal Gear Solid 4 beteiligt war und später als Creative Director von Halo 4 arbeitete.

Dass ein Studio mit dieser Geschichte nun fast vollständig aus der Spieleentwicklung gezogen wird, passt in das größere Bild bei Meta. Reality Labs verliert seit Jahren Milliarden, zuletzt 4,4 Milliarden US-Dollar in einem Quartal, während der strategische Fokus zunehmend auf Wearables und KI-Brillen verlagert wird.

Camouflaj existiert weiter – zumindest auf dem Papier. Was davon übrig bleibt, wirkt jedoch weniger wie ein Game-Studio und mehr wie ein internes Support-Team. Für Fans von Batman: Arkham Shadow ist das vor allem eines: ein sehr leiser Abschied.


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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️