Bearly Brave
Barbaric Games

Bearly Brave macht aus Kuscheltieren Kombomaschinen

Ein Spielzeugladen bei Nacht klingt erstmal harmlos. Bearly Brave macht daraus etwas ganz anderes. Barbaric Games schickt mit seinem Debüt einen Roguelike-Deckbuilder an den Start, in dem Teddybären nicht kuscheln, sondern um ihren Platz im Regal kämpfen. Und das mit einer Härte, die man diesem Look nicht zutraut.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Turnier zwischen Staub, Regalen und Albträumen
  2. Ein Zug, ein Puzzle, keine Gnade
  3. Bosse, die dein Deck aktiv sabotieren
  4. Wenn alles eskaliert, darf es noch weitergehen
  5. Release im Dezember

Am 15. Dezember erscheint Bearly Brave auf Steam. Was nach Cozy klingt, entpuppt sich schnell als hochgradig taktisches Kombospiel, das mehr mit Balatro und Slay the Spire gemeinsam hat als mit Gutenachtgeschichten.

Ein Turnier zwischen Staub, Regalen und Albträumen

Im Zentrum steht Toby, ein schüchterner Plüschbär mit großen Ambitionen und noch größeren Ängsten. Nacht für Nacht muss er sich in einem gnadenlosen Turnier behaupten, während um ihn herum Spielzeugfiguren mit eindeutig zu viel Aggression um die besten Plätze im Laden kämpfen.

Jeder Run beginnt mit einem kleinen Deck, wächst aber schnell zu einer explosiven Kombination aus Waffen-, Skill- und Marken-Karten heran. Kartenplatzierung ist kein Detail, sondern das Herz des Spiels. Eine falsch gesetzte Karte kann einen ganzen Zug ruinieren. Eine clevere Reihenfolge dagegen eskaliert Schaden, Effekte und Synergien in Sekunden.

Ein Zug, ein Puzzle, keine Gnade

Bearly Brave setzt auf ein klares Prinzip: pro Runde ein Combo-Zug. Das klingt simpel, zwingt aber zu extrem präzisen Entscheidungen. Energiekosten, Kartenreihenfolge und Marken müssen exakt aufeinander abgestimmt sein, um das Maximum herauszuholen.

Marken spielen dabei eine zentrale Rolle. Wer sie geschickt kombiniert, löst zusätzliche Effekte aus, bekommt mehr Energie, mehr Schaden oder dringend benötigte Defensive. Jeder Zug fühlt sich wie ein kleines Rätsel an, das entweder elegant gelöst wird oder spektakulär explodiert.

Bosse, die dein Deck aktiv sabotieren

Die Gegner bleiben nicht passiv. Jeder Boss bringt eigene Mechaniken mit, die Builds gezielt stören. Manche schleusen negative Karten ins Deck, andere verstärken sich selbst oder verändern die Spielregeln mitten im Kampf. Routine gibt es nicht. Anpassung ist Pflicht.

Zwischen den Kämpfen wartet Grimble’s Shop. Dort werden die Überreste besiegter Gegner gegen neue Waffen, Patches und Süßigkeiten eingetauscht. Diese Upgrades greifen ineinander, stapeln Effekte und führen nicht selten zu absurden Schadenszahlen, bei denen das Spiel selbst kurz den Überblick verliert.

Wenn alles eskaliert, darf es noch weitergehen

Wer nach dem Abspann noch nicht genug hat, kann sich im Endless Mode verlieren. Hier geht es nicht mehr ums Überleben, sondern um Rekorde. Kombos wachsen ins Absurde, Schaden explodiert, und jeder Run schreibt seine eigene kleine Eskalationsgeschichte.

Mit zahlreichen freischaltbaren Karten, Startdecks, Schwierigkeitsstufen und permanenten Upgrades bleibt Bearly Brave auch nach vielen Stunden unberechenbar. Kein Durchlauf fühlt sich wie der vorherige an, und genau darin liegt die Stärke des Spiels.

Release im Dezember

Bearly Brave erscheint am 15. Dezember auf Steam. Ein Spiel über Teddybären, das überraschend wenig Gnade kennt und genau deshalb hängen bleibt. Wer Deckbuilder mag, die schnelle Runs mit tiefen Systemen verbinden, sollte diesen Laden nach Ladenschluss betreten.


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Author
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Linda Güster
Gaming & eSports Expertin
Ich bin Linda – und ich lebe Gaming in allen Farben (RGB natürlich). Für Escapist schreibe ich über alles, was mich packt: Indie-Games, Cozy-Perlen, Simulationen, (J)RPGs, Triple-A-Titel, Idle Games und Clicker, bei denen man „nur kurz“ was anklickt und drei Stunden später immer noch da sitzt. Mein Kalender besteht aus Releases und Event-Dates – Yu-Gi-Oh! Nationals, IEM Cologne, Gamescom – und dazwischen jongliere ich TikTok, mein Steam-Curator-Profil und eine 1.800-Spiele-Steam-Bibliothek, die ich garantiert nie komplett durchspiele. Stardew Valley hat mir 250 Stunden Schlaf geraubt, Dota 2 3.500 Stunden Lebenszeit, und ich würde beides sofort wieder tun. In MMORPGs kann ich stundenlang im Charakter-Designer oder ins Transmoggen versinken, bis jedes Detail sitzt. Kurz gesagt: Ich trage viele Hüte – aber mein Lieblingshut ist ein Gaming-Headset. ♥️